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Pressespiegel

Hoffnung schenken, Blutkrebs besiegen: 1.200 Schülerinnen und Schüler der Friedrich-Spee-Gesamtschule Paderborn erlaufen 5.350 Euro für die DKMS

Gemeinsamer Kampf gegen Blutkrebs: Die Schülerinnen und Schüler der Friedrich-Spee-Gesamtschule Paderborn haben mit einem Spendenlauf 5350 Euro für die DKMS gesammelt (von links): Schirmherr Landrat Manfred Müller, Niklas Lauströer, Ingrid Seipolt (Aktionsteam der DKMS), Julia Alina Pütz, Lothar Schlegel (Schulleiter der Friedrich-Spee-Gesamtschule), Marie Pütter (Koordinatorin der Schulsanitäter), Marc Meglin (stellvertretender Koordinator der Schulsanitäter), Fabian Legenhausen, Bernhard Schulte (Sportlehrer). (Foto: Amt für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Kreis Paderborn, Anna-Sophie Schindler)

Kreis Paderborn (krpb). Alle 15 Minuten erkrankt in Deutschland ein Mensch an Blutkrebs. Keine andere Krebserkrankung tötet mehr Kinder auf dieser Welt. Kaum in Worte zu fassen ist, was es bedeutet, wenn man als Mutter oder Vater eine Beerdigung statt Kindergeburtstage organisieren muss. Über 1.200 Schülerinnen und Schüler der Friedrich Spee-Gesamtschule Paderborn setzen gemeinsam ein Zeichen der Hoffnung: Bei einem Sponsorenlauf erzielten sie 5.350 Euro, die sie der DKMS im Kampf gegen den Blutkrebs zur Verfügung stellen. Landrat Manfred Müller, seit 2004 Schirmherr aller DKMS-Aktionen im Paderborner Kreisgebiet, und Ingrid Seipolt vom Aktionsteam der DKMS nahmen den Scheck aus den Händen von Schulleiter Lothar Schlegel entgegen. Große Überzeugungsarbeit habe man nicht leisten müssen. „Wenn Schülerinnen und Schüler wissen, warum sie etwas tun, dann machen sie das mit Freude“, sagte Schlegel.

 

Nicht nur das Laufen selbst sondern auch die Organisation war ein Kraftakt. Alle Schülerinnen und Schüler der Friedrich Spee-Gesamtschule beteiligten sich an einem ganz normalen Unterrichtstag. Laufen und Schulbank drücken gelang im Wechsel. Die Stoppuhr regierte den Tag. Selbst jene, die für den Sanitätsdienst zur Verfügung standen, liefen am Ende ihre Runden. Lehrer Bernhard Schulte, der den Sponsorenlauf organisierte, betonte, dass die Aktion natürlich auch im Sportunterricht vorbereitet worden war. Denn letztlich sollte niemand verletzt werden und möglichst viele Kilometer und damit Gelder zusammenkommen. Das gelang. Landrat Manfred Müller und Ingrid Seipolt bedankte sich bei den Schülerinnen und Schülern „für diese großartige Leistung, die Leben retten kann“. „Völlig uneigennützig Hilfe anbieten, einfach die Hand reichen, ist gerade in diesen Zeiten ein schönes Zeichen, wie die Welt besser werden kann“, betonte Seipolt.

 

Alle, die helfen, sind Hoffnungsträger. Denn Blutkrebs ist besiegbar. Seit 1991 arbeitet die DKMS daran. Eine Stammzelltransplantation ist für viele Patienten die letzte oder einzige Chance auf Leben. Dazu muss der passende Spender gefunden werden. In einer weltweit geführten Datenbank sind bislang 7 Millionen Menschen registriert, die als Stammzellspender Erkrankten zur Verfügung stehen. Jede Registrierung eines neuen Spenders kostet die DKMS 40 Euro. Rein rechnerisch können dank des Sponsorenlaufs der Friedrich Spee-Gesamtschule 134 neue, potenzielle Lebensretter in die Datenbank aufgenommen werden.

 

Natürlich ist es nicht einfach, jemanden zu finden, der die passenden Gewerbemerkmale aufweist. Doch genau das kann gelingen, wenn viele helfen. Seit 2004 begleitete Landrat Manfred Müller insgesamt 110 Aktionen der DKMS als Schirmherr im Kreisgebiet. „Während dieser Aktionen konnten 26.470 Spender aufgenommen werden. Allein aus diesen Aktionen spendeten tatsächlich 507 Menschen ihre Stammzellen und damit eine Chance auf Leben“, bilanzierte Seipolt. Mit 737 tatsächlichen Spendern rangiert der Kreis Paderborn im bundesweiten Vergleich auf Platz 5 (nach Köln, Osnabrück, Hamburg und Spitzenreiter Berlin). „Das ist ein Riesenkompliment an diese Region und die Menschen, die hier leben“ zeigte sich Landrat Manfred Müller beeindruckt.

 

Wer helfen möchte, kann das auf verschiedene Weise tun: Im Kampf gegen Blutkrebs zählt jeder Einzelne, und jeder Euro. Jeder gesunde Mensch zwischen 17 und 55 Jahren kann sich als potenzieller Spender registrieren lassen. Das geht ganz einfach. Ein Wangenabstrich mit einem Wattestäbchen genügt. Mehr Infos mit vielen anschaulichen Videos unter www.dkms.de.

 

Hintergrund:

Die DKMS ist heute eine internationale gemeinnützige Organisation, die außer in Deutschland auch in den USA, Polen, Spanien und in United Kingdom aktiv ist. Seit ihrer Gründung in 1991 konnten mehr als 62.000 DKMS-Spender einem Patienten die Chance auf ein zweites Leben ermöglichen. Ihre erklärtes Ziel ist es, den Blutkrebs zu besiegen und die Situation für Patienten weltweit zu verbessern.

 

 

Nicht klein gekriegt«

Abiturientin recherchiert Verfolgung von Katholiken in der Nazizeit
Karl-Martin Flüter

Paderborn(WV). Vor 75 Jahren geriet ein Mann in das Visier nationalsozialistischer Machthaber, der seine katholische Überzeugung in Paderborn nicht verleugnete. Caritasdirektor Dr. Rudolf Dietrich landete dafür immer wieder im Gefängnis. Eine Paderborner Abiturientin hat sein Schicksal recherchiert.
Dr. Rudolf Dietrich war 1942 Direktor des Caritasverbandes für das Erzbistum Paderborn und in dieser Funktion zahlreichen Repressalien ausgesetzt. Lange war er vergessen. In einem Aufsatz beschreibt Abiturientin Sarah Bremsteller (19) nun unter anderem, wie der Caritasdirektor entwürdigt und mundtot gemacht werden sollte.
Erschienen ist der Text in einem Band der Schriftenreihe der Friedrich-Spee-Gesamtschule in Paderborn – ein halbes Jahr nach ihrem Abitur, das sie im vergangenen Sommer in der Friedrich-Spee-Gesamtschule abgelegt hat. Sarah Bremsteller hat darin über die Verfolgung katholischer Priester im Erzbistum Paderborn geschrieben. Sie berichtet neben Rudolf Dietrich über den Ettelner Vikar Siemen, den Schloß Neuhäuser Pfarrer Joseph Wittler sowie Pfarrer Gerhard Baumjohann in Welper.
Die Abiturientin war bei ihren Recherchen auf die Ergebnisse einer Befragung gestoßen, die das Paderborner Generalvikariat 1948 durchgeführt hatte. Priester und kirchliche Mitarbeiter – unter ihnen Dietrich, Siemen, Wittler und Baumjohann – berichteten dort über Gängeleien, Verhöre und Verhaftungen, denen sie in der Zeit vor 1945 ausgesetzt waren. Auch den zu Grunde liegenden Fragebogen hat Sarah Bremsteller in ihrem Buch veröffentlicht.
Vor allem über das Schicksal von Caritasdirektor Rudolf Dietrich während dieser Jahre ist bislang kaum etwas bekannt geworden. Dabei hatte der Caritasdirektor 1948 dem Generalvikariat neben dem Fragebogen auch einen ausführlichen Brief über die Geschehnisse zukommen lassen.
Aus den Dokumenten geht hervor, dass Dietrich sieben Mal von der Gestapo vernommen wurde. Er musste ohne Begründung oder richterliche Anordnung insgesamt 50 Tage im Polizeigefängnis in der Grube und unter verschärften Bedingungen im Gerichtsgefängnis in der Königstraße zubringen. Nach der Entlassung erlegte ihm die Gestapo ein Redeverbot auf: Er musste über die Verhöre und die Haftzeit schweigen.
»Klein gekriegt haben ihn die Nationalsozialisten nicht«, sagt Abiturientin Sarah Bremsteller. Das letzte Mal wurde der Caritasdirektor im Mai 1942 vernommen, als gegen die Vorsitzenden der katholischen Vincenz- und Elisabethvereine ermittelt wurde. »... er verweigerte jedoch erneut die Aussage, weshalb ihm wiederum mit Haft gedroht wurde...«, schreibt Sarah Bremsteller. Rudolf Dietrich war bis 1954 Caritasdirektor und ist im Alter von 59 Jahren 1966 in Essen gestorben.
Seine frühere Schülerin habe »einen wichtigen Beitrag zur Aufarbeitung der Geschichte des kirchlichen Widerstandes in Paderborn« geleistet, meint Daniel Raths, Lehrer und Projektleiter an der Friedrich-Spee-Gesamtschule über die Studie von Sarah Brem­steller. Ihre Arbeit »führt uns allen vor Augen dass jeder Einzelne auch in widrigen Zeiten und unter Strafandrohung für menschliche Werte und Nächstenliebe einstehen kann.« Die Veröffentlichung »Verfolgung katholischer Pfarrer in Paderborn und im Erzbistum Paderborn« von Sarah Bremsteller ist in der Schriftenreihe der Friedrich-Spee-Gesamtschule erschienen. Sie kann über die Internetseite der Schule bestellt werden. www.speepb.de/shop

Katholischer Widerstand

Veröffentlichung vorgestellt: Abiturientin recherchiert Verfolgung von Katholiken während der Nazizeit
Von Karl-Martin Flüter

Paderborn. Vor 75 Jahren geriet ein Mann in das Visier der nationalsozialistischen Machthaber, der seine katholische Überzeugung nicht verleugnete. Rudolf Dietrich war 1942 Direktor des Caritasverbandes für das Erzbistum Paderborn und in dieser Funktion zahlreichen Repressalien ausgesetzt. Lange war er vergessen. In einem Aufsatz beschreibt die Abiturientin Sarah Bremsteller nun unter anderem, wie der Caritasdirektor entwürdigt und mundtot gemacht werden sollte.
Erschienen ist der Text in einem Band einer Schriftenreihe der Friedrich-Spee-Gesamtschule in Paderborn - ein halbes Jahr nach ihrem Abitur, dass sie im Sommer des Jahres in der Friedrich-Spee-Gesamtschule abgelegt hat. Sarah Bremsteller hat darin über die Verfolgung katholischer Priester im Erzbistum Paderborn geschrieben.Sie berichtet neben Rudolf Dietrich über den Ettelner Vikar Siemen, den Schloß Neuhäuser Pfarrer Joseph Wittler sowie Pfarrer Gerhard Baumjohann in Welper. Die Abiturientin war bei ihren Recherchen auf die Ergebnisse einer Befragung gestoßen, die das Paderborner Generalvikariat 1948 durchgeführt hatte. Priester und kirchliche Mitarbeiter - unter ihnen Dietrich, Siemen, Witter und Baumjohann - berichteten dort über die Gängeleien, Verhöre und Verhaftungen, denen sie in der Zeit vor 1945 ausgesetzt waren. Auch den zu Grunde liegenden Fragebogen hat Sarah Bremsteller in ihrem Buch veröffentlicht. Vor allem über das Schicksal von Caritasdirektor Rudolf Dietrich während dieser Jahre ist bislang kaum etwas bekannt geworden. Dabei hatte der Caritasdirektor 1948 dem Generalvikariat neben dem Fragebogen auch einen ausführlichen Brief über die Geschehnisse zukommen lassen.Aus den Dokumenten geht hervor, dass Dietrich sieben Mal von der Gestapo vernommen wurde. Er musste ohne Begründung oder richterliche Anordnung insgesamt 50 Tage im Polizeigefängnis in der Grube und unter verschärften Bedingungen im Gerichtsgefängnis in der Königstraße zubringen. Nach der Entlassung erlegte ihm die Gestapo ein Redeverbot auf: Er musste über die Verhöre und die Haftzeit schweigen. Klein gekriegt haben ihn die Nationalsozialisten nicht. Das letzte Mal wurde der Caritasdirektor im Mai 1942 vernommen, als gegen die Vorsitzenden der katholischen Vincenz- und Elisabethvereine ermittelt wurde. "Er verweigerte jedoch erneut die Aussage, weshalb ihm wiederum mit Haft gedroht wurde", schreibt Sarah Bremsteller. Seine frühere Schülerin habe "einen wichtigen Beitrag zur Aufarbeitung der Geschichte des kirchlichen Wiederstandes in Paderborn" geleistet, meint Daniel Raths, Lehrer und Projektleiter an der Friedrich-Spee-Gesamtschule über die Studie. Ihre Arbeit "führt uns allen vor Augen, dass jeder Einzelne auch in widrigen Zeiten und unter Strafandrohung für menschliche Werte und Nächstenliebe einstehen kann."

Heft übers Internet zu beziehen
Die Veröffentlichung "Verfolgung katholischer Pfarrer in Paderborn und im Erzbistum Paderborn" von Sarah Bremsteller ist in der Schriftenreihe der Friedrich-Spee-Gesamtschule erschienen.
Sie kann über die Internetseite der Schule bestellt werden: www.speepb.de/shop

© 2017 Neue Westfälische, 15 - Paderborn (Kreis), Mittwoch 08. Februar 2017

Gedanken werden zu innigen Bildern

Friedrich-Spee-Gesamtschüler spielen Eigenproduktion »Der rote Faden«

Paderborn (WV). Die Friedrich-Spee-Gesamtschule ist ihrem Ruf als Kulturschule der Stadt Paderborn wieder gerecht geworden. In der Zeugniswoche wurde die Eigenproduktion »Der rote Faden« aufgeführt. Dabei spielten die drei Kurse des Faches »Darstellen und Gestalten« aus den Jahrgängen 9 und 10 unter der Leitung von Michael Aßmann und Manuel Wibbeke für staunende Viertklässler aus dem Stadtgebiet und ihre eigenen Fünftklässler. Im Anschluss an die Aufführungen standen die Akteure beispielsweise den Schülern der Karlschule, der Stephanus-Grundschule und der Grundschule Kaukenberg Rede und Antwort.

Die Viertklässler sahen das Leben, Wirken und Arbeiten einer Schriftstellerin. Ihre Gedanken wurden zu innigen Bildern auf der Bühne. In allen Szenen dominierte die Symbolfarbe Rot in Tüchern, Bändern, Licht und Requisit. So verfolgten die Zuschauer die innere Vielfalt der Dichterin, indem deren Alter Egos immer wieder sowohl in zaghaften Bewegungen als auch geschäftigem Schreibprozess inszeniert wurden. Dazwischen wurden die Erinnerungen der Literatin bei der eigenen Suche nach der Schreibidee zu lebendigen Bildern. Pippi Langstrumpf, Minnie Mouse und sogar Comichelden wie Superman wurden sichtbar und halfen der Schreiberin schließlich, ein eigenes Werk zu schaffen.

Am Donnerstag, 2. März, 19 Uhr, wird das Stück Interessierten und erwachsenen Gästen in der Spee-Schule präsentiert. Als Höhepunkt für die Darsteller nimmt die Gesamtschule auch wieder an den Schultheatertagen des Theaters Paderborn teil und tritt so mit anderen Schülern in Kontakt und kreativen Austausch.
WV 06.02.2017

Schüler gedenken Auschwitz

Lokales: Jahrestag der Befreiung: Im Gymnasium St. Michael und in der Friedrich-Spee-Gesamtschule blicken Jugendliche zurück auf den Besuch des NS-Vernichtungslagers. Sie haben eine Ausstellung und eine Präsentation erarbeitet.
Von Holger Kosbab

Paderborn. Auschwitz-Birkenau ist das Schreckenssynonym für den Rassenwahn der Nazis. Mindestens 1,1 Millionen Menschen wurden in dem Vernichtungslager getötet oder starben an Hunger und Krankheiten. Anlässlich des Gedenktages zur Befreiung des Lagers am 27. Januar 1945 präsentierten Schülerinnen des Gymnasiums St. Michael und Schüler der Friedrich-Spee-Gesamtschule Texte, Bilder, Fotografien oder Filme, die während und nach Studienfahrten nach Auschwitz im vergangenen Herbst entstanden sind. An beiden Schulen war diese Fahrt eine Premiere.
Angesichts der aktuellen politischen Situation mache es Mut, dass junge Leute sich mit dem Nationalsozialismus auseinandersetzten, sagte Elisabeth Cremer, Leiterin des Gymnasiums St. Michael. "Es werden wieder Worte salonfähig, von denen man dachte, dass man sie in Deutschland nie wieder hören werde", sagte sie - unter anderem vor dem Hintergrund des AfD-Politikers Björn Höcke, der kürzlich das Holocaust-Mahnmal in Berlin als "Denkmal der Schande" bezeichnet hatte. Die Schülerinnen gehörten nicht zu denen, die wegguckten. "Sie werden Verantwortung übernehmen", sagte Cremer.
Gemeinsam mit Cremer, ihrer Lehrerin Renate Hillemeyer und Nico Schnittger vom Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) waren 16 Schülerinnen des Geschichte-Leistungskurses (Q2) des Gymnasiums St. Michael nach Auschwitz gefahren. Der Besuch war im Unterricht innerhalb des Themenblocks "Vergangenheit, die nie vergeht" mit dem Schwerpunkt Nationalsozialismus vorbereitet worden, sagte Hillemeyer. Klar war, dass die Fahrt dokumentiert werden sollte. Offen war nur wie.
Mit Fotografien, Zeichnungen und Gedichten haben die Schülerinnen ihre Empfindungen verarbeitet, Raum zur Reflexion und Verarbeitung der Erlebnisse bot auch ein Tagebuch des BDKJ. Hinzu kamen ein Workshop zum Thema Kinder und Jugendliche sowie ein Gespräch mit einer Auschwitz-Überlebenden.
"Ich fand es ziemlich bedrückend", sagte Clara Niggemeyer. "Auch wenn man damit nicht direkt zu tun hatte, so hatte man schon Schuldgefühle." Zeitgleich mit ihnen seien auch viele Gruppen aus Israel in Auschwitz gewesen - mit umgehängten Nationalflaggen. "Da fühlten wir uns schon ganz klein", sagte Alexandra Stern. Theoretisch seien einem die begangenen Gräueltaten klar, doch dann sei alles neu. "Man kann das alles gar nicht verarbeiten", sagte Stern. Für sie war es ein seltsames Gefühl, gerade ihren Familiennamen auf Lager- und Totenlisten zu lesen. Beim Gang durch Räume mit Fotografien an den Wänden, die Gesichter von Toten zeigen, "hatte man auch mal eine Träne im Auge", sagten Niggemeyer und Stern.
Antonia Johannigmann hat ihre Emotionen in dem Gedicht "Gesichter" niedergeschrieben. "Als ich da durchgegangen bin, hatte ich das Gefühl, jedes Gesicht anschauen zu müssen. Ich habe versucht, die Emotionen festzuhalten - was aber nur zum Teil gelang." Für sie steht fest: "Der Mensch ist das grausamste Lebewesen auf der Welt." Und er lerne aus der Geschichte nicht.
Die Ausstellung ist in den nächsten drei Wochen täglich von 8 bis 14 Uhr in der sogenannten Glashalle zu sehen.

An der Friedrich-Spee-Gesamtschule wurde ein anderer Vermittlungsansatz gewählt. Die elf nach Auschwitz gereisten Zehntklässler haben eine Präsentation vorbereitet, die sie in mehreren Gesellschaftslehre- und Religionskursen vorstellten. Einen besonderen Blick hatten die Schüler, die mit ihrer Lehrerin Angelika Gausmann und Studienreferendar Dominik Kräkel, Auschwitz besuchten, auf das Schicksal des ehemaligen Paderborner Künstlers Franz Bürger.
Dieser war im Oktober 1942 als politischer Gefangener nach Auschwitz überführt worden und überlebte, sagte Gausmann. Seinen Spuren wurde in Auschwitz - hier konnte die Häftlingspersonalkarte gesichtet und kopiert werden - und im Paderborner Stadtarchiv nachgegangen. Durch seinen Wohnort in der Geroldstraße in der Paderborner Südstadt rücke das Thema dicht heran an die Schüler, meinte Gausmann.
"Man kann sich am Anfang kaum vorstellen, wie groß das ist und dass da so viele gestorben sind. Dass da so viele Menschen den gleichen Weg wie wir gegangen sind", sagte Larissa Volmer zu den Dimension des Vernichtungslagers. Dies dürfe nie in Vergessenheit geraten. "Man kannte Auschwitz vorher nur von Fotos. Erst als man da war, erkannte man, wie groß es wirklich war", betonte Doménique Gürth. Es sei wichtig, von der Fahrt zu berichten. Für Adrian Claes ist das Ganze einfach nur unvorstellbar: "Man kann in der Schule gar nicht genug Aufklärung betreiben."
Die drei Schüler hatten sich zuvor wie alle anderen auch für die Fahrt beworben. Eine Klassenfahrt nach Berlin mit dem Besuch des Konzentrationslagers Sachsenhausen hatte ihr Interesse geweckt. Zur Vorbereitung des Auschwitz-Besuchs hatten die Gesamtschüler einen Workshop.
Für die Jugendlichen sei es etwas anderes, ob die Eindrücke von Mitschülern kommen oder von einem Lehrer, sagte Referendar Kräkel. Aufklärungsarbeit sei unendlich wichtig: Das Unfassbare sei einmal geschehen, also kann es erneut geschehen.


© 2017 Neue Westfälische, 15 - Paderborn (Kreis), Samstag 28. Januar 2017
 

Physik besteht nicht nur aus Formeln


Förderpreis der Wirtschaft:
297 Schülerinnen und Schüler aus den Kreisen Paderborn
und Höxter sind in den Naturwissenschaften ausgezeichnet worden


Paderborn. Zum zehnten Mal verlieh die Universität Paderborn den Förderpreis der Wirtschaft. 297 Schülerinnen und Schüler der Kreise Paderborn und Höxter wurden für ihr naturwissenschaftliches Wissen belohnt. Im voll besetzten Audimax erhielten die ausgezeichneten Schülerinnen und Schüler unter dem Applaus zahlreicher Eltern, Lehrer und Ehrengäste ihre Urkunde, ein Preisgeld von 75 Euro sowie einen Gutschein für das Heinz Nixdorf Museumsforum.

Der Förderpreis der Wirtschaft prämiert besondere Leistungen in den naturwissenschaftlichen Fächern Mathematik, Biologie, Chemie und Physik: Die beste Schülerin und der beste Schüler einer jeden Klasse der Klassen 8 und 9 aller 23 Gymnasien und Gesamtschulen im Hochstift wurden ausgezeichnet.

Die Preise übergab Vizepräsident Rüdiger Kabst. Er ermutigte die Schülerinnen und Schüler, sich weiter in den naturwissenschaftlichen Fächern zu engagieren: "Gerade in den Bereichen Naturwissenschaften und Technik wird in Deutschland dringend Nachwuchs gebraucht."

In diesem Zusammenhang stellte er weitere Angebote der Universität Paderborn für Schülerinnen und Schüler, wie z. B. die Herbst-Uni, vor. Bei dieser können Schüler während der Herbstferien bei Vorlesungen, Workshops und Laborexperimenten in ein MINT-Studium reinschnuppern. Auch die anschließende Show-Einlage von Marc Sacher und seinem Team der "Event Physik" demonstrierte mit der Musikshow "Sound of Physics" eindrucksvoll, dass Physik nicht nur aus Formeln und Theorie besteht.

Landrat Manfred Müller gratulierte stellvertretend für die Kreise Paderborn und Höxter ebenfalls zu den hervorragenden Leistungen. Sylvia Looks, Geschäftsführerin der Claas Stiftung, lud die beste Schülerin bzw. den besten Schüler einer jeden Schule zusätzlich in die Firma Claas zum "Tag der Landtechnik" ein, um zu erfahren, wie naturwissenschaftliches und technisches Wissen bei der Produktion von Landmaschinen praktisch umgesetzt wird.

In Kooperation mit der Stabsstelle des Präsidiums wird der Förderpreis von der regionalen Wirtschaft finanziert, die damit ihr Interesse an wissenschaftlichem Nachwuchs zeigt. Zu den vier Sponsoren gehören die Firma dSpace, die Claas Stiftung Harsewinkel, die Volksbank Paderborn-Höxter-Detmold und die Sponsorengemeinschaft aus dem Kreis Höxter, bestehend aus den Unternehmen (Hegla GmbH & Co KG), (Beverungen), LEWAG Holding AG (Beverungen) und der Vauth-Sagel GmbH (Brakel).

© 2016 Neue Westfälische, 15 - Paderborn (Kreis), Donnerstag 15. September 2016

31 haben schon ein Ausbildungsstelle

Friedrich-Spee-Gesamtschule: 174 Schüler nach der 10. Klasse verabschiedet

Paderborn. Unter dem Motto "Niemals geht man so ganz" feierten 174 Schülerinnen und Schüler der Friedrich- Spee-Gesamtschule ihren Schulabschluss nach Klasse 10. Abteilungsleiterin Christiane Appelbaum freut sich, dass bereits 31 Schüler ihren Lehrvertrag für eine betriebliche Ausbildung in der Tasche haben. Schulleiter Lothar Schlegel betonte, dass von den 68 Schülern, die in die gymnasiale Oberstufe der Friedrich- Spee-Gesamtschule wechseln, vor sechs Jahren 26 lediglich eine Hauptschulempfehlung ihrer Grundschulen hatten und damit die in sie gesetzten Erwartungen weit übertreffen konnten. Insgesamt erhielten 135 Schüler den Mittleren Schulabschluss, davon 82 mit Berechtigung zum Einstieg in die gymnasiale Oberstufe. 39 mal wurde der Hauptschulabschluss vergeben.
9h: Sofian Benyamina, Celine-Desirée Both de Paiva, Jafar El-Hussein, Yasin Esin, Artem Gabun, Serkan Gündüz, Richard Keck, Mirco Nolte, Marvin Redekop, Violetta Ringler, Kevin Sarasa, Caitlin Tweddle
10a: Lisa-Maria Acat, Jasmin Ahmad, Jessica Berger, David Bergmann, Görkem Celim, Hamzi Fakih, Dennis Fröse, Pascal Funke, Lilla Havaj, Eduard Horn, Dennis Horoszko, Haneme Ilik, Dominik Jonas, Daniel Knodel, Christine Kostin, Carina Martaler, Malin Nergiz, Leon Otto, Jule Petri, Lena Petri, Paulina Riffel, Eduard Romantschuk, Nadine Sancak, Jonas Schäck, Tim Sprink, Julia Strey, Katrin Tschernüsch, Arthur Unger
10B: Alfred Alberti, Evelyn Dauenhauer, Mesut Demir, Stefanie Dick, Leon Franke, Laura Fulde, Sophie Fulde, Anja Gehle, Franzisca Glaremin, René Guß, Virginia Hadasch, Tobias Hanf, Lea-Marie Haus, Timo Hoischen, Tobias Jakobi, Hannah Jordan, Vanessa Klein, Recep Kocan, Fiona Mathewson, Jonas Michaelis, Niklas Neugum, Claas-Maximilian Nicolaus, Marie Pütter, Maximilian Roxlau, Tobias Schütte, Oguzhan Taspinar, Kira von der Kall, Julius Wischer
10C: Rabail Ali, Aylin Berg, Daniel Born, Michelle Daßler, Vanessa Glanz, Toni Marvin Hefter, Luca Heise, Maurice Hünkemeier, Clarissa Jennebach, Sanem Kaya, Senem Kilinc, Vanessa Konradi, Rabea Laufs, Michael Neugum, Niklas Nolte, Robika Popal, Daniel Rechtin, Florian Rode, Lukas Schepelmann, Hendrik Schlichting, Peter Schünemann, Vanessa Seibel, Aria Sulayman, Bilgehan Taspinar, Tim Wenke, Lukas Wolf, Tugrul Yildirim, Melika Zaki,
10D: Markus Akbaba, Lea Aslan, Philipp Beine, Simon Bogatzki, Nils Bornhorst, Rico Corallo, Daniel Dobrjanski, Melissa Elija, Franziska Forell, Cathlyn Geiger, Khaled Jusofi, Melanie Koch, Yana Kravchenko, Eve Kufeld, Stefanie Lehmann, Ruben Maier, Linda Nergiz, Anne Neumann, Adrian Padberg, Timo Rech, Andreas Regehr, Julia Ron, Julia Schmidt, Lennart Steinbach, Matthias Sürig, Sven Winterroth, Viktoria Zirk,
10E: Chantel Bayes, Larissa Duscha, Charlotte Erdmann, Lukas Guerrera, Veronika Klein, Anna-Lena Krüger, Melina Lloqi-Benecki, Maximiliane Mag, Paula Mag, Marc Makarenko, Magdalena Marquitan, Melissa März, Maximilian Mirk, Marius Ochsenfarth, Nico Pape, Michelle Policht, Philipp Pott, Timm Rehermann, Nicole Reider, Mert Veysal, Jordan Vogt, Simon Wächter, Steven Wallace, Marek Wieczorek,
10F: Richard Angorn, Marvin Applegarth, Anne-Marie Aslan, Nour Ben Ameur, Christian Claes, John Drescher, Luca Düchting, Valeria Eichwald, Darleen Glasneck, Zadaf Habib, Noah Haeusler, Anna Helwig, Stefan Hofmann, Susanne Hofmann, Erik Klimov, Nicole Krause, Jessica Lieder, Jan Meister, Michelle Meyer, Luisa Otto, Waldemar Philippsen, Lisa Prescod, Kevin Ritter, Evelyn Ruder, Erika Schrepp, Lucas Tyler, Jannick Vazquez
© 2016 Neue Westfälische, Paderborn (Kreis), Montag 04. Juli 2016
 

An der Friedrich-Spee-Gesamtschule feiern 66 Abiturienten

Eine heitere Entlassfeier haben 66 Abiturienten, Lehrer und Gäste an der Friedrich-Spee-Gesamtschule in Paderborn gefeiert. Nach dem traditionellen Gottesdienst in St. Hedwig mit dem Thema »Das Leben ist (k)ein Wunschbrunnen« versammelten sich alle im Forum der Schule zur Zeugnisausgabe. Das Abi-Motto lautete »Abicetamol- Die Schmerzen haben ein Ende«. Die 66 Abiturienten und acht Schüler mit der Fachhochschulreife sind: Miriam Arras, Sarah Aslan, Divan Bag, Irina Balert, Lea Baron, Mohammad Bashizada, Tristan Baumfelder, Rene Baving, Sarah Bremsteller, Cankaya Cansu, Mathias Danho, Sean Day, Josef Demirel, Daniel Dors, Johannes Dursun, Kathin Dyck, Miriam Eberle, Larissa Eickhoff, Abbas Fakih, Elisabeth Fink, Alexa Fofie, Dennis Forell, Constance Gai, Jakob Geier, Jasmin
Glock, Sati Gökcek, Richard Gorny, Aurelia Griskewitz, Alina Hense, Helena Heyen, Dennis Horst, Laurenz Kamin, Adam Kara, Eva Kara, Stefan Käthler, Anton Klippenstein, Anna Klöpping, Kristina Kosov, Lara Kracht, Sabrina Krekeler, Dennis Kunstmann, Ruslan Lerch, Eugenia Löwen, Zana Magid, Katharina Malyschew, Jessica Meng, Dustin Merschmann, Elwin Moor, Joel Museba, Sobhan Nassery, Katrin Neufeld, Felix Neuhäuser, Sabrian Olmer, Philipp Otto, Sedef Özer, Timothy-William Pauli, Lena Peters, Fabian Prey, Christina Roschke, Mariam Sahak,
Paulina Scherer, Mike Schwindt, Habibbaker Sediqui, Angelo Sortino, Michelle Stalkowski, Alexander Sterzer, Chatuna Tamoev, Philipp Tegethoff, Elli Unger, Laura Vogt, Katharina Vollbracht, Jessica Wasem, Lea Wenke und Julia Wolf.

Westfälisches Volksblatt, 29.06.2016

Bürgermeister Dreier ehrt die besten Paderborner Abiturienten

Im großen Saal des historischen Rathauses hat Bürgermeister Michael
Dreier die besten Abiturienten empfangen. Zur Auszeichnung waren 42
Schüler ins Rathaus gekommen, um die Ehrung des Bürgermeisters entgegenzunehmen.
Zu den weiteren Gästen zählten Altbürgermeister Willi Lüke und dessen Enkeltochter Ursula Pöppel, Ehrenringträger Josef Hackfort, Vertreter des Rates und der Verwaltung sowie diverse Schulleiterinnen und Schulleiter.
Die Schüler kamen vom Goerdeler-, Pelizaeus- und Reismann-Gymnasium, dem Gymnasium St. Michael, Gymnasium Schloß Neuhaus und Gymnasium Theodorianum sowie von der Friedrich-Spee-Gesamtschule und der Gesamtschule Paderborn-Elsen, dem bib International College und dem Westfalen-Kolleg. Besonders beeindruckend ist die Leistung von Nebahat Cakir, die den Ehrenpreis des Deutschen Weiterbildungstages in der Kategorie »2. Chance« erhielt. Der Festredner Christoph Plass, Vorstand der Unity AG, betonte, dass nicht nur Lernen für die Zukunft wichtig sei, sondern zudem das Sammeln von Praxiserfahrung.
Außerdem riet er den Schülern, eine gute Work-Life-Balance zu finden, um  weiterhin so gute Leistungen bringen zu können. Einig war er sich auch mit Bürgermeister Michael Dreier, als dieser Konfuzius zitierte: »Wähle einen Beruf, den du liebst, und du brauchst keinen Tag in deinem Leben mehr zu arbeiten.«

Westfälisches Volksblatt, 28.06.2016

Rechnen mit dem Roboter

Wissenschaftstage an der Fürstenallee wieder ein Besuchermagnet


Von Manfred S t i e n e c k e, P a d e r b o r n (WV).
Dass Naturwissenschaften und Technik Spaß auch machen können, haben am Wochenende mehrere tausend Besucher bei den siebten Paderborner Wissenschaftstagen erlebt. An rund 100 Ständen und Aktionsbereichen konnten Kinder, Jugendliche und Erwachsene am Sonntag entlang der »Zukunftsmeile « an der Fürstenallee nach Herzenslust tüfteln, experimentieren oder einfach über pfiffige Versuchsaufbauten staunen.
 Teams von der Universität, Schulen, dem HNF oder anderen Einrichtungen präsentierten ihre lehrreichen und zum Teil verblüffenden Projekte. Das Schülerlabor »Cool Mint« hatte seinen Roboter »Nao« mitgebracht, der nicht nur gehen und winken, sondern auch sprechen und rechnen kann. Ausprobiert und gemessen werden konnten von Kindern die Leistung unterschiedlicher Windrad-Rotoren, die Energieeffizienz diverser Leuchtmittel oder die Geschwindigkeit einer bergab rollenden Holzeisenbahn.
Das Gymnasium Schloß Neuhaus führte einen wasserstoffbetriebenen »Mars-Rover« vor, und die Spee-Gesamtschule dokumentierte den Flug eines von ihr aufgelassenen Helium-Ballons, der aus bis zu 20 000 Metern Höhe Luftaufnahmen gemacht hat. Die Bergung des Datengeräts war anschließend schwierig, weil sich die Ballonhülle in einem Waldstück im Geäst einer 30 Meter hohen Buche verfangen hatte. »Wir haben den Baum dann gekauft und fällen lassen« erläutert Physiklehrer Dirk Beckert.
Im Außenbereich des HNF konnten sich die Jüngsten in ein elektrisch angetriebenes Bobby- Car setzen. Der Strom wurde von einem Solar-Anhänger geliefert. Zum Abschluss der Wissenschaftstage präsentieren Nachwuchsforscher der Universität heute ab 17.30 Uhr im Heinz-Nixdorf- Institut an der Fürstenallee »Wissenschaft in kleinen Happen «. In 14 allgemein verständlichen Kurzvorträgen erhält das Publikum Einblicke in aktuelle Forschungsgebiete.
Westfälisches Volksblatt 27.06.2016   Öffnet externen Link in neuem FensterBilderstrecke

Poetischer Besuch in Venedig

Spee-Gesamtschule eröffnet das Paderborner Schultheaterfestival mit Eigenproduktion
Von Manfred S t i e n e c k e   P a d e r b o r n (WV).
Mit einer Aufführung der Friedrich- Spee-Gesamtschule ist gestern das Paderborner Schultheaterfestival eröffnet worden. Bis morgen stehen fünf Inszenierungen im Paderborner Theater auf dem Spielplan.
Von der Grundschule bis zum Gymnasium reicht die Spanne der teilnehmenden Schulen – eine Vielfalt, die Theaterpädagoge Marguerite Windblut in seiner kurzen Begrüßung ausdrücklich lobte. »Wir freuen uns, dass wir Gruppen aus den verschiedensten Schulformen auf die Bühne bringen können«, sagte er bei der Eröffnung im fast voll besetzten Großen Haus. »Es ist wichtig, dass man ins Gespräch kommt und sich austauscht.
« Die Spee-Gesamtschule präsentierte mit zwei Kursen aus dem achten und dem zehnten Jahrgang eine sehr poetische Eigenproduktion. Ihr Stück »V wie Venedig« stellt die Blütezeit der Lagunenstadt in der Renaissance und im Barock der heutigen Situation gegenüber, in der Touristenströme aus aller Herren Länder den Sehnsuchtsort überschwemmen.
Moderiert von der Figur des Abenteurers Scaramouche in historischem Kostüm und mit der charakteristischen Schnabelmaske des Venezianischen Karnevals erlebten die Zuschauer – darunter alle Klassen der beiden agierenden Theaterjahrgänge – Impressionen aus dem alten Venedig, denen Szenen aus dem heutigen Touristenziel mit hastenden Reisegruppen und Nepplokalen gegenüber gestellt wurden.
Als zweite Gruppe zeigte gestern noch die Theater-AG des St.-Michael-Gymnasiums das Jugendstück »Letzte Warnung – A Long Way Home«. Heute kommt eine dritte Klasse der Grundschule Karl ins Theater. Sie führt um 11 Uhr im Theatertreff ihr Stück »Ein Schaf fürs Leben« für Zuschauer ab acht Jahren auf.
Morgen gibt es dann noch zwei Aufführungen eines vom Theater initiierten Schülertheater-Projekts (»Heldenmaterial 3.0«, 14 Uhr, Studio) sowie des Gymnasiums Theodorianum (»An der Arche um acht«, 16 Uhr, Großes Haus). Zum Abschluss des Festivals »Ansichtssache!« treffen sich die Nachwuchsschauspieler sowie Theaterfachleute um 18 Uhr im Theaterfoyer zu einer finalen Gesprächsrunde.
Auch nach jeder einzelnen Aufführung bietet das Paderborner Theater ein Forum für einen spontanen Gedankenaustausch, bei dem über das soeben Gesehene gesprochen werden kann. So erfuhren die Zuschauer am Montag, dass die rund 45-minütige Aufführung der Friedrich-Spee- Schule bei nur drei gemeinsamen Proben zur Bühnenreife gebracht worden ist. Zuvor hatten die beiden verschiedenen Jahrgangsstufen ihre jeweiligen Szenen getrennt einstudiert.
Viele jugendliche Besucher waren beim Schultheaterfestival zum ersten Mal überhaupt im neuen Paderborner Schauspielhaus. Vielleicht kommen einige von ihnen in der nächsten Spielzeit wieder. Der große Beifall jedenfalls zeigte, dass es ihnen gefallen hat.
© WESTFALEN-BLATT Nr. 136  PADERBORNER KULTUR Dienstag, 14. Juni 2016

Deutsche Bank schenkt Lesezeit

Im Rahmen der konzernweiten "Social Days" der Deutschen Bank unterstützt die Filiale Paderborn das erfolgreiche Projekt Lese-Zeit der Friedrich-Spee-Gesamtschule mit 1.000 Euro für neue Bücher. Das Besondere des Projekts ist es, dass Schüler Bücherwünsche äußern oder aus Lehrer-Empfehlungen wählen, was sie lesen möchten. Später stellen Lesescouts die Bücher Mitschülern vor. Filialdirektor Winfried Maas: "Es ist schön, helfen zu können und Schülern das Lesen schmackhaft zu machen".

© 2016 Neue Westfälische, 15 - Paderborn (Kreis), Dienstag 07. Juni 2016

Vermeintliche Naivitätmit bleischwerer Aussage

Finissage: Emell Gök Che stellt an der Friedrich-Spee-Gesamtschule aus.
Am Donnerstag zeigen Schüler ihre Sicht auf die Arbeit der Künstlerin

Paderborn. Arbeiten des Paderborner Multitalents Emell Gök Che sind in diesem Schulhalbjahr in der eigenen Galerie der Friedrich-Spee-Gesamtschule zu sehen. Sie stellt unter dem Titel "Identität und Aufbruch" einige ihrer Werke aus, wie die Schule mitteilt. Die Sicht der Schüler auf ihre Arbeiten wird bei der Sommerfinissage am Donnerstag, 9. Juni, präsentiert.

Die Bilder von Emell Gök Che erscheinen zunächst einmal als naive Malerei, die, möglicherweise durch Kinderhand gepinselt, keiner weiteren Erwähnung bedarf. Doch der vermeintlich naive Stil der Arbeiten rückt die bleischwere Thematik in ein neues Licht. Die Exponate kreisen um religiöse Konflikte und die Frage nach der individuellen Identität in unserer Zeit - und auch in unserer Stadt.

Da knutscht eine Moschee den Paderborner Dom und immer wieder tauchen geistliche Figuren und religiöse Symbole in den Bildern auf, dass der Betrachter zunächst irritiert und dann belustigt ist, aber anschließend mitunter nachdenklich weiter schreitet. Doch damit nicht genug: Die scheinbaren religiösen Gegner spielen Schere-Stein-Papier, während an anderer Stelle eine Tigerente unbeteiligt, ja fast dadaistisch in der Szene verweilt.

Immer wieder durchbricht Emell Gök Che die Bildebene, indem sie Schriftzüge anscheinend nachlässig in die Bilder pinselt. Doch darin liegt der Clou. "Rechtsdrehender Ökostrom" oder "Frieden oder ich schieße" karikieren bisweilen das Gemalte, so dass in die Betrachtung und Deutung mehr Leichtigkeit und ein ironischer Ton Einzug hält, der die Welt aushaltbar macht.

Nachdem Emell Gök Che weltbürgerlich Berlin, Istanbul und das Fernsehen für sich entdeckt hat und die Spee-Schule im November im Rahmen des Vorlesetags besuchte, entstand die Idee für eine weitere Zusammenarbeit. Nun ist die Künstlerin gespannt, was die Schüler mit ihren Werken anstellen, wenn sie dieses Schulhalbjahr nutzen, um ihre Sicht auf die Werke am 9. Juni zur Sommer-Finissage der Öffentlichkeit zu präsentieren.

© 2016 Neue Westfälische, 15 - Paderborn (Kreis), Samstag 04. Juni 2016

Computermuseum als Lernort für Schüler

Zusammenarbeit: Die Friedrich-Spee-Gesamtschule und das Heinz-Nixdorf-Museumsforum kooperieren.Im Computermuseum sollen unter anderem Fünftklässler künftig Teambuilding kennenlernen

Paderborn. Das Heinz-Nixdorf-Museumsforum (HNF) ist für Hunderte Schulen im Jahr Ziel von Bildungs- und Klassenfahrten. Nun hat die Friedrich-Spee-Gesamtschule Paderborn einen Kooperationsvertrag mit dem HNF geschlossen, um die Zusammenarbeit zu vertiefen.

Schulleiter Lothar Schlegel und HNF-Geschäftsführer Kurt Beiersdörfer unterzeichneten eine Vereinbarung, die das HNF als attraktiven außerschulischen Lernort der Schülerinnen und Schüler der Gesamtschule am Weißdornweg vorsieht. "Wir freuen uns, dass wir damit die Qualifikation als MINT-Schule NRW unterstreichen", betonte Schlegel nach der Vertragsunterzeichnung. Damit soll die Kompetenz von Schülern im Kultur- und Informationsbereich gefördert und insbesondere Interesse an Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik (MINT) geweckt werden.

"Das HNF ist seit einigen Jahren dabei, die Zusammenarbeit mit Schulen zu intensivieren. Die Spee-Schule ist die vierte Schule mit der wir eine so enge Kooperation vereinbart haben, weitere werden folgen", ergänzte Beiersdörfer.

Zukünftig sollen Schüler des Jahrgangs 5 an einem Projekttag das HNF auf den Spuren von Heinz Nixdorf wandeln und im Ahorn-Sportpark mit den Grundlagen des Teambuildings vertraut gemacht werden. Zudem steht der Besuch eines Moduls zur regenerativen Energie im Schülerlabor auf dem Tagesplan.

Das Schülerlabor coolMINT.paderborn, das vom HNF und der Universität Paderborn gemeinsam betrieben wird, steht im Mittelpunkt der Kooperation. Schüler beinahe aller Jahrgänge werden demnach in ihren spezifischen Wahlpflichtfächern das Schülerlabor besuchen und entsprechende Kurse belegen. So werden sich die Teilnehmer der Arbeitslehre Technik im Schülerlabor mit Maschinenbau befassen oder ein "Spurtmobil" programmieren. Die Fachschaft Geschichte der Gesamtschule wird ein Projekt erarbeiten, das mit dem Museumsbesuch verbunden ist.

Dies wird sich eventuell auch mit dem Namensgeber der Schule und der Verbindung zum HNF befassen, denn es war Heinz Nixdorf, der eine seiner Stiftungen den Namen Friedrich (von) Spee gab.

© 2016 Neue Westfälische, 15 - Paderborn (Kreis), Mittwoch 18. Mai 2016
 

Spee-Gesamtschüler wandeln auf den Spuren von Heinz Nixdorf


Die Friedrich-Spee-Gesamtschule Paderborn hat einen Kooperationsvertrag mit dem Heinz-Nixdorf-Museumsforum (HNF) geschlossen.
Zukünftig sollen Schüler des Jahrgangs 5 an einem Projekttag das HNF auf den Spuren von Heinz Nixdorf kennenlernen und im Ahorn-Sportpark mit den Grundlagen des Teambuildings vertraut gemacht werden. Zudem steht der Besuch eines Moduls zur regenerativen Energie im Schülerlabor auf dem Tagesplan. Das Schülerlabor coolMINT.paderborn, das vom HNF und der Universität Paderborn gemeinsam betrieben wird, steht im Mittelpunkt der Kooperation. Schüler beinahe aller Jahrgänge werden demnach in ihren spezifischen Wahlpflichtfächern das Schülerlabor besuchen und entsprechende Kurse belegen. So wird etwa die Fachschaft Geschichte ein Projekt erarbeiten, das mit dem Museumsbesuch verbunden ist. Dies wird sich eventuell auch mit dem Namensgeber der Schule und der Verbindung zum HNF befassen, denn es war Heinz Nixdorf, der eine seiner Stiftungen den Namen Friedrich (von) Spee gab. Das Foto zeigt Nils, Vanessa und Magnus aus der Klasse 5 a mit ihrem Direktor Lothar Schlegel (Zweiter von links), dem didaktischen Leiter Jürgen Gärtner (Zweiter von rechts), HNF-Geschäftsführer Dr. Kurt Beiersdörfer (links) und Stefanie Michaelis (HNF) beim Experimentieren im Schülerlabor des HNF.

 

Westfälisches Volksblatt vom 14.05.2016

Auf Rädern in Bewegung

Kooperation: Friedrich-Spee-Gesamtschule, Förderverein und LWL Wohnverbund

Paderborn. Wohin mit den alten Fahrrädern aus dem Paderborner Fundbüro? Kann man solche Fahrräder eigentlich überhaupt noch benutzen? Ja und zwar sehr gut - findet die Friedrich-Spee-Gesamtschule.

In Kooperation mit dem LWL Wohnverbund Paderborn wurden 15 Fahrräder, die die Stadt gespendet hat, wieder verkehrstauglich gemacht und in Schulfarbe lackiert. "Die Schüler auch im Alltag in Bewegung zu bringen", das ist das Ziel der Schule. Ausflüge in die nähere Umgebung sollen so klassenweise ermöglicht werden. Im Ergänzungsunterricht planen Schülerinnen und Schüler des 8. Jahrgangs Fahrradtouren und stellen sie ihren Mitschülern vor.

Das Projekt wird maßgeblich von den Sportlehrern Roudi Yousef und Jürgen Rama begleitet, die mit den Mitarbeitern des LWL Wohnverbundes die Fahrräder auswählten und die Qualität überprüften. Die Kosten für das Projekt trägt der Förderverein der Schule.

Die Fahrräder wurden von der Fahrradwerkstatt des LWL Wohnverbundes mit viel Liebe zum Detail fertiggestellt. Der LWL Wohnverbund betreibt seit Jahren eine eigene Fahrradwerkstatt in der psychisch- und suchterkrankte Menschen eine Beschäftigung finden. Da das Team der Fahrradwerkstatt demnächst in das neue Wohnheim am Goldgrund in die direkte Nachbarschaft ziehen wird, soll die neue Kooperation fortgeführt werden. Unter anderem müssen die Schulfahrräder regelmäßig gewartet werden.

© 2015 Neue Westfälische, 15 - Paderborn (Kreis), Montag 14. Dezember 2015
 

Buch erinnert an jüdische Waisenkinder

Gesamtschule Friedrich-Spee: Schüler lassen die dramatischen Schicksale ermordeter Jungen und Mädchen
nicht in Vergessenheit geraten.

Stolpersteine sollen die Geschichte wach halten
Von Karl-Martin Flüter

Paderborn. Die ermordeten Kinder aus dem jüdischen Waisenhaus in Paderborn sind weitgehend vergessen. Nun erinnert ein neues Buch an ihr Schicksal. Geschrieben haben es Jugendliche: Abiturienten der Friedrich-Spee-Gesamtschule in Paderborn. Mindestens 95 Kinder und Jugendliche suchten zwischen 1933 und 1942 in dem Waisenhaus an der Leostraße 3 Zuflucht vor den immer schlimmer werdenden Repressionen gegen die jüdische Minderheit. Viele waren nicht einmal zehn Jahre alt. Fast alle wurden ermordet.

Die Lebensgeschichten von 16 Kindern und Jugendlichen werden in dem gerade erschienenen Band wiedergegeben. Die kurzgefassten, präzisen Biographien wurden von Jugendlichen verfasst, die kaum älter sind als die Opfer von damals: Schülerinnen und Schüler, die in der Klasse 12 der Gesamtschule an einem Geschichtsprojektkurs teilgenommen haben.

Ausgangspunkt für ihre Recherchen war das Stadtarchiv in Paderborn. Dort lagern die Meldekarten. Davon ausgehend nahmen die Autoren Alina Hense, Katrin Neufeld, Philipp Otto und Lena Peters Kontakt mit den Archiven in den Heimatgemeinden der Opfer auf. Stück für Stück konnten sie so die Daten der einzelnen Lebensläufe zusammentragen.

Katrin Neufeld ist an einem freien Tag sogar zum Landesarchiv nach Detmold gefahren und hat Einsicht in die Wiedergutmachungsakten genommen. In diesen Dokumenten berichteten die überlebenden jüdischen Familien nach dem Krieg von ihrer Leidensgeschichte, um den Anspruch auf "Wiedergutmachung" der gestohlenen materiellen Werte zu begründen. "Vieles mussten die Familien in der Nazizeit unter Wert weggeben", sagt Katrin Neufeld. Die Historikerin Margit Naarmann hatte die Schüler auf das jüdische Waisenhauses hingewiesen, als sie in der Friedrich-Spee-Gesamtschule über die Geschichte der jüdischen Bevölkerung in Paderborn berichtete.

Man habe sich bewusst mit der Ausgrenzung und Verfolgung der jüdischen Bevölkerung vor Ort auseinandergesetzt, sagt Daniel Raths: "Es sind genau die Schicksale der Menschen von nebenan, die die Verbrechen von damals für Jugendliche von heute begreifbar machen."

Mit dem Schicksal der Kinder im jüdischen Waisenhaus hat sich die Gesamtschule ein Thema gesucht, das bislang kaum wissenschaftlich aufgearbeitet wurde. In den 1930er Jahr wurde das Waisenhaus immer mehr zu einem Fluchtpunkt. Bald gingen alle jüdischen Kinder dort zum Unterricht, weil sie von öffentlichen Schulen verwiesen wurden.

Die letzten zwanzig Kinder wurden im Sommer 1942 zum Auszug gezwungen, nachdem die Stadt das Gebäude gekauft hatte. Sie übersiedelten nach Ahlem bei Hannover, einer Sammelstelle vor der Deportation. Kaum ein Kind ist der Vernichtung entkommen.

Schon jetzt haben die Schüler aus ihrer Arbeit konkrete Konsequenzen abgeleitet. Sie fordern, dass Stolpersteine vor den Paderborner Häusern angebracht werden, in denen verfolgte Juden zuletzt gewohnt haben.

"Die jüdische Kultusgemeinde hat bereits ihre Zustimmung zugesichert, mit der Stadt stehen wir im Gespräch", teilt die Schule in ihrer Presseerklärung mit.

Gespannt warten die Abiturienten nun auf die weitere Entwicklung. Ihr Buch hat das Schicksal der Kinder aus dem jüdischen Waisenhaus dem drohenden Vergessen entrissen. Nun sollen auch an dem Grundstück, auf dem das Waisenhaus stand, Stolpersteine daran erinnern, dass hier vor nicht mal 75 Jahren junge Menschen Zuflucht suchten - bevor auch sie erbarmungslos ermordet wurden.

© 2015 Neue Westfälische, Paderborn (Kreis), Mittwoch 09. Dezember 2015

 

Öffnet internen Link im aktuellen FensterDas Buch kann im Shop bestellt werden.

Tag der offenen Tür mit neuen Angeboten

Paderborn. Am kommenden Samstag, 14. November, findet von 10 bis 13 Uhr der Tag der Offenen Tür an der Friedrich-Spee-Gesamtschule statt. Für die Eltern, deren Kinder zum Schuljahresende das vierte Schuljahr verlassen und an eine weiterführende Schule wechseln werden, findet im Forum der Schule um 10 Uhr ein Einführungsvortrag statt.

Anschließend werden Führungen durch die Schule angeboten. Das Lehrerteam wird einige Neuerungen vorstellen. Seit dem Frühjahr ist die Friedrich-Spee-Gesamtschule MINT-Schule mit Brief und Siegel: Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik werden verstärkt angeboten. Naturwissenschaftliche Experimente und Laborarbeiten werden in Kooperation mit dem cool-MINT-Labor des Heinz-Nixdorf-Forums durchgeführt.

Eine weitere bedeutsame Kooperation ist die Schule mit dem Theater Paderborn eingegangen: Das Wahlpflichtfach "Darstellen und Gestalten" sowie der Literaturunterricht in der gymnasialen Oberstufe werden durch Theaterbesuche, Probenbesprechungen und den Einsatz von Theater-Scouts unterstützt. Die Förderung besonders begabter Kinder wird ebenfalls zu einem Profilbaustein der Schule. Wer in Sport, Musik, Sprachen, Kunst oder Naturwissenschaften zu den Spitzen gehört, erhält ein individuelles Ausbildungsprogramm.

Schüler der zehnten Klassen der Haupt- und Realschulen, die sich für eine Fortsetzung der Schullaufbahn in der Gymnasialen Oberstufe interessieren, werden von Oberstufenleiter Georg Blum und den Jahrgangsstufenleitern informiert. Außerdem stehen die Mitglieder der Schulleitung und Fachlehrer für eine individuelle Beratung zur Verfügung. Vertreter der Schulpflegschaft und des Fördervereins bieten zusätzlich Gesprächsmöglichkeiten an.

Präsentiert werden die Europa-Projekte und AGs wiedie Spee-Imkerei

Neben Informationsveranstaltungen zeigt die Gesamtschule einen Ausschnitt aus ihrem Schulprogramm. Außerdem steht die Präsentation der Europa-Projekte und der Arbeitsgemeinschaften, wie etwa der Spee-Imkerei, auf dem Stundenplan. Schüler bringen Ausschnitte aus dem aktuellen Programm der Kurse "Darstellen und Gestalten" auf die Bühne. In der Sporthalle werden ein Hochsprungwettbewerb und Akrobatik gezeigt. Schulpflegschaft und Förderverein informieren über ihr Engagement an der Gesamtschule.

© 2015 Neue Westfälische, 15 - Paderborn (Kreis), Mittwoch 11. November 2015
 

Schüler erobern die Stratosphäre

Außergewöhnliches Projekt der Friedrich-Spee-Gesamtschule


Paderborn. Spektakuläres Experiment: Neuntklässler des Wahlpflichtkurses Naturwissenschaften der Friedrich-Spee-Gesamtschule und ihr Physiklehrer Benjamin Eke haben einen Ballon in die Stratosphäre aufsteigen lassen.

Mit der kleinen Styroporkapsel unter dem Ballon wurden Sensoren, ein GPS-Datenlogger und eine HD-Videokamera auf die Reise geschickt. Inzwischen sind die ersten Daten ausgewertet: Der mit Helium gefüllte Ballon erreichte eine Gipfelhöhe von 20.000 Meter. Dann riss die Ballonhülle, die sich wegen des geringen Drucks in der großen Höhe auf etwa 12 Meter ausgedehnt hatte, stürzte am Kameraobjektiv vorbei und öffnete den Fallschirm.

Auf der Erde warteten die Schülerinnen und Schüler gespannt auf ein Signal der Kapsel. Sie hatten ausgerechnet, dass der Ballon für die gesamte Reise etwa zwei Stunden braucht. Ein GPS-Gerät an Bord konnte seine Position per SMS an das Suchteam senden. Die Überreste des Ballons und die Kapsel waren 70 km vom Startplatz entfernt bei Polle an der Weser niedergegangen. Das Suchen begann. In einem Waldgebiet bei Bervörde: Vanessa Klein, David Bergmann und Niklas Neugum durchkämmten den Wald. Die Koordinaten waren inzwischen auf empfindliche Outdoor GPS Geräte übertragen worden. Schließlich sichtete Niklas den roten Fallschirm in der Baumkrone einer Eiche, Vanessa entdeckte die Verbindungsschnur zur Kapsel auf einer Buche und die Kapsel ca. 28 Meter über dem Waldboden.

"Keine Chance daran zu kommen", stelle David fest. Es folgte Detektivarbeit:, Förster finden, Waldbesitzer suchen, Alternativen abwägen, Baumkletterer beauftragen oder Baum fällen? Der Waldbesitzer zögerte. Keine gute Zeit einen Baum zu fällen. Schließlich einigten sich alle Beteiligten: Die Schule kaufte den Baum und ließ ihn fällen.

Kamera und Datenlogger hatte die Reise unbeschadet überstanden. Im nächsten Schuljahr können die Daten ausgewertet werden. Gefördert wurde das etwa 1.000 Euro teure Projekt von der Sparda Bank. Mehr Bilder und ein Video gibt es auf der Homepage der Schule www.speepb.de

© 2015 Neue Westfälische, Paderborn (Kreis), Donnerstag 18. Juni 2015
 
 

Dem Himmel so nah

MINT-Projektgruppe der Friedrich-Spee-Gesamtschule schickt Ballon in Stratosphäre

Von Besim Ma z h i q i
P a d e r b o r n (WV). Vorsichtig lässt Kira die lange Schnur aus der Hand gleiten. Im nächsten Augenblick ist es schon so weit: Ein Stratosphärenballon bahnt sich unaufhaltsam den Weg gen Himmel.
Unaufhaltsam?
Schrecksekunde bei den Neuntklässlern der Friedrich-Spee-Gesamtschule. Alle halten den Atem an. Der Wind drängt ihr Naturwissenschaftsprojekt in Richtung Fahnenmast auf dem Schuldach. Ein halbes Jahr Arbeit, intensive eschäftigung mit der AtmosphärenGrenze und den Gegebenheiten, dem Bau einer Sonde, die Messdaten über Luftdruck, -feuchtigkeit und -temperatur bis in 35 000 Metern Höhe liefern soll, drohen beim Zusammenstoß schon Sekunden nach dem Start zunichte zu gehen.
»Ahhhhh«, schreit Kira – und es hilft. Der mit 3600 Litern Helium gefüllte Ballon schrammt knapp am Mast vorbei. Glückliches Aufatmen bei Schülern und Lehrern. Auch bei Benjamin Eke, dem Physik- und Mathelehrer, der das Projekt mit den Schülern erarbeitet hat. »Die Gruppe hat berechnet, dass die Temperatur schnell auf bis zu minus 60 Grad fallen kann«, sagt der 30-Jährige. Auch der Luftdruck sinke, wodurch der Ballon auf einen Durchmesser von etwa
zehn Metern anschwelle. Und dann? »Dann platzt er«, sagt Schülerin Vanessa. Und kommt hoffentlich nach ein paar Stunden in unglaublicher Höhe sicher an einem Fallschirm wieder herunter. Wo, das erfahren die Schüler per SMS:
»Die Sonde ist nicht nur mit Messgeräten ausgestattet, sondern auch mit einem GPS-Sender. Bei Anruf schickt er uns seine Position aufs Handy«, sagt Eke.
Gespannt ist die Projektgruppe auch auf das Videomaterial, das die Ballonfahrt zeigt. Die HD-Aufnahmen sollen später spektakuläre Bilder liefern. »Dass man die Erdkrümmung so gut sehen kann, finde ich spannend«, sagt Kira.
Aufregend sei auch die papierlose Arbeit während des Projekts gewesen. »Alle Schüler haben nur mit Tablets gearbeitet«, berichtet Jürgen Gärtner, didaktischer Leiter. Möglich wurde das Projekt durch eine 1000-Euro-Spende der Sparda-Bank. Nach der Auswertung der Daten sollen die Ergebniss in der Schule ausgestellt werden.
Öffnet externen Link in neuem FensterMehr FOTOS im Internet, www.westfalen-blatt.de

Ministerin zeichnet Spee-Schule aus

Friedrich-Spee-Gesamtschule darf sich jetzt MINT-Schule nennen. In Düsseldorf ist sie von Schulministerin Sylvia Löhrmann zertifiziert worden. Der Preis wird ausgelobt vom Bildungswerk der Nordrhein-Westfälischen Wirtschaft (BWNRW) und der Landesvereinigung sowie dem Unternehmensverband NRW. Die Friedrich-Spee-Gesamtschule ist nun eine von landesweit fünf zertifizierten Gesamtschulen mit einem breiten Spektrum an MINT-Angeboten. MINT heißt Mathematik, Naturwissen-schaft und Technik und umfasst auch die Angebote zur Berufswahlvorbereitung. Spee-Schüler können an einer entsprechenden AG teilnehmen, Präzisionsteile mit einer computergesteuerten Fräse herstellen, sie nehmen an Wettbewerben in Mathematik, Physik, Informatik und Technik teil und haben die Möglichkeit, ein Praktikum an Partnerschulen in Finnland oder Estland zu absolvieren. Im europäischen Bildungsprojekt»Erasmus Plus« erproben Spee-Schüler mit Jugendlichen aus Estland,Finnland, Kroatien und Spanien, wie man sich am besten auf Beruf oderStudium vorbereiten kann. Das Foto zeigt (von links) Dietmar Meder (Bil-dungswerk), Ministerin Sylvia Löhrmann, Jürgen Gärtner (didaktischerLeiter), Lucille Lutz (MINT-AG, Jg. 8), Lothar Schlegel (Schulleiter).

 

Westfälisches Volksblatt Paderborn, 08.06.2015

Friedrich Spee jetzt eine MINT-Schule

Netzwerk weiter ausgebaut / Feier in Düsseldorf
Paderborn. In Düsseldorf fand die Zertifizierungsfeier für das Exzellenznetzwerk MINT Schule des Bildungswerks der Nordrhein-Westfälischen Wirtschaft (BWNRW) und der Landesvereinigung der Unternehmensverbände NRW statt. Schulministerin Sylvia Löhrmann überreichte gemeinsam mit dem Vorsitzenden des Bildungswerkes, Dietmar Meder, zehn Schulen das Gütesiegel Mint Schule NRW.
Die Friedrich-Spee-Gesamtschule Paderborn ist nun eine von landesweit fünf zertifizierten Gesamtschulen mit einem breiten Spektrum an MINT-Angeboten (MINT heißt Mathematik, Naturwissenschaft und Technik und umfasst auch die Angebote zur Berufswahlvorbereitung).
Spee-Schülerinnen und Schüler können an einer MINT-AG teilnehmen, Präzisionsteile mit einer computergesteuerten Fräse herstellen, sie nehmen an Wettbewerben in Mathematik, Physik, Informatik und Technik teil und haben die Möglichkeit, ein Praktikum an Partnerschulen in Finnland oder Estland zu absolvieren.
Im europäischen Bildungsprojekt Erasmus Plus "Inspiring Studies and Future Careers" erproben Spee-Schüler mit Jugendlichen aus Estland, Finnland, Kroatien und Spanien, wie man sich am besten auf Beruf oder Studium vorbereiten kann.
Und auch hier vermittelt MINT-Bildung Schlüsselkompetenzen (mehr auf www.speepb.de).
Das Netzwerk MINT SCHULE NRW umfasst insgesamt 76 Schulen, davon 13 Hauptschulen, 43 Realschulen und 20 Gesamtschulen. Den Netzwerkschulen steht ein vielfältiges Förderangebot für Schülerinnen und Schüler, Lehrkräfte und Schulleitungen zur Verfügung, das von "unternehmer nrw" unterstützt wird.

© 2015 Neue Westfälische, Paderborn (Kreis), Donnerstag 04. Juni 2015
 

Elegant am Palmenstrand

Beim Schultheaterfestival spielen sich die teilnehmenden Gruppen die Bälle zu

von dietmar gröbing

Paderborn. Der Schulalltag wird nicht selten von gleichförmigen Abläufen und Mustern bestimmt. Da ist das Theaterspielen eine willkommene Abwechslung. Kann man das Erprobte anschließend auf großer Bühne vorführen, fällt die Motivation umso größer aus. Wie beim diesjährigen Schultheaterfestival spürbar wurde.
Mit viel Herzblut und Leidenschaft widmeten sich die auftretenden Schulklassen der Bewältigung ihrer dramaturgischen Vorlagen. Dabei streifte man verschiedene Genres, verarbeitete sowohl das Fach der Komödie wie der gesellschaftskritischen Textur. Hinzu kam ein abschließender Poetry Slam, der hoch über der Stadt zu einem Sky Slam avancierte. Im Theatertreff des Paderborner Schauspielhauses am Neuen Platz wetterten diverse Teilnehmer unter der Federführung von Dean Ruddock um die verbale Vorherrschaft.
Das eigentliche Geschehen ging vorher über die Bühne des großen Hauses, das am Montag mehrere hundert Neugierige aufnahm. Los ging es am Vormittag mit der Inszenierung "Computerwelten" der Friedrich-von-Spee-Gesamtschule. Der 8. Jahrgang der Lehranstalt tauchte per Bildtheater in die digitale Welt ein und ab. Was für zwei männliche Protagonisten mit dem schleichenden Verlust der Realität einher ging - schrittweise verlor man den Kontakt zur Basis. Es folgte die Verwahrlosung von Körper und Geist.
Darauf ließ sich nur mit einer Sommerfrische antworten. Was die Gesamtschüler anhand des Stücks "Bilder vom Meer" taten. Die Darsteller- und Gestaltenkurse der Jahrgänge 7 und 10 packten ihre Koffer und fuhren an die See. Was sich im Zuge der mediterranen Passage alles ereignete, wurde mit Hilfe von zwölf wortlosen Szenen veranschaulicht. Ein Dutzend Mal tauschte man die häusliche Umgebung gegen einen Sehnsuchtsort, der hielt, was er versprach.
Als Sehnsuchtsort lässt sich auch das TV-erprobte "Traumschiff" bezeichnen. Die per Luxusliner angelaufenen Regionen und Häfen besitzen jede Menge Schauwerte, die für sich genommen jedoch nur bedingten Unterhaltungswert haben. Also werden sie mit menschlichen Schicksalen verknüpft. Das führt nicht selten zu einer aufgesetzten wie unfreiwillig komischen Note, die die Kreativabteilung des Pelizaeus-Gymnasiums aufgreift und zugleich auf die Spitze treibt.
Keine leichte Aufgabe, scheint die Parodie einer Parodie doch von vorn herein redundant. Einzige Lösung: Man dreht kräftig an der Satireschraube und treibt das Karikierte in Richtung überkandidelte Farce.
Genau das taten die Teilnehmer des Q1-Literatur-Theater-Kurses, als sie unter Führung von Kapitän Senkblei in See stachen. Eisberge waren am Montagabend zwar weit und breit keine in Sicht, wohl aber jede Menge Konflikte. Die blies die Crew im Sinne des Erfinders zu großen Dramen auf, wobei zwischen den Eckpunkten Verbrechen, Krankheit und Herzschmerz kein Klischee außen vor blieb.

© 2015 Neue Westfälische, Paderborn (Kreis), Dienstag 19. Mai 2015

 

 

Spee-Schüler erwerben Lizenz

Lokalsport

SPORTAUSBILDUNG: Gemeinschaftsprojekt von Schule und Kreissportbund


Kreis Paderborn (NW). Im Rahmen eines neu eingerichteten Projektkurses zu Beginn des Schuljahres 2014/2015 haben 27 Oberstufenschülerinnen und -schüler der Friedrich-Spee-Gesamtschule die Teilnahmebescheinigungen für das Basismodul der Übungleiter-C-Lizenz erhalten.

Somit haben die freiwilligen Teilnehmer den ersten Teil der Ausbildung absolviert und werden im nächsten Schuljahr mit dem Aufbaumodul die außerschulische, kostenfreie Zusatzqualifikation abschließen. Diese Möglichkeit hat sich aus einer Zusammenarbeit seitens der Gesamtschule mit dem KreisSportBund Paderborn ergeben.

Der Referendar Ronny Arnoldt der seit 2010 ebenfalls als Lehrreferent in der Übungsleiter-C-Ausbildung tätig ist, hatte die beiden Institutionen im Sommer zusammengebracht und das "Projekt ÜLC" ins Leben gerufen. "Das Interesse war überwältigend. Bei der ersten Informationsveranstaltung waren über 50 Schülerinnen und Schüler. Wir mussten die Plätze für den Projektkurs auslosen.", so der Lehramtsanwärter. In der Folgezeit wurden die angehenden Übungsleiter im Ganztagsbetrieb wöchentlich drei Stunden ehrenamtlich geschult und haben Kompetenzen in den Bereichen Sportwissenschaft, Methodik, Leiten von Gruppen, Organisation von Sportveranstaltungen und Persönlichkeitsentwicklung erlangt. Anerkennend konnte Carmen Popp ) vom KreisSportBund Paderborn nach den Osterferien die Zertifikate für das Basismodul überreichen: "Die Sportregion Paderborn benötigt stets Übungsleiter im Breitensport und wir freuen uns sehr über das große Engagement der Schülerinnen und Schüler der Friedrich-Spee-Gesamtschule." Auch Schulleiter Lothar Schlegel begrüßt das Projekt: "Mit diesem innovativen Konzept bieten wir unseren Jugendlichen ein weiteres Zusatzangebot im Ganztagsunterricht und begeistern sie für die Arbeit im Vereinssport.", lobt er auch die gelungene Zusammenarbeit mit dem KSB Paderborn.

© 2015 Neue Westfälische, Paderborn (Kreis), Mittwoch 29. April 2015

 

 

Werbung für Französisch

Besuch von Morgan Ringot aus Lille in Nordfrankreich hatten 100 Schülerinnen und Schüler der Friedrich-Spee Gesamtschule. Mit seinem "France Mobil" machte er lebendige Werbung für die französische Sprache sowie Land und Leute. Das scheint auch bitter nötig: Französisch als zweite Fremdsprache zu erlernen, ist unter Schülern immer weniger beliebt. Dank der Initiative France Mobil werden jährlich tausende von Schülern von lebhaften Muttersprachlern begeistert, die nicht nur das Interesse für europäische Länder wecken, sondern auch an der Leichtigkeit des anfänglichen Sprachenlernens ansetzen.

© 2015 Neue Westfälische, Paderborn (Kreis), Freitag 17. April 2015

 

 

Innovation aus der Region

Bausatzübergabe für den Bobby-Car-Solar-Cup

von Alexander Thiemann

Paderborn. Der Verband Deutscher Ingenieure (VDI) und Energie Impuls OWL veranstalten erstmals in ganz OWL den Bobby-Car-Solar-Cup.

Mit kreativen Ideen und technischem Geschick betreiben ausgewählte Schüler ihr Gefährt mit einem Elektromotor und veranstalten ein Rennen. Nun erhielten die Teams aus den Kreisen Paderborn und Höxter ihre Bausätze im Benteler Aus- und Weiterbildungszentrum.

Insgesamt über 140 Schülerinnen und Schüler und 25 Partnerunternehmen wurden von den Veranstaltern ausgewählt, um am 29. August mit ihren selbst gebauten Solar-Flitzern zum Abschlussrennen auf dem Betriebsgelände der Stadtwerke Bielefeld anzutreten. Mit dabei ist auch die Friedrich-von-Spee-Gesamtschule. "Ich freue mich darauf, mit Freunden zusammen an diesem Projekt zu arbeiten. Es wird bestimmt faszinierend sein, wenn man sieht, wie das, was man selbst gebaut hat, später auch fährt", sagt Schüler Nils Bornhorst. Teilnehmen darf jeder aus den Klassenstufen 9 bis 13. Ausgerüstet werden die Teams vom Veranstalter mit einem Bobby Car, elektrischem Antriebsmotor, Regler sowie einem Photovoltaik-Bausatz im Gesamtwert von je 1.000 Euro. Voraussetzung für die Teilnahme ist die Kooperation mit einem Unternehmen der Region. Bis zum Kräftemessen ist von den Schülern ein renntaugliches Gespann zusammen zu bauen, das in seiner Konzeption mit einem Elektromotor den Blick für zukünftige Energieprobleme schärfen soll.

Eine Jury beurteilt die Bobby Cars einen Tag vor dem Wettbewerb. Hierbei wird der Fokus beispielsweise auf dem optischen Design und der technischen Dokumentation liegen. Am Renntag werden die Gewinner in den Bereichen Schnelligkeit und Geschicklichkeit gekürt. "Wir setzen hierbei in den Betrieben an und hoffen darauf, dass die Schüler eine Orientierung für ihre Berufswahl erhalten. Schließlich arbeiten sie ja eng mit Unternehmen im technischen Bereich zusammen", sagt Raymund Koch von der Agentur für Arbeit. Mit den Bausätzen kann bis zum Rennen von nun an fünf Monate lang getüftelt werden.

© 2015 Neue Westfälische, Paderborn (Kreis), Donnerstag 09. April 2015

 

 

Lehrer aus vier Ländern zu Gast

Mit Erasmus-Projekt sollen die MINT-Fächer gestärkt werden


Paderborn. Gemeinsam mit Jürgen Gärtner, Didaktischer Leiter der Friedrich-Spee-Gesamtschule, hat Bürgermeister Michael Dreier Lehrer aus Finnland, Estland, Spanien und Kroatien in Paderborn begrüßt. Das internationale Lehrertreffen ist durch das Erasmus Plus Projekt "Inspiring Studies and Future Careers" entstanden und dient dem Austausch von Erfahrungen.

Das Projekt stellt die Anstrengungen der Schulen in den Mittelpunkt, ihre Schüler bestmöglich auf den Arbeitsmarkt der Zukunft vorzubereiten. Dazu gehört moderner projektorientierter Unterricht in den MINT-Fächern (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik) sowie eine individuelle Schullaufbahnberatung und eine Übergangsbegleitung für die Zeit zwischen der Schule und einer Ausbildung oder einer weiterführenden Schule.

Als gelernter Elektriker und Elektroingenieur mit einer gewissen Affinität zu den MINT-Fächern fühle er sich bei diesem Thema persönlich besonders angesprochen, betonte Dreier. Paderborn als Universitätsstandort ist bereits international gut aufgestellt. Rund 10 Prozent der Studenten an den Hochschulen haben ihr Abitur nicht in Deutschland gemacht.

Es bestehen auch Angebote, wie das internationale Abitur am Gymnasium in Schloß Neuhaus. Durch die Vielzahl an Arbeitsplätzen in der wachsenden IT-Branche haben MINT-Fächer in Paderborn eine wichtige Funktion. Des Weiteren lobte Bürgermeister Dreier die ausgeprägte Kooperation zwischen den Unternehmen und Schulen. "Paderborn ist eine Zukunftsstadt was neue Technologien angeht", sagte Dreier.

Lehrer von der Gesamtschule Friedrich-von-Spee werden im Rahmen des Erasmus-Projekts gemeinsam mit einer kleinen Anzahl an Schülern zum Erfahrungsaustausch nach Finnland reisen. Weitere Treffen in Estland und Spanien sind bereits in Planung.

© 2015 Neue Westfälische, Paderborn (Kreis), Dienstag 10. März 2015

Schüler reisen ans Meer

Paderborn. Mit der Inszenierung "Bilder vom Meer" haben die Darstellen-und-Gestalten-Kurse der Jahrgänge 7 und 10 der Paderborner Friedrich-Spee-Gesamtschule das Publikum zu einem Theater-Ausflug ans Meer entführt. Die rund 70 Schauspielern unter der Leitung ihrer Lehrer Manuel Wibbeke und Michael Aßmann boten ein rund einstündiges Potpourri aus gefühlvollen und amüsanten Szenen, das kurzweilig mit vielen Pointen zu unterhalten wusste. Dem Kofferpacken und der langen Autobahnfahrt mit Pannen und Picknick folgen erste Expeditionen an den abendlichen Strand mit Ballspielen, kompliziertem Aufbau von Liegestühlen, ausgiebigem Sonnenbaden und ersten Begegnungen auf der Strandpromenade. Das Strandleben wurde in 13 zumeist sehr humoristischen Szenen lebendig und selbst das plötzliche Auftauchen eines aus den Nebelschwaden herausragenden weißen Hais konnte durch die Rettungsaktionen einer Baywatch-Crew überstanden werden. Im Mai kann "Bilder vom Meer" noch einmal während der Schultheatertage Paderborn im großen Saal des Paderborner Theaters angeschaut werden.
© 2015 Neue Westfälische, Paderborn (Kreis),
Freitag 13. Februar 2015
 

Das »Von« ist weg

»Friedrich-Spee-Gesamtschule« trägt jetzt einen bürgerlichen Namen

P a d e r b o r n (ecke). Die Gesamtschule am Kaukenberg trägt jetzt einen bürgerlichen Namen und heißt nur noch »Friedrich-Spee-Schule«. Auf das adlige »von« im Namenszug wird verzichtet. Dafür bekommt die Schule bald eine wertvolle Spee-Statue.


Schulleiter Lothar Schlegel »Wir sind momentan noch mit der Namensumstellung beschäftigt «, sagt Schulleiter Lothar Schlegel. Nachdem der Stadtrat im November die Namensänderung
beschlossen hat, müssen nun Adressen,Schilder und Broschüren umgestellt oder erneuert werden.Auf den Briefkopf der Schule hat es »Friedrich Spee« schon geschafft.
Auch die EMail-Adresse ist inzwischen aktualisiert worden.
Auf der Internetseite der Schule findet sich aber natürlich in vielen älteren Einträgen immer noch die ehemalige Bezeichnung.
Dass es überhaupt zur Namensänderung kam, ist eigentlich aufmerksamen Schülern zu verdanken, die sich mit der Geschichte des Namensgebers beschäftigt haben. Bei ihren
Nachforschungen konnten sie zeigen,dass sich der Jesuitenpater, Wissenschaftler und Dichter selbst stets nur »Friedrich Spee« genannt hat.
Der historisch falsche Namenszusatz »von« hat sich erstnach seinem Tod eingeschlichen.Auch der heute oft verwendete Zusatz »von Langenfeld « oder »zu Langenfeld« ist bei Friedrich Spee historisch nicht belegt. Getragen wurde er nur von den Linien der Spee-Familie, die den Landsitz auch bewohnten.
»Folglich ergibt sich, dass der spätere Jesuitenpater Friedrich als Zunamen weder ein 'von' noch das 'zu Langenfeld' im Namen
trug, sondern lediglich als 'Spee'zu bezeichnen ist«, heißt es auf der Intenetseite der Schule.
Die Bereinigung des Schul-Namens soll nach Angaben von Lothar Schlegel gegen Ende des Schuljahres mit einer Feierstunde begangen werden, in der auch eine der Schule vermachte Spee-Statue enthüllt werden soll. Dabei handelt es sich um eine kleinere Kopie der Bronzefigur, die 1994 vor der Bank für Kirche und Caritas am Kamp in Paderborn
aufgestellt worden ist. Die etwa 50 Zentimeter hohe Figur stammt vom selben Künstler, dem 2008 gestorbenen Beckumer Bildhauer Heinrich Gerhard Bücker.Stifterin der kleineren Spee-Figur, die nach Angaben von Schlegel an repräsentativer Stelle im Schulgebäude aufgestellt werden soll, ist die Paderborner Historikerin Dr. Margit Naarmann.

Westfalen-Blatt Paderborn, 11.02.2015

 

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In den Urlaub geträumt

Theaterprojekt der Spee-Gesamtschule führt ans Meer

P a d e r b o r n (WV). »Bilder vom Meer« an einem kalten Winterabend zu zeigen, braucht nicht nur beim Publikum viel Phantasie und Imaginationskraft. Doch der Theater- Ausflug der Friedrich-Spee- Gesamtschule an den Strand wurde zu einem kurzweiligen Vergnügen für alle Beteiligten.

Die »Darstellen-und-Gestalten«- Kurse der Jahrgänge 7 und 10 unternahmen auf der Bühne eine Urlaubsreise in den sonnigen Süden. Die Musik von Charles Trenets Chanson »La Mer« war noch nicht ganz verklungen, als das Schrillen einer Schulglocke das Publikum aus den ersten Sommerträumen riss und eine Gruppe von Schülern laut »Ferien!« rufend durch die Reihen lief, um sich sodann zur Beratung der anstehenden Urlaubspläne im heimischen Wohnzimmer einzufinden. Der Plan, ans Meer zu fahren, wurde in der nachfolgenden Traumszene in den Gefühlswelten eines kleinen Mädchens sichtbar, das sich in eine Welt voller Nixen, riesiger Meeresfische und Taucher träumte.

Dem großen Kofferpacken und der langen Autobahnfahrt mit Pannen und Picknick folgten dann erste Expeditionen an den abendlichen Strand mit Ballspielen, kompliziertem Aufbau von Liegestühlen, ausgiebigem Sonnenbaden und ersten Begegnungen auf der Strandpromenade. Dabei musste dem ersten Gang ins Wasser eine tänzerische Duschszene vor riesigen und sehr lebendig wirkenden Wasserschläuchen vorangehen, die den jungen Akteuren sichtlich Vergnügen bereitete.

In insgesamt 13 zumeist sehr humoristisch dargebotenen Szenen wurde das Strandleben mit all seinen schönen Seiten lebendig, und selbst das plötzliche Auftauchen eines aus den Nebelschwaden heraus schwimmenden weißen Hais konnte durch die Rettungsaktionen einer Baywatch- Crew glücklich überstanden werden. Gerade auch die perfekt einstudierte Tanzszene der »Octodads mit ihren bezaubernden Octopussis « veranlasste das Publikum zu starkem Szenenapplaus.

Dass zum Schluss der unterhaltsamen Revue der ganze exotische Urlaubsreigen zurückgeführt wurde auf ein doch recht bescheiden daher kommendes Hinterhofidyll mit kleinem Swimmingpool und sparsamer Wasserzufuhr aus zwei Gießkannen, wurde noch durch eine Gesangsdarbietung einer Schülerin unterstützt, die den ganzen Sommerurlaub als »Somewhere Over the Rainbow« ins Reich der Träume versetzte.

Den rund 70 Darstellern gelang unter der Leitung ihrer Lehrer Manuel Wibbeke und Michael Aßmann mit der leichtfüßig daherkommenden Theatershow »Bilder vom Meer« ein rund einstündiges Potpourri aus gefühlvollen und amüsanten Szenen, das das Publikum mitriss und kurzweilig mit vielen Pointen zu unterhalten wusste.

Im Mai besteht noch einmal die Gelegenheit, während der Schultheatertage dieses Theaterspektakel im großen Saal des Paderborner Theaters zu erleben.  veranstaltende Agentur aus Münster mitgeteilt. Oerding kommt im Rahmen seiner »Alles brennt«- Tour nach Paderborn. Der Musiker war bereits mit Joe Cocker auf Tour und hat beim »Bundesvision Song Contest« den zweiten Platz belegt.

Westaflen-Blatt Paderborn, 10.02.2015

Inklusion gerät ins Stocken

An Paderborns Schulen gibt es nicht ausreichend Plätze für gemeinsames Lernen (von Katharina Bätz)

Paderborn. Die Kapazitäten der vier weiterführenden Schulen in Paderborn, die gemeinsamen Unterricht anbieten, sind ausgeschöpft. Die Folge: 20 Kinder mit Behinderungen müssen im kommenden Schuljahr den Unterricht in Nachbarstädten besuchen.

Das berichteten die Leiter der Gesamtschulen in Stadt und Kreis Paderborn bei einer Pressekonferenz zum Thema Inklusion. Es sei gewissermaßen ein Armutszeugnis, dass es bei der großen Anzahl an weiterführenden Schulen im Stadtgebiet nicht möglich sei, ausreichend Plätze in einer Regelklasse zur Verfügung zu stellen. "Außerdem sprechen wir von einem nicht unerheblichen Kostenfaktor, der entsteht, da ein Großteil der Schüler vermutlich nicht mit dem Bus, sondern mit Taxen unterwegs sein wird", sagte Annegret Greipel-Bickel, Leiterin der Gesamtschule in Elsen. Dort wurden bereits 1993 die ersten Schüler mit Handicaps in Regelklassen unterrichtet. Aktuell gibt es zwölf Plätze für Kinder mit verschiedenen sonderpädagogischen Förderbedarfen. Ebenfalls zwölf Plätze sind an den Gesamtschulen in Salzkotten und Delbrück vorhanden, jeweils acht an der Gesamtschule Bad Lippspringe-Schlangen und der Heinz-Nixdorf-Gesamtschule sowie jeweils vier an der Von-Fürstenberg-Realschule und der Realschule in der Südstadt. An der Friedrich-Spee-Gesamtschule ist gemeinsames Lernen bislang nicht möglich. "Mittelfristig ist das aber unser Ziel", sagt Leiter Lothar Schlegel. Aktuell hapere es daran, dass die räumlichen Mindeststandards nicht erfüllt werden könnten. "Unsere Klassenräume sind zu klein und die für das gemeinsame Lernen vorgesehenen Differenzierungsräume nicht vorhanden."

Dass sich die fünf Paderborner Gymnasien vor kurzem gegenüber der Stadt gegen die zieldifferente Inklusion ausgesprochen haben, machen ihnen die Leiter der Gesamtschulen nicht zum Vorwurf. Auch dort müssten zunächst die Mindeststandards erfüllt werden, was nicht immer gelinge. Dennoch hofft Andrea Reck, Leiterin der Heinz-Nixdorf-Gesamtschule, dass sich die eine oder andere Schule auf Neuland begibt. "Der Ausgangspunkt ist ja erst mal für alle gleich", sagt sie.

Von vornherein plante die Gesamtschule Bad Lippspringe-Schlangen, zum Schuljahr 2013/2014 eröffnet, für gemeinsamen Unterricht. "Wir haben Gruppenarbeitsräume gebaut und einen Fahrstuhl installiert", berichtet Leiterin Roswitha Hillebrand, die zum kommenden Schuljahr die ersten Mädchen und Jungen mit Behinderungen begrüßen kann. Sie und ihre Kollegen sind sich sicher, dass die Nachfrage nach gemeinsamem Lernen in Zukunft noch größer werden wird. Darauf müsse man sich vorbereiten, meint Annegret Greipel-Bickel. "Und die Erfahrung zeigt, dass man noch viel mehr tun muss."

© 2015 Neue Westfälische, Paderborn (Kreis), Donnerstag 29. Januar 2015

 

Spee Schüler erforschen Jesuitentheater

Spannende Angebote für Schulklassen
Diözesanmuseum weist auf Sonderausstellung hin

Paderborn. Wie kann das sein? Julius Caesar bei den Jesuiten. Der römische Feldherr, den man aus dem Lateinunterricht kennt, lebte vom Jahr 100 bis 44 v. Chr. und die Jesuiten wurden erst 1539 gegründet. Dieses Rätsel können Schüler im Rahmen eines museumspädagogischen Programms lösen, das das Diözesanmuseum Paderborn zu seiner aktuellen Sonderausstellung "Zur Ehre der Altäre - Jesuitenschätze im Diözesanmuseum" anbietet. Es gibt Einblick in das berühmte Jesuitentheater, auf dessen Bühne der römische Kaiser mit viel Pomp und Effekten wieder zum Leben erweckt wurde. Auch über berühmte Heilige und Persönlichkeiten des Ordens, wie Friedrich Spee, und deren "Logos" ist einiges zu erfahren.  ....

 

© 2015 Neue Westfälische, Paderborn (Kreis), Mittwoch 28. Januar 2015 

Erfolg für Spee-Schule

Schülerinnen und Schüler der Friedrich- Spee-Schule holten beim Kultur-Wettbewerb "Battle of the Schools" in Lage zwei Pokale in den Kategorien Theater und Tanz nach Paderborn. Bereits 2013 waren zwei Kurse dort erfolgreich gewesen und die Schule hatte das Gütesiegel Kulturschule erworben. Mit vier Bewerbungen in drei Kategorien war die einzige teilnehmende Schule aus Paderborn diesmal in den Wettbewerb gestartet. In der Kategorie Tanz war ein Auszug des Tanzprojektes "Die Spezialisten" mit dem Titel "Perfect Day" unter Federführung von Tanzchoreografin Birgit Aßhoff zu sehen. Fina Rüngeler (8c) und Marie Hümmecke (Jg. 11) tanzten ihr Solo auf den 3. Platz. Den 2. Platz erzielte der Darstellen-und-Gestalten-Kurs des 8. Jahrgangs mit dem Bildtheater "Computerwelten".
© 2015 Neue Westfälische, Paderborn (Kreis), Freitag 09. Januar 2015

Spiegelungen auf der Bühne

Heute Finissage in der Friedrich-Spee-Gesamtschule
Paderborn. Der Kreis schließt sich, wenn die halbjährlich wechselnde Ausstellung an der Friedrich-Spee-Gesamtschule erstmals eine ehemalige Schülerin mit ihren Fotoarbeiten zeigt. Victoria Lückehe hat als Schülerin selbst oft Beiträge zu anderen Künstlern mit ihrem Darstellen-und-Gestalten-Kurs inszeniert. Heute um 18 Uhr ist zu sehen, was zur Finissage Schüler zu ihren Arbeiten auf die Beine gestellt haben.

Unter dem Titel Spiegelungen werden Fotografien gezeigt, die sich auf vielfältige Weise mit diesem Phänomen auseinandersetzten, teilte die Schule mit. Zufälliges und Inszeniertes werde kombiniert. Lückehes Ansatz sei, dass jede Form von Wahrnehmung eine sehr persönliche Auseinandersetzung mit dem Gesehenen verlange. Diese ganz persönliche Auseinandersetzung hätten auch die jetzigen Schüler in Inszenierungen zum Ausdruck gebracht, die alle in einem abwechslungsreichen Bühnenprogramm im Forum der Schule gezeigt werden, nachdem die Besucher einen Gang durch die Ausstellung gemacht haben.

Neben anderem wird die Vervielfältigung durch einen Spiegel zum Ausgangspunkt für die theatrale Reflexion über das Copy-and-Paste-Verhalten als Internetnutzer. Eine andere Gruppe widmet sich der Zeit als Diktum unserer Epoche. Der Jahrgang 7 nimmt die vielen architektonischen Fotos zum Anlass und baut seinerseits Gebäude auf der Bühne, die gleichzeitig von Flanierenden bestaunt werden. Wiederum ein anderer Darstellen-und-Gestalten-Kurs inszeniert das Fotografieren selbst und kommt dabei zu imposanten Bildern.

Auch zu dieser Finissage ist wieder ein Ausstellungsbegleiter entstanden, in dem nicht-theatrale Schülerarbeiten präsentiert werden: Gedichte, Fotos und vieles mehr können die Besucher so neben ihren Eindrücken mit nach Hause nehmen.

© 2014 Neue Westfälische, Paderborn (Kreis), Donnerstag 27. November 2014

 

 

Verfolgung findet vor der eigenen Tür statt

Jüdische Schicksale in Erinnerung gerufen
Paderborn. Alljährlich werden am 9. November an vielen Orten in Deutschland der nationalsozialistischen Verbrechen gegen die jüdische Bevölkerung gedacht. Im schulischen Geschichts- und Religionsunterricht wird diese dunkelste Episode der deutschen Geschichte in der Regel kaum regionalgeschichtlich beleuchtet und bleibt für Schülerinnen und Schüler so vergleichsweise abstrakt.

Doch auch direkt vor der eigenen Haustür wurden Jüdinnen und Juden zwischen 1933 und 1945 entrechtet, verfolgt, deportiert und getötet - und diese Verbrechen lassen sich ganz konkret mit Paderborner Orten und Gesichtern in Verbindung bringen. Eine solche Möglichkeit der Vergegenwärtigung bot sich den Oberstufenschülerinnen und -schülern der Friedrich-Spee-Gesamtschule jetzt, als Margit Naarmann über "Leben und Verfolgung der Paderborner Juden zur NS-Zeit" referierte.


Die Paderborner Historikerin und ausgewiesenen Fachfrau für die Geschichte der Paderborner Juden berichtete von den Veränderungen, die der Nationalsozialismus für die Paderborner Juden mit sich brachte, und den bedrückenden Folgen. Neben dem Boykott jüdischer Geschäfte von 1933, der vor allem die Handelshäuser Ehape und Steinheim traf, ging Naarmann besonders auf die Ereignisse der Reichspogromnacht in Paderborn und einige Familienschicksale ein, wie die der jüdischen Grünebaums, Herzheims, Roses und Rosenbaums.

Gegen Ende ihres Vortrages verdeutlichte Naarmann im Forum der Schule die Umstände der vier Deportationen, die zwischen Winter 1941 und Frühjahr 1943 über Bielefeld nach Riga, Warschau, Auschwitz und Theresienstadt führten. In bewegender Art und Weise schilderte sie die beiden Einzelschicksale von Erna Rose, die wohl 1942 im Warschauer Ghetto ihr Leben lassen musste, und Sally Rosenbaum, der das Konzentrationslager Theresienstadt überlebte und seine Erinnerungen in Form von Gedichten verarbeitete.

© 2014 Neue Westfälische, Paderborn (Kreis), Dienstag 25. November 2014

 

 

Gesamtschule streicht "von" im Namen

Paderborn (au). Die städtische Friedrich-von-Spee-Gesamtschule führt jetzt die Bezeichnung "Friedrich-Spee-Gesamtschule". Einstimmig unterstützte der Schulausschuss des Rates den Wunsch der Schulkonferenz, die diesen Namen bereits 1994 erfolglos beantragt hatte. Anlässlich des 20-jährigen Bestehens hatten Schüler letztes Jahr ermittelt, dass die Schreibweise Friedrich Spee historisch richtig ist und sich allgemein durchgesetzt hat.

© 2014 Neue Westfälische, Paderborn (Kreis), Samstag 15. November 2014

Vorlesestunde mit Polizeihauptkommissar

Paderborn. Mit Paul Maars Geschichte vom Sams in der Tasche hat Hauptkommissar Dirk Cramer (Foto) sich auf den Weg in die Klasse 5a der Friedrich-Spee-Gesamtschule gemacht. Bereits eine Woche vor dem bundesweiten Vorlesetag will er neben anderen Paderborner Prominenten die Lust aufs Lesen wecken. Aus dem Regal gegriffen hat der 43-Jährige dazu "Eine Woche voller Samstage" - eines der Lieblingsbücher seines siebenjährigen Sohnes. "Das Witzige am Sams ist, dass es alles wortwörtlich nimmt, was die Erwachsenen sagen", erklärt Cramer seinen Zuhörern - was eigentlich nicht nötig ist, weil fast alle von ihnen die rothaarige Figur im Taucheranzug schon kennen. Ihre älteren Mitschüler haben sich unterdessen auf den Weg in Kindergärten gemacht, um dort selbst vorzulesen. "Leser kommen weit im Leben", sagt Schulleiter Lothar Schlegel, der als fünffacher Vater weiß, dass es für Eltern nicht immer leicht ist, den Nachwuchs für Bücher zu begeistern. Foto: Katrin Clemens
© 2014 Neue Westfälische; Paderborn (Kreis), Samstag 15. November 2014

 

 

Großes Engagement am Vorlesetag

Aktionen an der Friedrich-von-Spee-Gesamtschule
Paderborn. Über 60 Schülerinnen und Schüler der Jahrgänge 6 bis 10 schwärmen in die umliegenden Kitas und Grundschulen aus, um als Vorleserinnen und Vorleser als Lesebotschafter Lust aufs Lesen zu machen.

Dafür tauchen sie in die Welt der "Olchies", des "Grüffelo" und des "kleinen Eisbären". Während des Unterrichts haben sie sich auf das Vorlesen und den Umgang mit den kleinen Zuhörern vorbereitet. Der bundesweite Vorlesetag, eine Initiative von der Wochenzeitung Die Zeit, Stiftung Lesen und Deutsche Bahn, möchte Begeisterung für das Lesen und Vorlesen wecken.

Zum 4. Mal beteiligt sich die Friedrich-Spee-Gesamtschule, am 14. November mit einem großen Lesefest an dieser Aktion. Wieder besuchen prominente und weniger prominente Vorleserinnen und Vorleser die Schule, um den Schülern und Schülerinnen aus ihren Lieblingsbüchern vorzulesen. In diesem Jahr begrüßt die Gesamtschule Landrat Manfred Müller, die Schauspielerin Christina Seck, die Autorinnen Rotraud Falke-Held und Annette Weber, die Märchenerzählerin "die Rabe" und den Autor und Musiker Gerhard Gemke. Mit Dirk Cramer ist sogar ein waschechter Polizeihauptkommissar mit dabei. Die Gäste werden unterstützt von lesenden Lehrern und Eltern.

Etwa 20 Minuten dauern die Lesungen, danach haben die Kinder Gelegenheit, über die Bücher zu sprechen. Alle vorgestellten Bücher können in der Schülerbibliothek ausgeliehen werden.

Auch andere Schulen und Kindertagesstätten nehmen am Vorlesetag teil.

© 2014 Neue Westfälische, Paderborn (Kreis), Donnerstag 13. November 2014
 

Quiz zu Liebe und Aids

Sexualpädagogischer Parcours klärt Schüler auf / Aids-Hilfe koordiniert Termine für Schulen

Paderborn. Ein Quiz mit Spaß statt gehemmter Problemgespräche: Das ist das Konzept des Mitmachparcours des Sexualpädagogischen Arbeitskreises Paderborn. Der ungewöhnliche Mannschaftswettbewerb war zu Gast an der Friedrich-von-Spee-Gesamtschule. Rund 200 Schüler nahmen Teil und beschäftigten sich mit den Themen Liebe, Sexualität, Verhütung, HIV und Aids.

Vier Pavillons bauten die Veranstalter der regionalen Aids-Hilfe, der Diakonie Paderborn-Höxter, vom Freien Beratungszentrum und Pro Familia in der Mensa auf. Damit die Jugendlichen leichter Hemmschwellen überwinden können, verpackt der Parcours Informationen und Diskussionsanregungen zu sensiblen Themen in einem Aufklärungsquiz mit mehreren Stationen. An diesen konnten die Jugendlichen in kleinen Gruppen mit unterschiedlichen Methoden ihr Wissen erweitern zu verschiedenen Formen der Verhütung, Handhabung eines Kondoms oder Übertragungswegen von HIV. Die Pavillons bieten dabei einen geschützten Raum, um über sensible Themen zu sprechen. Der Wettbewerbscharakter schafft zusätzlich Anreize, sich mit den angebotenen Themen auseinanderzusetzen.

Der Parcours wurde von der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung entwickelt und für die Aktionen in Paderborn in modifizierter Form nachgebaut. Schulen aus Stadt und Kreis Paderborn können das Mitmachquiz zu sich einladen. Pro Schüler berechnet der Arbeitskreis 1,50 Euro.

Auskunft gibt Thorsten Driller von der Paderborner Aids-Hilfe an der Friedrichstraße 51 unter Tel. (0 52 51) 28 02 98 und unter der E-Mail info@paderborn.aidshilfe.de .

© 2014 Neue Westfälische, Paderborn (Kreis), Dienstag 04. November 2014

Spezialisten bringen drei Hasen auf die Bühne

Lokales
Paderborn (dig). Die Spezialisten erobern den ostwestfälischen Raum. Auf tänzerische Weise, denn nach einem ersten Bewegungsprojekt in Brilon, wo der federführende Verein "Alles Kunst" vor vier Monaten erstmals tätig wurde, erfasste die Initiative nun auch Paderborn. Zweimal, am Samstag und Sonntag, demonstrierten 27 Tänzer ihre speziellen Fähigkeiten der breiten Öffentlichkeit. Das Rathaus wurde zur Bühne, als engagierte Mädchen und Jungen, Damen und Herren zwischen 13 und 75 Jahren das Parkett von Paderborns erstem Haus für sich entdeckten. Ein generationenübergreifendes Unterfangen, das von der Choreographin Birgit Aßhoff in die richtigen Bahnen gelenkt wur-de. Zu sehen gab es szenisches Tanz-, Video- und Sprechtheater, das Charakteristisches aus Paderborn in ein 60-minütiges Werk integrierte. Neben Brot-, Drei-Hasen- und Fußgängerzonengeschichten, erwies sich das Wasser als roter Faden. Mal regnete es in Strömen, mal tröpfelte es vor sich hin. Mal war das nasse Element von konkreter Gestalt, dann wieder ein abstrakter Strom, der auf metaphorische Weise vom Lebensfluss erzählte. Das Schauspiel ist nochmals am Sonntag, 23. November, um 18 Uhr im Rathaus zu sehen.
© 2014 Neue Westfälische, Paderborn (Kreis), Dienstag 16. September 2014

Tanzgruppe feiert Premiere im Rathaus

Spezialisten zeigen Charakteristisches aus Paderborn

Paderborn. Die Spezialisten, eine neue Tanzgruppe, sind am Samstag, 13. September, um 20 Uhr erstmals auf der Bühne zu erleben. Unter der künstlerischen Leitung von Choreographin Birgit Aßhoff präsentieren die rund 30 Tänzer zwischen 13 und 75 Jahren im Rathaus ein 50-minütiges Bühnenstück mit Originellem, Typischem und Charakteristischem aus Paderborn. Eine zweite Vorstellung findet am Sonntag, 14. September, um 18 Uhr statt.

Unter den Teilnehmerinnen sind Frauen der Tanzgruppe Wilder Aufbruch, Schülerinnen der Friedrich-von-Spee-Gesamtschule sowie einige Tanzneulinge, die erstmals an einem solchen Projekt teilnehmen. Außerdem sind bei den tanzenden Spezialisten auch drei Männer mit von der Partie. "Endlich trauen sich auch mal die Herren was, und ich habe den Eindruck, dass sie sich ganz wohl dabei fühlen - zumal umgeben von einer so großen Schar weiblicher Mitwirkender", sagt Choreographin Birgit Aßhoff.

Das Projekt ist nicht nur generationsübergreifend, sondern auch städteübergreifend: Spezialisten gab es schon in Brilon und wird es noch in Arnsberg geben - mit jeweils ganz eigenen Tanzstücken. Im November wird ein "Best of" der Produktionen in den drei Städten präsentiert. Veranstalter ist der Verein Alles Kunst in Kooperation mit den beteiligten Städten. Das Projekt wird unterstützt von der LWL-Kulturstiftung und dem Land NRW aus Mitteln der regionalen Kulturförderung und von der Sparkasse Paderborn-Detmold.

Die Karten zum Preis von 7 Euro gibt es in der Städtischen Galerie Am Abdinghof und an der Abendkasse.

Darstellen und Gestalten

Neues Unterrichtsfach an Gesamtschulen in NRW
Von Manfred Stienecke
Paderborn (WB). Kunst und Musik sind klassische Schulfächer. An den Gesamtschulen in NRW kann seit einigen Jahren zusätzlich ein Unterrichtsfach gewählt werden: »Darstellen und Gestalten«.
Bei Schülern ist das Unterrichtsfach sehr beliebt. An der Friedrich-von-Spee-Gesamtschule in Paderborn greift jeder dritte Schüler zu diesem Lehrgebiet, das von der Klasse 6 bis zur Klasse 10 angeboten wird. Es kann sogar als eines von vier Hauptfächern gewählt werden. »Schüler lernen hier, sich mit ihren Leistungen selbst zu präsentieren - mit vollem Risiko, dass man patzt«, erläutert Schulleiter Lothar Schlegel.
»Ein ganz wesentlicher Aspekt ist es, dass es sich hierbei um ein ganzheitliches Fach handelt«, ergänzt Gesamtschullehrer Michael Aßmann. Es komme nicht auf Spezialbegabungen an, sondern darauf, dass jeder Schüler seine Talente in ein gemeinschaftliches Projekt einbringe. Das Spektrum reiche von künstlerischer Betätigung über musische Elemente bis zum Theaterspiel und Tanz-Performances.
Am Ende eines jeden Schulhalbjahres steigt in den Klassen die Spannung. Denn zwei Mal im Jahr gibt es an der Gesamtschule die »Finissagen«, bei denen die Ergebnisse der monatelangen Beschäftigung mit einem Thema der gesamten Schulgemeinde, den Eltern und interessierten Besuchern vorgestellt werden. »In der Woche vor der Aufführung geht es immer hoch her«, erzählt Deutschlehrer Manuel Wibbeke. »Da muss sich zeigen, ob die Vorführung sitzt. Die Schüler selbst sind dann die größten Kritiker.«
Mit mehreren Theater-Produktionen ist die Spee-Gesamtschule schon zu Wettbewerben eingeladen worden. 2008 erreichten die Schüler mit ihrer Einstudierung des Stücks »Das Cabinet des Dr. Caligari« nach dem Stummfilmklassiker von 1920 den Bundessieg im Wettbewerb »Kinder zum Olymp«. Und im Vorjahr gab es für die Adaption des Stummfiims »Metropolis« den zweiten Platz im Landeswettbewerb »Battle of the Schools«. Als Sieger gingen die Spee-Schüler hier sogar noch in der Kategorie »Bildende Kunst« von der Bühne. Sie hatten mit dem Künstler Stefan Kleemann ein Projekt zum Thema »Zeitgeisterfahrer« entwickelt.
»Es ist schön, dass wir mittlerweile mit unseren Ideen bei vielen Partnern offene Türen einrennen«, freut sich Michael Aßmann über Kooperationen mit Firmen und Stiftungen. Vor zwei Jahren gelang es der Schule sogar, mit einem Projekt auf der Kasseler Weltkunstausstellung »Documenta« aufzutreten. »Das motiviert die Schüler natürlich besonders«, weiß der Betreuungslehrer. »Wir merken, dass das Fach auch bei der Berufsorientierung eine Rolle spielt. Wenn es beispielsweise um das Schulpraktikum im neunten Schuljahr geht, dann gibt es vermehrt Anfragen nach ei¬nem Einsatz am Theater«, berichtet Aßmann. Einige ehemalige Schülerinnen seien inzwischen beruflich an Tanzschulen aktiv.
Mittlerweile schließt sich der Kreis um das Fach »Darstellen und Gestalten« an der Paderborner Gesamtschule bereits. »Im nächsten Schuljahr wird eine Studentin für ein Projekt zu uns in
die Schule kommen, die schon als Schülerin bei uns war und auch das Fach gewählt hatte«, erzählt A߬mann. »Inzwischen studiert sie in Köln Fotografie.«
Der Fachlehrer für Deutsch und Kunst bedauert es, dass das Schulfach in NRW bislang nur an Gesamtschulen unterrichtet werden kann. Auch eine fachliche Ausbildung für das Fach fehle bislang. »Die Bezirksregierung bietet hier nur Fortbildungskurse an«, ergänzt Wibbeke.

Westfalen Blatt Theater Magazin September 2014

Annette Reißmeier und Christa Natus verabschiedet

Spee-Urkunden für hervorragende Arbeit

Paderborn. Zum Ende des Schuljahres sind zwei "Urgesteine" der Friedrich-von-Spee-Gesamtschule in einer bewegenden Abschiedsfeier, an der das gesamte Kollegium und zahlreiche Weggefährten aus vergangenen Jahren teilnahmen, in den Ruhestand verabschiedet worden. Lehrerin Annette Reißmeier blickte in ihrer Abschiedsrede auf 42 Jahren im Schuldienst zurück. Ihr besonderes Anliegen war stets die interkulturelle Arbeit. Nützlich waren dabei ihre umfassenden Kenntnisse in zahlreichen Fremdsprachen, die ihr den Zugang zu Eltern und Kindern aus den verschiedensten Herkunftsländern erleichterten. Als versierte Spanischlehrerin hat sie entscheidend daran mitgewirkt, das Fremdsprachenprofil der Schule zu gestalten.

Christa Natus, als erste Sekretärin für viele Ansprechpartner das Gesicht und die Stimme der Schule, war sichtlich gerührt, als sich die Leiterin des Schulverwaltungsamtes, Christel Rhode, und Gründungsschulleiter Heinz Wagner von ihr verabschiedeten und ihr für viele Jahre treuer Pflichterfüllung dankten. In ihrer launigen Ansprache erinnerte sie an kleine und große Begebenheiten aus 18 Jahren Sekretariatsarbeit.

Abteilungsleiter Georg Blum würdigte beide als bedeutende Frauen in der Spee-Schulgeschichte. Sozialpädagogin Luzia Ostendorf überraschte anschließend als Gesangssolistin mit ihrer Version des Hildegard-Knef-Chansons "Für Dich soll?s rote Rosen regnen!" Als Dank und Anerkennung für die langjährige hervorragende Arbeit überreichte Schulleiter Lothar Schlegel beiden scheidenden Damen die "Spee-Urkunde" für umfassende Verdienste um ihre Schule.

© 2014 Neue Westfälische, Dienstag 15. Juli 2014

3. Forum der KulturScouts im Marta

Kulturvermittlung zum Anfassen  Kreis Herford.

Einen großen Widerhall erzeugte das 3. Forum KulturScouts am Donnerstag im Forum des Marta. Rund 90 geladene Gäste und Akteure aus OWL diskutierten beim Fachtag die Frage „Wie gelingt gute kulturelle Bildung?“.

Anhand von Projektbeispielen und Fachvorträgen wurden dem Publikum aus Schule und Kultur Lösungsansätze vorgestellt. Der Höhepunkt des Nachmittags war eine Percussion-Vorführung der 14 Jugendlichen der Friedrich-Spee-Gesamtschule aus Paderborn. Unter der Anleitung von Maximilian Klör, Student der Instrumentalpädagogik an der Hochschule für Musik in Detmold (HfM) und Kooperationspartner des Projekts, holten sie gemeinsam eine Kultur- Scouts-Einheit auf die Bühne. Die Veranstaltung, die jährlich die Kooperationspartner von KulturScouts OWL an einen Tisch holt, wurde von der Projektkoordinatorin Lilian Wohnhas initiiert. Ziel ist es, den Dialog unter den Partnern zu fördern und Impulse für das Netzwerk freizusetzen. Anlass für dieses Treffen war ferner die Tatsache, dass KulturScouts OWL nach vierjähriger Modellphase seine nahe Zukunft gesichert hat. Auch weiterhin können so Jugendliche der rund 70 Partnerschulen aus OWL im Klassenverband in den Kultureinrichtungen der Region dem Kulturbegriff auf die Spur kommen. Unterstützt und gefördert wird dies durch Mittel des Landes NRW im Rahmen der Regionalen Kulturpolitik und durch die beteiligten Gebietskörperschaften. Der Kulturdezernent der Bezirksregierung, Walter Neuling, war als Vertreter der bewilligenden Behörde derjenige, der den Fachtag mit dieser guten Botschaft eröffnete. Es sei politisch gewollt, so Neuling, dass KulturScouts OWL als eigenständiges Projekt für die Region Bestand habe; er gehe davon aus, dass „das Projekt bis zum Ende der Legislaturperiode im Jahr 2017“ gesichert sei.

Finissage mit Aura Ling / Ehemaligentreffen

Gesamtschule tritt in Berlin an

Paderborn. Mit zwei Projekten startet die Friedrich-von-Spee-Gesamtschule beim Bundeswettbewerb "Kinder zum Olymp!" in Berlin. Das Projekt der Herbst-Finissage unter der Leitung von Michael Aßmann und Manuel Wibbeke, bei dem über 100 Schüler beteiligt waren, erreichte bereits im Dezember 2013 den 1. Platz beim Kulturwettbewerb Battle oft he Schools 2013. Die Schüler setzten sich sowohl theatral als auch in gedruckter Form mit den Werken des Paderborner Künstlers Stefan Klemann auseinander.

Das zweite Projekt in der selben Sparte befasste sich mit den Wegen und Irrwegen der eigenen Wut. In enger Zusammenarbeit mit dem Kölner Performance-Künstler Malte Lück entwickelte der Kurs unter Leitung von Manuel Wibbeke im Dezember eine Inszenierung zur Performance des Künstlers im Paderborner Kunstverein. Via E-Mail und YouTube-Videonachrichten gelang eine dauerhafte Kommunikation über elf Monate.

© 2014 Neue Westfälische, 15 - Paderborn (Kreis), Montag 12. Mai 2014

Superschnelle Mini-Boliden

Überzeugen mit Auto und ihrem Konzept: Fabian Schomberg, Nadha-Marie Fathi, Amalia Kichin, Yara Magid, Michael Hölscher und Sabrina Schütte (v. l.) von der Friedrich-von-Spee-Gesamtschule fahren den Sieg in der Seniorklasse ein. Foto: Andreas Götte

Formel 1 in der Schule: Zwei Paderborner Schulen siegen in der Seniorenklasse


VON ANDREAS GÖTTE

Paderborn. Eigentlich fehlte am Samstag beim OWL-Cup Formel 1 in der Schule im Heinz-Nixdorf-Museumsforum (HNF) nur noch der Benzingeruch in der Luft. Denn die 19 angetretenen Teams in zwei Altersklassen hatten sich mit ihren selbstgebauten Miniflitzern professionell auf ihren Auftritt bei der Regionalausscheidung vorbereitet.

Die mit Gaskartuschen angetriebenen und am Computer entwickelten Boliden mussten nicht nur mehrfach eine Strecke von 20 Metern möglichst schnell überwinden. Die jungen Konstrukteure im Alter von elf bis neunzehn Jahren mussten vor einer Jury die Konstruktion des Autos erläutern und ihr Projekt mündlich präsentieren. Bewertet wurden zudem die Gestaltung der Teambox und die erarbeitete Broschüre.

Ein Jahr lang hatte sich das Team "Spee GP" von der Friedrich-von-Spee-Gesamtschule mit ihrem Betreuer, Physiklehrer Benjamin Eke, auf den großen Augenblick vorbereitet, Sponsoren gesucht und sich um einen möglichst geringen Luftwiderstand ihres schwarz-goldenen Flitzers gekümmert. "Wir haben auf eine gute Lackierung und Windschnittigkeit des Autos geachtet", schildert Teammanagerin Nadha-Marie Fathi. "Auch die Kugellager müssen sich gut drehen", ergänzt Teamkollege Fabian Schomberg. Der Einsatz der beiden Sechzehnjährigen und des gesamten Teams hat sich gelohnt. Die Truppe holte sich den Sieg in der Seniorenklasse vor dem "CoT Racing Team" vom Pelizaeus-Gymnasium. Beide haben sich damit für die Landesmeisterschaften am 4. und 5. April in Hagen qualifiziert.

Nur knapp an der Qualifikation vorbei schrammten die "Moon Racer" vom Gymnasium St. Michael. Die reine Mädels-Truppe war mit dem siebten Platz in der Juniorklasse dennoch sehr zufrieden. "Wir haben sehr viel über Teamarbeit und den Umgang mit Messgeräten gelernt", sagt Kim Even. Für die Zwölfjährige aus Paderborn und den Rest der Truppe steht fest: Sie wollen nächstes Jahr wieder dabei sein.

Dann werden sie auch wieder vielfältige Wettbewerbsregen einhalten müssen. Denn bei "Formel 1 in der Schule" hat die Kreativität ihre Grenzen.

So sind für die Autos nicht nur bestimmte Maße vorgegeben, sie müssen auch aus einem einzigen Balsaholz-Rohling aus dem Vollen gefräst werden. Auch die Räder müssen technischen Regeln entsprechen. Und der Wagenkörper mit einer qualitativ hochwertigen Oberflächenbehandlung versehen werden.

Der OWL-Cup wurde zum dritten Mal vom HNF zusammen mit der Gesellschaft für Projektierungs- und Dienstleistungsmanagement (gpdm) durchgeführt. "Dieser hochinteressante Wettbewerb passt mit seiner technisch-wissenschaftlichen Ausrichtung ideal zu unserem Haus", so HNF-Sprecher Andreas Stolte.

© 2014 Neue Westfälische.  Paderborn (Kreis), Montag 10. März 2014

 

mehr Fotos und ein Video auf Öffnet externen Link in neuem Fenster  nw-news.de/Paderborn

 

 

 

Von Göttern und Menschen

Lokales
Schüler zeigen Szenen aus dem Leben der Erde
Beeindruckendes Bildertheater "Von Göttern und Menschen" an der Friedrich-von-Spee-Gesamtschule

Paderborn. Wie spannend und abwechslungsreich die Entstehung der Welt und die Entwicklung des Menschen sein kann, zeigte der Darstellen-und-Gestalten-Kurs des Jahrgangs 9 der Friedrich-von-Spee-Gesamtschule. Unter der Leitung von Diana Höke und Michael Aßmann führten Schüler die neue Theaterproduktion "Von Göttern und Menschen" in der Gesamtschule auf. Nach den Voraufführungen für die Schüler der Paderborner Grundschulen stellte sich die Theatertruppe nun einem erwachsenen Publikum.

Zunächst wurde in das Stück von Schülern des 6. Jahrgangs mit einer theatralischen Umsetzung des Gedichts "Die Teilung der Erde" von Friedrich Schiller eingeführt. Stimmgewaltig und mit viel Liebe zum Detail setzten sich die kleinen Akteure in Szene.

Bereits in der ersten "Von Göttern und Menschen"-Szene wurde klar, dass es hier wieder um die Aussagekraft von Bildern geht - und nicht um reine Textreproduktion des klassischen Theaters. Ein Metronom wird eingeschaltet, um das Verrinnen der Zeit aufzuzeigen. Schwere Kugeln werden in einer Art Sisyphusarbeit gerollt und von zwei Atlasfiguren in einem Netz gehalten. Von hier aus wird das Feuer zu den Menschen gebracht. Das Feuer verwandelt sich durch eine Projektion in die Sonne, die ihre Bahn zieht.

Jetzt erwacht auch das Leben auf der Bühne. 44 Schüler liegen auf dem Boden und bewegen lediglich ihre Finger zur Musik. Nach diesen amöbenhaften Bewegungen werden aus den Händen - und mit zwei Tennisbällen - neugierige Kleinlebewesen, aus denen durch rote Blätter blühende Blumen erwachsen. Hieraus erheben sich die ersten Menschen, die sich zunächst sehr langsam einander annähern. Die Menschen bauen, ackern, jagen und ernten. Sie erkennen sich selbst, werden zu Erfindern, Herrschern und Entdeckern.

Die einzelnen Szenen werden immer wieder durch Projektionen verstärkt, so dass der Zuschauer sich stets aufs Neue im gesamten Raum orientieren muss. Beeindruckend war unter anderem der Turmbau zu Babel: Alle beteiligten Schüler bildeten eine schlangenförmige Menschenkette, um Steine weiterzugeben und einen gewaltigen Turm aufzubauen. Trotz der Menge an Darstellern konnte sich jeder individuell inszenieren und in seinem Spiel auch improvisieren. Als der Turm zusammenstürzte, erfüllte ein Durcheinander von 40 Stimmen das Forum der Schule, unterstützt durch das Umhergehen im gesamten Raum.

Auch die letzte Szene überzeugte durch ihre besondere Bildqualität. Anonymität und Hektik in den Großstädten: Jeder ist mit sich selbst und seinem Handy beschäftigt. Im Nebel taucht die Hure Babylon auf und fordert ihren Tribut, sie verwandelt sich in den Tod und setzt sensenschwingend den Schlusspunkt. Fährmann Charon bleibt es überlassen, die Menschen in den Hades zu geleiten.

Zum Schluss betraten noch einmal alle Beteiligten die Bühne, um zu der Musik von André Hellers Chanson den Refrain "Abendland, Abendland, wir sind aus dir geboren, wir fahren auf deinem Narrenschiff dem Abschied entgegen" mitzusingen und die stimmige Inszenierung abzurunden.

© 2014 Neue Westfälische, Paderborn (Kreis), Montag 24. Februar 2014
 

Hilfe für Taifunopfer

Paderborn am Sonntag berichtete in der Ausgabe von 22./23. Februar über die Beteiligung der Schülerinnen und Schüler der Friedrich-von-Spee-Gesamtschule an der Aktion - Paderborn - eine Region hilft e.V."

Darüber wurde ein Artikel in englischer Sprache (The British Page) veröffentlicht.

Doppelter Grund zum Jubeln

Friedrich-von-Spee-Gesamtschule gewinnt zwei Preise beim »Battle of Schools OWL«

P a d e r b o r n (WV). Gleich doppelten Grund zur Freude hatten Schüler und Lehrer der Friedrich-von-Spee-Gesamtschule beim OWL-weiten »Battle of Schools«. Die Paderborner Schule bekam gleich zwei Kulturpreise überreicht – in den Kategorien Kunst (erster Platz) und in der Kategorie Theater (zweiter Platz).

Der kulturelle Schulwettbewerb mit rund 200 teilnehmenden Schulen ist der größte in ganz Ostwestfalen- Lippe. Allein aus Paderborn machten sich 52 Schüler und drei Lehrer der Friedrich-von-Spee-Gesamtschule auf den Weg, den Kulturpreis entgegen zu nehmen.

Der noch junge Wettbewerb, der in diesem Jahr zum dritten Mal stattfindet, vergibt in OWL sein Gütesiegel in den Sparten Musik, Tanz, Theater und Kunst. Die Friedrich-von-Spee-Gesamtschule platzierte als einzige Schule des Stadtgebiets zwei Projekte in den Finalrunden der Kategorien Theater und Kunst. Die Kooperation unter Leitung von Diana Höke und Michael Aßmann mit dem hiesigen Lichtspielhaus Cineplex für die Adaption des Stummfilmklassikers »Metropolis« trat in der Sparte Theater das Finale an. Das Projekt wurde von 28 Schülern des DGKurses aus Jahrgang 9 beeindruckend für das Publikum und die Jury schlaglichtartig live präsentiert. Sie selbst spielten die Maschinen in der hoffnungs- und trostlosen Unterwelt von Metropolis, während in der Oberwelt eine künstliche Figur erschaffen wurde, die urplötzlich auf der Bühne wie aus dem Nichts aus einer schwarzen Stoffhülle erschien. Mit dieser packenden Inszenierung sicherte sich »Metropolis« den zweiten Platz in der Kategorie Theater.

In die Auswahl für die Kategorie Kunst hatte es das Projekt der letzten Herbst-Finissage geschafft. Der Paderborner Künstler Stefan Klemann zeigte in der Galerie der Schule am Weißdornweg eine Ausstellung unter dem Titel »Zeitgeisterfahrer «. Einer der beiden Organisatoren, Manuel Wibbeke, und der Künstler selbst präsentierten dieses Projekt der Jury.

Am 8. November fand im Forum der Spee-Schule die Herbst-Finissage statt. In ihr zeigten sich unterschiedlichste Schülerarbeiten, die die Auffassung von zeitgenössischer Kunst an der Friedrichvon- Spee-Gesamtschule widerspiegelt. Manuel Wibbeke erklärte, dass Kunst aus dem rein musealrezipierenden Kontext zu trennen und sich selbst durch eigene ästhetische Produktion zur ausgestellten Kunst und eigenen Lebenswelt in Beziehung zu setzen sei. Dies sei der Kerngedanke der inzwischen 17. Finissage in 20 Jahren Schulgeschichte und trage maßgeblich zur kulturellen Bildung der Schüler bei.

WV 18.12.2003

 

 

Paderborner gewinnen Kulturwettbewerb

Lokales

Friedrich-von-Spee-Gesamtschule erfolgreich

Paderborn. Gleich zwei Erfolge feierten Schüler der Friedrich-von-Spee-Gesamtschule beim "Battle of the Schools", einem kulturellen Schulwettbewerb in Ostwestfalen-Lippe.

In den Kategorien Kunst und Theater belegten sie beim Finale in Lage einen ersten beziehungsweise einen zweiten Platz und erhielten dafür das Gütesiegel "BotS"-Kulturschule. 52 Schüler und 3 Lehrer reisten aus Paderborn in den Kreis Lippe und kämpften dort um den Sieg. Als einzige Schule des Stadtgebietes platzierte die Gesamtschule gleich zwei Projekte in den Finalrunden.

In der Kategorie Kunst überzeugte ein Projekt der vergangenen Herbst-Finissage die Jury. Der Paderborner Künstler Stefan Klemann zeigte damals in der Galerie der Schule am Weißdornweg eine Ausstellung unter dem Titel "Zeitgeisterfahrer". Unterschiedliche Schülerarbeiten machten die Auffassung von zeitgenössischer Kunst der Mädchen und Jungen an der Friedrich-von-Spee-Gesamtschule deutlich.

In die Endauswahl der Kategorie Theater gelangte beim Battle of the Schools eine Kooperation mit dem Kino Cineplex unter Leitung von Diana Höke und Michael Aßmann. Dabei ging es um die Adaption des Stummfilmklassikers "Metropolis", an der 28 Schüler der neunten Klasse beteiligt waren. Sie selbst spielten die Maschinen in der trostlosen Unterwelt von Metropolis.

© 2013 Neue Westfälische, Paderborn (Kreis), Dienstag 17. Dezember 2013

 

 

Schüler ergründen ihre Wut

Lokales

Inszenierung für den Kunstverein

Paderborn. Zuerst hatte der Künstler Malte Lück in seiner Performance "nachgehen" im Kreuzgang unter der Städtischen Galerie ausdrucksstark der eigenen Bedürftigkeit und Sehnsucht nachgespürt. Danach präsentierten, anlässlich der Jahreshauptversammlung des Kunstvereins Paderborn, Schüler des Jahrgangs 7 der Friedrich-von-Spee-Gesamtschule ihre Inszenierung "Wut nachgehen", die sie im Darstellen-und-Gestalten-Unterricht mit ihrem Lehrer Manuel Wibbeke erarbeitet haben.

Den Entwicklungsprozess der Schüler-Inszenierung hatte Lück von Beginn an seit Februar begleitet, so dass eine enge Zusammenarbeit zwischen Künstler und Schülern erreicht wurde. Dazu nutzten sowohl der DG-Kurs als auch Lück intensiv das Internet, indem sie sich gegenseitig Videonachrichten schickten und über Youtube veröffentlichten.

Mittels einer Filmeinspielung wurde ein Teil dieser Online-Videos den Zuschauern zur Einstimmung gezeigt. Anschließend kam Bewegung in einige der zuvor regungslos erstarrten Schüler, die im Obergeschoss der Städtischen Galerie das Ende der Video-Präsentation abwarteten. In kleine Gruppen aufgeteilt, spürten sie ihrer eigenen Wut nach und bannten sie ästhetisch in feste Laufwege, wodurch in atmosphärisch dichten Bewegungen die Spannung greifbar wurde.

Die einzelnen Gruppen bewegten sich aufeinander zu ohne jedoch miteinander in Kontakt zu kommen. Aus unterschiedlichen Standbildern zu Beginn und Ende einer Bewegung ergaben sich wechselnde Bilder, die trotz ihrer Vereinzelung ein Ganzes ergaben. Zusätzlich unterstrichen rhythmisierte Klangcollagen die künstlerische Bannung der schülereigenen Wuterfahrungen in einer packenden Inszenierung.

© 2013 Neue Westfälische, Paderborn (Kreis), Dienstag 17. Dezember 2013

 

 

Neuwahl des Stadtjugendrats (zwei Artikel)

Lokales

Die Stimme der Jugend

Neuer Stadtjugendrat gewählt / Vorsitzender Cüneyt Aslangiray

Paderborn (NW). Zur Neuwahl des Paderborner Stadtjugendrates haben sich mehr als 30 Vertreter von weiterführenden Paderborner Schulen mit Bürgermeister Heinz Paus im Rathaus getroffen. Zum Vorsitzenden wiedergewählt wurde Cüneyt Aslangiray. Dem 18-jährigen Schüler der Friedrich-von-Spee-Gesamtschule stehen die stellvertretende Vorsitzende Vincente Luna (Realschule in der Südstadt) und die Schriftführerin Kathrin Krause (Gymnasium St. Michael) zur Seite.

Die weiterführenden Paderborner Schulen konnten Vertreter in diesen Rat entsenden. Dabei ging es nach der Zahl ihrer Schüler. Bis 500 Schüler konnte ein Vertreter, bis 1.000 Schüler zwei und ab 1.000 Schülern drei Vertreter von den Haupt-, Real-, Gesamtschulen, den Gymnasien und Berufskollegs geschickt werden.

Dem Vorstand werden in beratender Funktion je ein Mitglied von den Fraktionen des Rates benannt, die im Rahmen einer Patenschaft mit Rat und Tat zur Verfügung stehen. Sie übernehmen mit ihrer Benennung die Verpflichtung zur kontinuierlichen Begleitung des Stadtjugendrates, sind aber keine stimmberechtigten Vorstandsmitglieder: Claudia Wiemann, Stellvertreterin Ratsfrau Verena Lütke-Verspohl (CDU), Claudia Steenkolk, Stellvertreterin Ratsfrau Doris Stracke (SPD), Andrea Molkenthin-Keßler, Stellvertreter Ratsherr Ulrich Graben (Bündnis 90/Die Grünen), Sascha Pöppe, Stellvertreter 3. stellvertretender Bürgermeister Karsten Grabenstroer (FDP), Roswitha Köllner, Stellvertreter Helmut Kölling (DIP) und Hartmut Hüttemann, Stellvertreterin Simone Lenz (FBI). Vertreter der AG Jugend unterstützen beziehungsweise sind bei der Vorbereitung und der Organisation der Sitzungen behilflich und übernehmen die Geschäftsführung: Rainer Fromme (Dekanat Paderborn), Volker Kohlschmidt (Evangelischer Kirchenkreis Paderborn) und Philip Krüger (Stadtsportverband Paderborn).

Dem Gremium wünschte Bürgermeister Paus bei seiner Begrüßung viel Erfolg: "Sie haben das Vertrauen ihrer Mitschüler und kennen deren Wünsche und Sorgen." Er würde sich freuen, wenn durch diesen Rat Paderborn noch mehr von Jugendlichen mitgestaltet würde. Paus dankte für die Bereitschaft, im Stadtjugendrat mitzuarbeiten - und verdeutlichte in einem Power-Point-Vortrag die herausragende Rolle Paderborns als eines von zwei Oberzentren in der Region. "Wir sind eine junge Stadt mit großem Entwicklungspotential. Sie helfen durch ihr Engagement, dass sich junge Leute bei uns wohlfühlen und deren Ideen eingebracht werden", sagte Paus.

Am 28. Januar 2014 wird die nächste Sitzung des Gremiums um 18 Uhr im Paderborner Rathaus stattfinden, bei der die Versammelten dann auch Ideen und Wünsche für Projekte behandeln wollen. Wer diese einbringen möchte, hat über die Mail-Adresse stadtjugendrat(at)paderborn.de die Möglichkeit dazu. Mehr Infos über den Stadtjugendrat sind im Internet erhältlich unter

www.familienservicecenter.de

© 2013 Neue Westfälische, Paderborn (Kreis), Freitag 13. Dezember 2013

 

 

Sie vertreten ihre Mitschüler

Stadtjugendrat: Vorsitzender Cüneyt Aslangiray wird einstimmig im Amt bestätig
P a d e r b o r n (WV).
Mehr als 30 Vertreter von weiterführenden Paderborner Schulen haben sich jetzt im Beisein von Bürgermeister Heinz Paus im Rathaus zur Neuwahl des Paderborner Stadtjugendrates getroffen. Als Vorsitzender ist Cüneyt Aslangiray im Amt bestätigt worden.

Dem 18-jährigen von der Friedrich-von-Spee-Gesamtschule stehen die stellvertretende Vorsitzende Vincente Luna (Realschule in der Südstadt) und die Schriftführerin Kathrin Krause (Gymnasium St. Michael) zur Seite.
Am 28. Januar soll die nächste Sitzung des Gremiums um 18 Uhr im Paderborner Rathaus stattfinden, bei der die Versammelten dann auch Ideen und Wünsche für Projekte behandeln wollen.
Die weiterführenden Paderborner Schulen konnten Vertreter in diesen Rat entsenden. Dabei ging es nach der Zahl ihrer Schüler. Bis 500 Schüler konnte ein Vertreter, bis 1000 Schüler zwei und ab 1000 Schülern drei Vertreter von den Haupt-, Real-, Gesamtschulen, den Gymnasien und Berufskollegs geschickt werden.
Dem Vorstand werden in beratender Funktion je ein Mitglied von den Fraktionen des Rates benannt, die im Rahmen einer Patenschaft mit Rat und Tat zur Verfügung stehen. Sie übernehmen mit ihrer Benennung die Verpflichtung zur kontinuierlichen Begleitung des Stadtjugendrates, sind aber keine stimmberechtigten Vorstandsmitglieder:
Claudia Wiemann (Stellv. Verena Lütke-Verspohl, CDU), Claudia Steenkolk (Stellv. Doris Stracke, SPD), Andrea Molkenthin-Keßler (Stellv. Ulrich Graben, Bündnis 90/Die Grünen), Sascha Pöppe (Stellv. Karsten Grabenstroer,FDP), Roswitha Köllner (Stellv. Helmut Kölling, DIP) und Hartmut Hüttemann (Stellv. Simone Lenz, FBI).
Vertreter der AG Jugend unterstützen und sind bei der Vorbereitung und der Organisation der Sitzungen behilflich und übernehmen die Geschäftsführung: Rainer Fromme (Dekanat Paderborn), Volker Kohlschmidt (Evangelischer Kirchenkreis Paderborn) und Philip Krüger Stadtsportverband Paderborn).
Dem Gremium wünschte Bürgermeister Heinz Paus bei seiner Begrüßung viel Erfolg: »Sie haben das Vertrauen ihrer Mitschüler und kennen deren Wünsche und Sorgen«, Er freute sich, wenn durch diesen Rat Paderborn noch mehr von Jugendlichen mitgestaltet würde. Heinz Paus dankte den Anwesenden für deren Bereitschaft, im Stadtjugendrat mitzuarbeiten.
Er verdeutlichte den Anwesenden  in einem Power-Point-Vortrag die herausragende Rolle Paderborns als eines von zwei Oberzentren in der Region: »Wir sind eine junge Stadt mit großem Entwicklungspotential. Sie helfen durch ihr Engagement, dass sich junge Leute bei uns wohlfühlen und deren Ideen eingebracht werden.«
Wer sich im Stadtjugendrat einbringen möchte, hat über die E-Mail stadtjugendrat(at)-paderborn.de die Möglichkeit dazu.
Mehr Infos über das Gremium sind im Internet erhältlich.
@ www.familienservicecenter.de

20 Jahre Talentförderung

Die Friedrich-von-Spee-Gesamtschule feiert Jubiläum und blickt stolz zurück auf viele Erfolgserlebnisse

von monika kophal

Paderborn. Die Scheinwerfer gehen an: Rund 30 Schüler stehen auf der Bühne und zeigen ihr musikalisches Talent: There is a fire starting, singen sie im Chor und eröffnen damit das Programm zum 20-jährigen Bestehen der Friedrich von Spee-Gesamtschule. Eine Temperamentvolle Show, in der nicht nur der Geburtstag, sondern auch eine Premiere gefeiert wird.

"Seit diesem Schuljahr gibt es das neue Hauptfach Darstellen und Gestalten", sagt der Schulleiter Lothar Schlegel in seiner Eröffnungsansprache und kündigt damit den nächsten Akt an. 58 Schüler der sechsten Klasse zeigen, woran sie in den letzten vier Wochen gearbeitet haben: Draußen vor der Tür, ein Theaterstück über den Schulalltag. "Die Darsteller spielen fünf unterschiedliche Szenen, die typisch für die Schule sind", sagt der Lehrer Michael Aßmann, der das Stück gemeinsam mit seiner Kollegin Diana Höke entwickelte. "Eine Szene beschreibt zum Beispiel, wie schwer es manchmal ist, an den Toilettenschlüssel zu kommen, weil die Sekretärin mal nicht an ihrem Arbeitsplatz ist" schmunzelt Aßmann.

Lothar Schlegel schaut an diesem Vormittag zurück auf zwanzig Jahre Schulgeschichte und ist stolz: "In einige Fällen kamen nach der vierten Klasse Schüler zu uns, die lediglich eine Empfehlung für die Hauptschule hatten." An der Friedrich von Spee-Gesamtschule bekommt aber jeder Schüler die Möglichkeit, seine Talente auszuleben sowie individuell betreut zu werden. Das kann dazu führen, dass "genau diese Schüler neun Jahre später ihr Abitur machen".

Für Bürgermeister Heinz Paus ist es wichtig, dass sich die Gesamtschule mit Schulen anderer Länder zusammenschließt: "Durch eine Partnerschaft wird es den Kindern ermöglicht, auch über die Grenzen von Paderborn schauen zu können." Nicht nur theoretisch. "Wer will kann im Ausland sogar ein Praktikum machen", betont Schulleiter Lothar Schlegel.

Ein Geheimnis um den Erfolg seiner Schüler gibt es nicht. "Zwei Sachen bieten wir ihnen: Halt und eine klare Linie", sagt Schlegel. Dass fast alle Schüler mit Hauptschulabschluss eine Lehrstelle finden, ist für ihn ein Beweis. Den einzelnen Schüler für die Zukunft wappnen, gehört zum Alltag. Im neuen Fach Darstellen und Gestalten, setzen sich die Kinder mit ihren Ängsten allemal auseinander. "Indem man die Scheu vor dem Publikum überwindet, wird man viel selbstbewusster", sagt die 13-jährige Sandra.

© 2013 Neue Westfälische, Paderborn (Kreis), Samstag 12. Oktober 2013
 

Das »von« muss weg

Gesamtschüler befassen sich mit Namensgeber ihrer Schule: Friedrich Spee


P a d e r b o r n (WV). Die Projektwoche der Friedrich von- Spee-Gesamtschule in Paderborn hat ganz im Zeichen ihres Namensgebers Friedrich Spee von Langenfeld gestanden. Denn die Gesamtschule feiert in diesem Schuljahr ihr 20-jähriges Bestehen.
Im Verlauf dieser Projektwoche besuchten die Schüler des 11. Jahrgangs die Theologische Fakultät Paderborn, um dort den Spuren des Jesuitenpaters Friedrich Spee zu folgen. Am Ort seines Wirkens konnten die Schüler Wissenswertes aus dessen Leben und Werk hören. Anschließend führte Rektor Prof. Dr. Josef Meyer zu Schlochtern durch die älteste Hochschule Westfalens, die Jesuitenkirche und den Totenkeller. Und in der Erzbischöflichen Akademischen Bibliothek lernten die Gesamtschüler Schätze des Archivs kennen: den berühmt-berüchtigten Hexenhammer (malleus maleficarum) von Heinrich Kramer und gedruckte Werke von Friedrich Spee, darunter auch die berühmte Schrift »cautio criminalis «, mit der der Jesuit die Hexenverbrennung anprangerte.
Ein Höhepunkt der Projektwoche war ein Workshop auf der Wewelsburg »Friedrich Spee 2.0 – Eine künstlerische Annäherung an Friedrich Spee im 21. Jahrhundert «, der in Zusammenarbeit mit der »Erinnerungs- und Gedenkstätte Wewelsburg 1933 – 1945« stattfand. Die Leitung hatten die Kunstlehrerin Dr. Angelika Gausmann und der Künstler Roman Kroke, der an Schnittstellen zwischen Kunst und Geschichte arbeitet.
Auch in der Friedrich-von- Spee-Gesamtschule setzten sich die Schüler mit Spee und seiner Zeit auseinander und forschten nach Bezügen zur heutigen Zeit. Workshops zum »Hexenwahn«, zu Rechtsextremismus und Rechtsrock sowie deren Symbole und Codes haben dazu beigetragen. Mit dem Besuch des Theaterstücks »Hexenjagd« von Arthur Miller im Theater Paderborn fand die Projektwoche ihren Abschluss.
Mehrfach wurden die Schüler in jenen Tagen darauf hingewiesen, dass ihre Schule einen falschen Namen führe. Der Namensgeber heißt Friedrich Spee, entstammt zwar einer adeligen Familie, doch das adelige »von« hat sich fälschlicherweise im 18. Jahrhundert in seinen Namen geschlichen, vermutlich durch den Zusatz »von Langenfeld«. »Wäre es nicht nach 20 Jahren Zeit, dies zu korrigieren? «, fragen die Gesamtschüler.

»Friedrich Spee 2.0«

Paderborner Gesamtschüler nutzen ehemaligen Obergruppenführersaal für Ausstellung
Von Hans B ü t t n e r

P a d e r b o r n / We w e l s b u r g (WV)  Schüler der Friedrich- von-Spee-Gesamtschule Paderborn haben sich bei ihren Schulprojekttagen eine ganz besondere Aufgabe gestellt: Während ihres dreitägigen Aufenthalts in der Jugendherberge Wewelsburg stand der Namenspatron ihrer Schule im Mittelpunkt. 


Die Schüler haben in unterschiedlichen Ansätzen versucht, eine pädagogisch-künstlerische Brücke von dem Wirken des Jesuiten Friedrich Spee des 16. Jahrhunderts zu einem Friedrich Spee im 21. Jahrhundert zu schlagen.. »Wir haben uns die Frage gestellt: Was würde Friedrich Spee (1591-1635), der als Kritiker der Hexenprozesse bekannt wurde, heute tun gegen Dinge wie etwa das Cyber-Mobbing? «, erklärt Dr. Angelika Gausmann. Die Pädagogin der Paderborner Gesamtschule hat das Projekt, das anlässlich des 20-jährigen Bestehens der Schule ins Leben gerufen wurde, unter das Oberthema »Friedrich Spee 2.0« gestellt und geleitet. Unterstützt wurde sie dabei von dem Künstler Roman Kroke, der international bekannt ist für Illustration von historischen Ereignissen und Lebensgeschichten. Dieser hatte auch das Konzept erarbeitet. »Auch durch die historischen Ereignisse in Wewelsburg haben die Schüler in den drei Tagen die Themen Menschenrechte, Diskriminierung, Toleranz, Freiheit und Gedenken aufgegriffen «, berichtet Dr. Angelika Gausmann. Dabei haben sich die 14 Schülerinnen der Klasse 10 und 11 sowohl mit der historisch-politischen Bildung durch die Erinnerungs- und Gedenkstätte befasst als sich auch künstlerisch mit dem Thema auseinandergesetzt. Einbezogen in die Arbeiten wurde auch die Abschiebehaftanstalt in Büren. In der Abschlusspräsentation stellten die Schüler, die für ihre Arbeit den ehemaligen Obergruppenführersaal der SS im Erdgeschoss des Nordturms der Burg nutzen konnten, ihre Arbeiten (Bilder, Collagen und Objekten) vor. Die verbleiben als temporäre Ausstellung zunächst noch in der Burg. Ein herzliches Dankeschön erhielten die Projektteilnehmer von Schulleiter Lothar Schlegel, der auch dem Kreismuseum Wewelsburg, dem Förderverein des Museums, der Landeszentrale für politische Bildung und der Osthushenrich- Stiftung für ihre Unterstützung dankte.

Der Artikel von Hans Büttner ist am 27.11.2013 unter dem Titel  Schulprojekttage in der Burg  auch in der Neuen Westfälischen erschienen.

Schüler suchen ihre innere Wut

Friedrich-von-Spee-Gesamtschule präsentiert wieder eine enorme kulturelle Vielfalt

Paderborn (NW/rom). Mit ihrer traditionellen Frühlings-Finissage hat die Friedrich-von-Spee-Gesamtschule wieder ihre kulturelle Vielfalt unter Beweis gestellt. Seit Jahresbeginn hatten sich Schülergruppen von den farbenfrohen Bildern von Anne Dubisch inspirieren lassen und eigene Kunstwerke und Aktionen kreiert. Ihre Ergebnisse präsentierten sie jetzt in einem Bühnenprogramm vor über 200 begeisterten Gästen.
Anne Dubisch, früher selbst Lehrerin an der Friedrich-von-Spee-Schule, malt seit 25 Jahren, früher „als Ausgleich zum Beruf“. Bei Workshops an der Uni und zahlreichen Sommerakademien in Schloß Neuhaus stieß sie auf die Hamburger Künstlerin Karin Ohlsen, die bei Anne Dubisch die Begeisterung für das freie Malen mit Ölfarben entfachte: „Ich bin bis heute von dem Malprozess und der Ausdruckskraft der Farben fasziniert.“
Der Fachbereich „Darstellen und Gestalten“ nahm die Bilder von Anne Dubisch als Vorlage und Inspiration für eigene Arbeiten der Schüler. Die eindrucksvollen Ergebnisse dokumentiert die 44 Seiten starke Informationsbroschüre „Ausstellungsbegleiter“, die auf der Homepage der Schule heruntergeladen werden kann (www.speepb.de). Man findet dort Bilder und Skulpturen, Gedichte und Geschichten, wie die vom „Einsamen Mann“, der in eine Wüste fährt und dort eine wunderbare Vielfalt von Farben findet und zum Schluss gar nicht mehr weiß, wo er eigentlich ist. Vielleicht war alles nur ein Traum?
Man findet erstaunlich viele traurige Gedichte von Schülern der 6. Klasse: „Die Insel: Blaues, blutiges Meer – bin so traurig“ oder „Naturgewalten: Das Meer ist kalt und blau – bin so einsam“ und „Die Höllen-Crew: Einst fuhr ein Schiff, das sah traurig aus – Das Schiff ist vergraust – Es fuhr langsam durch ein Riff – Mit Zorn ist es gesunken“ . Aber auch: „Das eiskalte Meer“, das doch versöhnlich endet mit den Worten: „Das Meer bin ich – ich bin glücklich – die Sonne scheint auf mich.
Es gibt die Geschichte zweier Liebender, die in getrennten Welten leben, einer in der „Welt der Liebenden“ und einer in der „Welt der Einsamen“. Eigentlich ist es verboten, die jeweils andere Welt zu betreten. Wie es die beiden Liebenden schließlich doch schaffen, zueinander zu kommen, das kann man in dem „Ausstellungsbegleiter“ nachlesen – und noch viele weitere Geschichten. Wirklich eine interessante und sehr empfehlenswerte Lektüre.
Vor der Präsentation der Arbeiten bei der großen Frühlings-Finissage konnten die Besucher jetzt zunächst die ausgestellten Bilder in der Schulgalerie auf sich wirken lassen, um sich auf die Veranstaltung einzustimmen und auch mit der Künstlerin ein Gespräch zu führen. Schon der Start zur Finissage mit zwei Beiträgen aus dem Fachbereich Musik zur Einstimmung und Begrüßung der Gäste im Foyer war lautstark und entsprechend eindrucksvoll.
Dann zeigten die Schüler in kleinen Szenen, Animationen, Collagen, Skulpturen und eigenen Texten, die sie in den vergangenen Monaten im Unterricht und in Projekten mit viel Liebe zum Detail entwickelt, gestaltet und erstellt hatten, ihre Sicht auf die Bilder von Anne Dubisch und somit auf ihre eigene Welt.
Die dominierenden Farben und ihr Arrangement auf den Bildern in bisweilen wildem Pinselstrich regte Schüler aus dem Jahrgang 6 zu einer emotionalen Spurensuche nach der inneren Wut an, die wohl in jedem von uns vorhanden ist. Mit lehrmeisterhaftem Sprachtheater über die Bedeutung der Farbe Blau verblüffte die Präsentation des neunten Jahrgangs das Publikum. Auch der Jahrgang 8 griff die bestechende Farbenvielfalt der Bilder auf und inszenierte eine Symphonie in sanften Stoffen, die in raffinierten Bewegungsarrangements über die Bühne flossen.
Die Jagd nach einer verlorenen Hose trieb die Inszenierung einer Gruppe aus dem Jahrgang 6 an. Zwei Gruppen aus dem siebten Jahrgang überzeugten mit zwei völlig verschiedenen Darbietungen. Die eine Gruppe überraschte mit artistischen Einlagen, die andere mit einer Inszenierung, die dem Zuschauer hauptsächlich spielende Hände in allen möglichen Farben und Bewegungen präsentierte.

© 2013 Neue Westfälische, Paderborn (Kreis), Mittwoch 12. Juni 2013
 

Allroundtalente stellen ihr sportliches Können unter Beweis

Lokalsport

TRIATHLON: 220 Kinder und Jugendliche aus zwölf Schulen schwimmen, radeln und laufen um die Wette / 55 Schüler kümmern sich um die Organisation

VON ANDREAS GÖTTE

Paderborn. Das Paderborner Rolandsband und die Gegend rund um den Schützenplatz wurden am Freitag von 220 jungen Triathleten aus zwölf Schulen des Kreises sowie einer Rüthener Schule in Beschlag genommen. In jeweils vier Altersklassen für Jungen und Mädchen kämpften Dritt- bis Zehntklässler im Wasser, auf dem Sattel und auf der Laufstrecke um einen Platz auf dem Podest.

Auf dem Programm standen je nach Alter der Starter 50 bis 150 Meter Schwimmen, ein bis drei Kilometer Rad fahren und eine Laufstrecke zwischen 400 und 1.200 Metern. Nach Angaben von Klaus Ferlemann, Sportkoordinator der ausrichtenden Friedrich-von-Spee-Gesamtschule, machten vor allem die Grundschüler der Elsener Dionysius-Schule mit ihrer Betreuerin Bettina Kees-Schuto einen starken Eindruck. „Richtig gute Läufer stellt unterdessen das Liebfrauen-Gymnasium in Büren“, so Ferlemann.

Bereits zum vierten Mal kümmerten sich Schüler der Friedrich-von-Spee-Gesamtschule um die Organisation des Schultriathlons. 55 Schüler wurden in einem Projektkurs Sport, dessen Ergebnis in die Abiturwertung einfließt, vorbereitet. Sie stellten am Freitag an wichtigen Kreuzungen Streckenposten, mussten Urkunden schreiben oder sich um die An- und Rückmeldungen kümmern. „Die ganze Jahrgangsstufe macht mit. Da helfe ich auch gerne“, sagt der 19-jährige Ruslan Gimranov. Seine Schule stellte auch die meisten Teilnehmer, was sich positiv auf die Schulwertung auswirkte. Als Mitveranstalter fungierte der Ausschuss für Schulsport im Kreis Paderborn.

Zur Vorbereitung auf den Triathlon setzte Klaus Ferlemann auf die Kooperation mit der Grundschule Kaukenberg. Mit Lehrerin Uta Hagen war ein Duathlon auf die Beine gestellt worden, um den „Ernstfall“ zu proben. „Unser Ziel sind Kooperation, Integration und die Förderung von Talenten“, so der Sportkoordinator. Ferlemanns Dank galt den freiwilligen Helfern und auch Ralf Pahlsmeier vom Verein Tricity Paderborn, der sein umfangreiches Know-how einbrachte. Pahlsmeier moderierte am Freitag am Beckenrand und sorgte für einen reibungslosen Ablauf. Mit Freude wartete er auf das Eintauchen der weiblichen Starter. „Da wird immer so schön gekreischt“, so Pahlsmeier. Doch die jungen Starterinnen taten ihm den Gefallen dann doch nicht. Das Wasser war wohl nicht kalt genug.

© 2013 Neue Westfälische, Paderborn (Kreis), Samstag 08. Juni 2013
 

Alle vier Bewerbungen in der Endrunde

Neue Westfälische
16.04.2013

Metropolis lebt wieder auf


Beeindruckende Theater-Inszenierung an der Friedrich-Spee-Gesamtschule

Paderborn (NW). Als der Vorhang sich für das auf der Bühne versammelte Publikum öffnete, sah man im völlig freigeräumten Rund des Forums der Friedrich-von-Spee-Gesamtschule 40 schwarz gekleidete Schüler, die sich im immer gleichen Maschinenrhythmus bewegten.

Die Zuschauer dieses ungewöhnlichen Theaterereignisses befinden sich für die Dauer des Stückes im Herzen der gigantischen Stadt Metropolis und erleben nach dem lauten Schrillen der Sirene den Schichtwechsel der Arbeiter. Müde gehen diese mit gesenkten Köpfen und schlurfenden Schritten am Publikum vorbei und reihen sich am Rand des Forums auf.

In der folgenden ruhigen Szene in den Ewigen Gärten verlustieren sich um den von sechs Schülerinnen dargestellten, aus den Bewegungen der Arme und Hände heraus stetig sprudelnden Springbrunnen die Reichen und Schönen der Oberstadt.

Wieder erfolgt ein plötzlicher Szenenwechsel, der die Zuschauer zurückbringt in die Tiefen der Maschinenhallen: Die Schüler sprinten zu den Wänden des Forums und hämmern stakkatoartig zum Stampfen der Maschinen mit den Händen gegen die Wände des Raumes. Immer wieder ergeben sich solche schnellen Tempowechsel zwischen den ruhigen Dialogszenen, die in stummfilmartiger Übertreibung pantomimisch die Handlung vorantreiben und den Massenszenen, die den Aufruhr und das Aufbegehren des einfachen Volkes zeigen.

Die Handlung des Stummfilms „Metropolis“ von Fritz Lang wird in der Inszenierung von Diana Höke und Michael Aßmann komprimiert auf dieses ständige Wechselspiel von dramatischen Spielszenen in kleiner Besetzung und ekstatischen Aktionen des gesamten Ensembles.

Dem Darstellen-und-Gestalten-Kurs des Jahrgangs 8 gelingt mit seiner Interpretation des berühmten Stummfilms von 1926 ein beeindruckendes Theatererlebnis, das insbesondere von den Choreographien der Massenszenen, aber auch vom intensiven Spiel der Hauptrollen lebt. In der Inszenierung fallen vor allem der verrückte Erfinder Rotwang, gespielt von Jessica Klaczek, der das Volk verführende Maschinen-Mensch (Josie Liddy) und der Detektiv „Der Schmale“ (Robin Katona) auf, die durch ihr gestenreiches Spiel und ihre Konzentration auf ihre pantomimischen Fähigkeiten zu überzeugen wissen.

Am Sonntag Matinee im Cineplex

Im Rahmen der Projekt-Zusammenarbeit der Friedrich-von-Spee-Gesamtschule mit dem Cineplex in der Westernstraße können noch bis Ende April Fotografien zur Inszenierung des Theaterstücks Metropolis in einer Ausstellung im oberen Foyer des Kinos angeschaut werden. Am Sonntag, 14. April, findet eine öffentliche Matinee-Veranstaltung statt, die den Film von Fritz Lang und – sozusagen als Vorfilm – die Bühnenumsetzung der Paderborner Schülergruppe auf der großen Leinwand präsentiert . Fritz Lang’s Verfilmung Metropolis wurde nach erfolgreicher Restaurierung 2010 wieder bundesweit in deutschen Kinos aufgeführt. Bei der Matinee am Sonntag um 11.30 Uhr wird diese restaurierte Fassung des Stummfilmklassikers zu sehen sein. In der Filmgeschichte hat dieser Streifen einen besonderen Stellenwert, da er sowohl ästhetische als auch stilbildenende Maßstäbe setzte. Die Einladung zur Matinee gilt nicht nur für Eltern der Friedrich-von-Spee-Schüler, sondern für alle interessierten Paderborner.

© 2013 Neue Westfälische, Paderborn (Kreis), Mittwoch 10. April 2013
 

Westfälisches Volksblatt v. 25.03.2013
Westfälisches Volksblatt - Sonderbeilage Kino

Nie wieder Krieg

Schülerinnen und Schüler der Friedrich-von-Spee-Gesamtschule gedachten am 27. März den Opfern des verheerenden Bombenangriffs auf Paderborn.

Das sah nach Laufen aus

LEICHTATHLETIK: Erfolgreiche Talentsichtung des LC Paderborn


VON HARTMUT KLEIMANN
Paderborn. Der Leichtathletikclub Paderborn belässt es nicht dabei, gute Sportler in den eigenen Reihen zu wissen. Schon im Vorjahr war die Idee aufgekommen, in Form eines Sprinter-Cups für Schulen an die Basis zu gehen, um bei diversen Talentsichtungen schnelle Mädchen und Jungen zu entdecken, die eines Tages vielleicht auch in die Fußstapfen der amtierenden Deutschen Meisterin im 200 Meter-Sprint, Inna Weit, treten können.
„Wir wollen zunächst einfach nur Kinder animieren, wieder Sport zu treiben“, nennt die schnelle Sprinterin des LC das allererste Anliegen der Schulaktionen. Am Donnerstag machte das Trio des Vereins mit Inna Weit und den Trainern Thomas Prange und Wladimir Diesendorf Station in der Friedrich Spee-Gesamtschule am Kaukenberg. Insgesamt sechs fünfte Klassen standen unter Beobachtung. „Talente gibt es eine ganze Menge, man muss sie nur entdecken“, sagte dabei Thomas Prange, dem schon die einen oder anderen schnellen Mädchen und Jungen aufgefallen sind. Leider aber spiele die Leichtathletik heute im Schulsport nicht mehr so die Rolle wie in früheren Jahren. „Die machen heute ganz andere Dinge“, bedauert der Spezialist, der ein fast erschreckendes Fazit folgen lässt: „Viele wissen deshalb gar nicht, dass sie schnell laufen können.“

Genau dort will der LC Paderborn ansetzen. Rund 550 Kinder werden es in den Klassen fünf bis sieben allein am Kaukenberg sein, die auf ihre Sprinterqualitäten getestet werden. Wenn alles klappt und die Schulen mitziehen, sollen dann im Sommer bei einem sogenannten Sprinter-Cup die schnellsten Schülerinnen und Schüler dieser Jahrgänge ihre Besten ermitteln.

Auch Inna Weit machte es mal wieder richtig Spaß, mit Kindern zu trainieren. „Ich habe je früher schon immer auch Kindergruppen geleitet. Leider habe ich dazu jetzt keine Zeit mehr“, berichtete sie am Rande der Talentsichtung. Nach einem gemeinsamen Warm-Up folgten die Sprintübungen. Vom Engagement der Kaukenberg-Schüler war sie dabei begeistert. Das Gefühl zu vermitteln, wie viel Spaß es mache, einfach nur schnell zu laufen, sei gelungen. „Da waren eine ganze Menge Bewegungstalente dabei. Das sah bei einigen schon richtig nach Laufen aus“, so ihr Fazit.


© 2013 Neue Westfälische, Paderborn (Kreis), Montag 18. März 2013

Schulbus aus Schlangen fährt

Verbindung für Spee-Gesamtschüler bleibt 2013/14

Paderborn (au). Der Schulbus aus Schlangen (einschließlich Oesterholz und Kohlstädt), Bad Lippspringe, Neuenbeken und Benhausen soll im Schuljahr 2013/14 nun doch Schülerinnen und Schüler zur Friedrich-von-Spee-Gesamtschule bringen. Ursprünglich hatte der Schulausschuss im Mai letzten Jahres beschlossen, diesen Schülerspezialverkehr einzustellen, weil im Sommer in Bad Lippspringe eine neue Gesamtschule ihre Türen öffnet. Eltern der aktuell insgesamt 145 betroffenen Fahrschüler, die teilweise auch aus dem lippischen Kohlstädt, Oesterholz und Schlangen kommen, hatten diese Entwicklung wegen sehr langer Fahrtzeiten deutlich kritisiert (die NW berichtete). Nun schlägt das Schulverwaltungsamt dem Schulausschuss in seiner Sitzung am 7. März vor (17 Uhr, Friedrich-von-Spee-Gesamtschule), den Spezialverkehr im nächsten Schuljahr zunächst fortzusetzen, allerdings beschränkt auf die Jahrgänge 6 bis 13. Eine Beförderung mit öffentlichen Verkehrsmitteln sei teurer als der Spezialverkehr, heißt es in der Beschlussvorlage. Wie es nach dem Schuljahr weiter geht, soll zu einem „späteren Zeitpunkt“ entschieden werden.

© 2013 Neue Westfälische, Paderborn (Kreis), Freitag 01. März 2013

Schulbus soll erhalten bleiben

Eltern von Friedrich-Spee-Schülern kritisieren Ausschussentscheidung

VON ANDREAS GÖTTE

Paderborn. Ein Beschluss des Schulausschusses aus dem vergangenen Mai erhitzt die Gemüter an der Friedrich-von-Spee-Gesamtschule. Zum kommenden Schuljahr soll der Schülerspezialverkehr aus den nördlich gelegenen Orten zur Gesamtschule eingestellt werden.
Betroffen davon sind 145 Schüler aus Kohlstädt, Oesterholz, Schlangen, Bad Lippspringe, Benhausen und Neuenbeken. 88 davon sind im Kreis Lippe zu Hause. In Neuenbeken wohnt Regina Jordan. Die Schulpflegschaftsvorsitzende hatte zur Diskussionsveranstaltung mit Christel Rhode, Leiterin des Schulverwaltungs- und Sportamtes, in die Schulbibliothek geladen. Rund 70 besorgte Eltern stellten auch CDU-Ausschussmitglied Burkhard Wilmes und Roswitha Köllner von der Demokratischen Initiative Paderborn (DIP) kritische Fragen. So sind bei der Umstellung auf den Linienbusverkehr demnächst einige Schüler aus Kohlstädt zwölf Stunden außer Haus. Für viele Eltern ist das unzumutbar. Eine Mutter sprach vom Recht auf Freizeit von Kindern und Jugendlichen und brachte das Kinder- und Jugendschutzgesetz ins Spiel.

Nach Angaben von Christel Rhode ist das jedoch laut der Schulverordnung zumutbar. „Die Verwaltung bewegt sich im Rahmen der Zumutbarkeit“, stellte sie klar. Bewegung in die Sache könne nur bei neuen Erkenntnissen kommen. Die habe jedoch die Verwaltung nicht. Die Amtsleiterin versprach jedoch, künftig den durch die Umstellung noch mehr überlaufenden Knotenpunkt am Gierstor möglichst zu entzerren. Im Übrigen sei der gefasste Beschluss im vergangenen Sommer in der Schulkonferenz vorgestellt worden. Roswitha Köllner bedauerte dagegen, dass die Eltern nicht deutlich informiert worden seien.
Schon einmal hat die Stadt sich in Sachen Schülerspezialverkehr bewegt. Nach Protesten von Weweraner Eltern wurde dieser zur Lise-Meitner-Realschule eingerichtet – möglicherweise auf Kosten der Friedrich-von-Spee-Gesamtschule, vermuteten einige anwesende Eltern.
„Die Stadt spart an jeder Ecke und ist nur für die Kinder im Stadtgebiet zuständig“, betonte Burkhard Wilmes. Zahlen über mögliche Einsparungen bei der Umstellung des Schülerspezialverkehrs auf den Linienbusverkehr hat die Verwaltung bisher nicht parat.
Da nach Angaben von Christel Rhode die Stadt diesbezüglich zwei Busunternehmen angesprochen habe, die dann Ersatzbusse einsetzen müssen, scheint vielen Eltern das Sparen nicht der Hauptgrund der Stadt für die Streichung zu sein. Sie vermuten, dass die Verwaltung damit gezielt Schülerströme lenken möchte, um die dritte Paderborner Gesamtschule und die neue Gesamtschule in Bad Lippspringe mit Leben zu füllen.
Durch die entstandene Konkurrenzsituation zu den beiden neuen Gesamtschulen hat sich für viele Eltern der Friedrich-von-Spee-Gesamtschule die Problematik in rund fünf Jahren möglicherweise von alleine geregelt. „Ich fordere deshalb Bestandsschutz für den bestehenden Spezialverkehr für alle Schüler über diesen Zeitraum“, so Regina Jordan abschließend.
´ Die nächste Schulausschusssitzung wird sich mit dem Thema beschäftigten. Sie ist für den 7. März um 17 Uhr in der Schulbibliothek der Friedrich-von-Spee-Gesamtschule terminiert. Dann will die Verwaltung auch entsprechendes Zahlenmaterial vorlegen. Laut Christel Rhode stehen zurzeit auch andere Schülerspezialverkehre zu anderen Schulen auf dem Prüfstand. Die Von-Spee-Gesamtschule hat aktuell 1.172 Schüler.

© 2013 Neue Westfälische,  Paderborn (Kreis), Mittwoch 20. Februar 2013
 

Wenn der Froschkönig zum Skater wird

Zum Grimmjahr „Schach im Märchenwald“: Spee-Schüler zwischen Abstraktion und Entschleunigung

Paderborn (NW). Wie aktuell Grimms Märchen sein können, zeigt der Darstellen-und-Gestalten-Kurs des Jahrgangs 10 der Friedrich-von-Spee-Gesamtschule unter der Leitung von Diana Höke und Michael Aßmann in seiner neuen Theaterproduktion „Schach im Märchenwald“. Dafür gab es im Forum der Gesamtschule märchenhaften Applaus.
Nach Voraufführungen für Schüler Paderborner Grundschulen stellte sich die Theatertruppe nun einem erwachsenen Publikum. In diesem Jahr kooperierte die Friedrich-von-Spee-Gesamtschule anlässlich des Grimmjahrs 2013 mit der Paderborner Märchenerzählerin „Die Rabe“, die bei allen Aufführungen des Stückes mit einer komprimierten Form der Originaltexte in die populärsten Märchenszenen der Gebrüder Grimm einführte.
Ein Durcheinander von 32 märchenlesenden Stimmen erfüllte das Forum, bis sich schließlich aus dem letzten Buch fliegende Seiten lösten, die, von einem Engel eingesammelt, der Märchenerzählerin übergeben wurden. „Die Rabe“ ging direkt darauf ein und führte die Zuschauer zunächst in den Wald von Hänsel und Gretel: Zwei Kinder stehen sich gegenüber, nicht wissend, wie man mit dem anderen umgehen soll, bis schließlich die Hexe die Bühne betritt, die Kinder trennt und Hänsel in eine ungewisse Zukunft führt.
In allen ausgewählten Märchenszenen wurde das Prinzip des einführenden Erzählens, einer Grundaufstellung wie beim Schach und die Handlung, die sich auf einen einzelnen Szenenhöhepunkt zuspitzte, beibehalten. Wie Bauern bei Schach aufgereiht, unterstützte das Reinigungspersonal das „Aschenputtel“ bei seiner Arbeit und ermöglichte die Verwandlung zur Ballprinzessin, fächerten sich die mit riesigen Facettenaugen ausgestatteten Fliegen zu ihren Angriffen auf das emsig arbeitende Schneiderlein und ermöglichten ihm seinen fragwürdigen Triumph.
Besonderes Vergnügen machte den Zuschauern der in Zeitlupe auf die Bühne stürmende Schiedsrichter, der den Bremer Stadtmusikanten die rote Karte zeigte und diese zu einem lärmenden Verzweiflungsgang durchs Publikum verurteilte, genauso wie der Froschköniug, der sich in einen adretten jungen Skater verwandelte, aber trotzdem nicht die Gunst der Prinzessin erlangen konnte, die lieber mit ihrem Ball zu spielen beliebte.
Von besonderer Bildqualität war die Verwandlung der aufmarschierenden Wache bei „Dornröschen“ in blühende Rosenstöcke. Nur ein einziger Kunstgriff ließ die Besenstiele grün umranken. Auch die Hände, die gierig aus dem Vorhang heraus nach der goldenen Gans griffen, vermochten eindrücklich die besondere Situation des ständig im Mittelpunkt stehen wollenden It-Girls zu verdeutlichen. Hier kippte die Märchenhandlung deutlich in die Lebenswelt der Schüler um, die die Konsumhaltung und das ständige Wetteifern um die Leader-Position fokussierten.
Szenenapplaus erhielt besonders die „Pechmarie“, die sich allen Aufmunterungen verweigerte und durch ihre eindrückliche Mimik und Gestik die traurige Gestalt der Verliererin auf ironische Weise sympathisch erscheinen ließ.

Wieder konnte die jährliche Theateraufführung der Gesamtschule mit einer gelungenen Inszenierung überzeugen, die durch ihr anschauliches Bildertheater, das Bemühen um beständige „Entschleunigung“ der Handlung und eine Konzentration auf wesentliche Bewegungen und Gesten beeindruckte.
Sie fleht zum Himmel: Eugenia Czernov in der Rolle de s „Sterntalers“.

© 2013 Neue Westfälische, Paderborn (Kreis), Donnerstag 21. Februar 2013
 

Die Zwei-Sekunden-Flitzer

„Formel 1 in der Schule“: Im Computermuseum wurden die Landesmeister ermittelt

VON FREDERIK GRABBE

Paderborn. Einige Hundert Schüler sind im Vortragssaal des Heinz-Nixdorf-Museumsforum (HNF), einige haben sich um die zwei Teams versammelt die gleich ihren Mini-Formel-1-Wagen ins Rennen schicken werden. Die anderen blicken gebannt auf eine große Leinwand, die das Spektakel überträgt. Dann ertönt das Startsignal, es zischt laut, Schüler jubeln, dann ist der Spaß auch schon vorüber. Wer aber hinter die Kulissen schaut, erfährt, wie viel Arbeit im Wettbewerb „Formel 1 in der Schule“ steckt.
Teilnehmer aus ganz Nordrhein-Westfalen gehen im Computermuseum bei den Landesmeisterschaften an den Start. 37 Gruppen mit insgesamt 200 Schülern sind gemeldet.
Statt mit Benzin treibt die Schüler-Flitzer jedoch der Rückstoß einer CO2-Patrone an. Die Miniatur-Boliden werden damit bestückt, bevor sie an einem Nylon-Faden über die 20-Meter lange Gerade dreschen.
In die Wertung der Jury fließen aber nicht nur Reaktionszeit beim Auslösen und Fahrtzeit: Ein ganzes Paket an Kategorien beeinflusst ihr Urteil. Konstruktionsplanung, Bau und Lackierung des Wagens oder Präsentation in der Boxengasse sind Teil der Aufgaben. Seit September arbeiten die Schüler bereits an ihrem perfekten Rennofen, suchen Sponsoren für ihr Projekt.
Nadha Marie Fathi blättert in einem Portfolio, dass die Gruppe „Spee GP“ von der Friedrich-von-Spee-Gesamtschule angefertigt hat. Darin sind haarklein sämtliche Schritte bis zum fertigen Auto aufgeführt. Kostenplanung, Fahrzeugkonzept, Konstruktionsplan.
Beim Wettbewerb müssen die Schüler nicht nur einen aerodynamischen Rennwagen bauen. Organisation, Marketing oder Verwaltung sind ebenso gefragt. „Beim Rennen ist uns der Spoiler abgebrochen, das gibt Strafpunkte“, sagt Nadha geknickt. Und das bei 1,44 Sekunden Fahrtzeit und 0,13 Sekunden Reaktionszeit, eigentlich Top-Werte, wie sie sagt.
In den Wochen zuvor plagte sich ihr Team etwa damit herum, die Konstruktionsdaten des Flitzers vom Modellierungsprogramm auf die CNC-Fräse zu übertragen. Eine „Mordsarbeit“, wie die sechs Schüler berichten. Immerhin: Die Gesamtschüler, die zum ersten Mal antraten, wurden als beste Newcomer in ihrer Altersklasse (15 bis 19) ausgezeichnet.
Betreut wurden sie vom Physik-Lehrer Benjamin Eke (28). Drei Stunden in der Woche im Fachunterricht, dazu noch an zwei Nachmittagen plus Termine bei Sponsorenfirmen – die Nachwuchskonstrukteure haben ein hohes Pensum hinter sich.
Das Rennwagenprojekt habe er genutzt, „um Unterrichtseinheiten aufzuziehen“, erzählt Eke. Luftwiderstand, Reibung oder Beschleunigung seien etwa in Thema im Physik-Unterricht gewesen. „Die Anforderungen des Wettbewerbs sind vielfältig. Für jedes Talent ist etwas dabei, und man arbeitet im Team für ein gemeinsames Ziel“, beschreibt Eke.
„Ziel des Wettbewerbs ist es, junge Menschen für Berufe in technischen Bereichen zu begeistern“, erklärt Irmgard Rothkirch, Wettbewerbsbetreuerin des HNF, das mit der Paderborner Gesellschaft für Projektierungs- und Dienstleistungsmanagement (gpdm) den Renn-Wettstreit veranstaltet. Seit 2012 nähmen Teams aus OWL teil, andere Regionen aus NRW seien schon seit 2006 beim Mini-Flitzer-Rennen dabei.
Auffällig ist der hohe Mädchenanteil beim Wettbewerb. Nach Veranstalterangaben liegt der bei 25 Prozent – das ist ungewöhnlich, schien doch bisher solch ein Technologiewettbewerb traditionell männlich besetzt.
Als eines von zwei Mädchenteams nehmen die Racing Zebras vom Gymnasium St. Michael aus Paderborn teil. Auch sie haben einen langen Weg hinter sich: Nach Schwierigkeiten mit dem Modellierprogramm und dem Lack (Teammanagerin Nele Schünemann: „Der Lackierer hat was falsch gemacht, die Farbe hat Blasen geschlagen“) , langen Diskussionen über Farben und Form des Flitzers (Nele: „Mit sechs Mädels eine Entscheidung finden ist schwierig“), Sponsoren- und Werkstattsuche sind die jungen Damen froh, am Wettbewerb im Paderborner Computermuseum teilgenommen zu haben. „Das gemeinsame Arbeiten in Teams für ein Ziel“, findet Kollegin Maria Jakob, „das macht man im Unterricht sonst nicht.“
© 2013 Neue Westfälische,  Paderborn (Kreis), Montag 18. Februar 2013 

Schüler schnuppern Formel-1-Luft

Beim Technologie-Wettbewerb im HNF gehen Jugendliche mit einem eigenen Rennstall an den Start

Von Per Lütje (Text und Fotos)

Paderborn (WV). Hunderte Millionen Euro wie Redbull-Chef Dietrich Mateschitz haben sie für ihren Formel-1-Rennstall nicht zur Verfügung. Aber das, was Jugendliche aus ganz NRW am Samstag bei der Landesmeisterschaft »Formel 1 in der Schule« im Heinz-Nixdorf-Museumsforum präsentierten, war im höchsten Maße beeindruckend.
Bei dem internationalen Technologie-Wettbewerb hatten die Teams die Aufgabe, einen Miniatur-Formel-1-Boliden am Computer zu konstruieren und anschließend in die Realität umzusetzen. »Allerdings durften wir das nicht selbst tun, sondern mussten Unternehmen finden, die uns sponsern und den Wagen fertigen«, erklärt Michelle Dürksen.
Die 16-jährige Schülerin des Gymnasiums Schloß Neuhaus ist Teammanagerin von »High Five Racing«. Denn genau wie in einem echten Rennstall sind auch beim Projekt »Formel 1 in der Schule« die Rollen klar verteilt. So braucht es darüber hinaus einen Konstrukteur, einen Grafikdesigner, einen Marketingchef und einen Produktionsingenieur, um den Miniatur-Formel-1-Rennstall auf die Beine zu stellen. Und das ist alles andere als ein Kinderspiel: »Wir haben mehr als 50 Unternehmen angeschrieben, uns zu unterstützen. Am Ende haben wir von acht Firmen eine Zusage erhalten«, sagt Nadha-Marie Fathi. Sie ist Teamchefin von »Spee GP« und hatte ein Budget von knapp 2000 Euro in bar – finanziert von der Sparkasse und Eon – zur Verfügung. »Es sind sogar knapp 700 Euro übrig, die wir in das Projekt für das nächste Jahr stecken können«, sagt ihr Crewmitglied Fabian Schomberg.
Die Konstruktion des Formel-1-Flitzers war aber bei Weitem nicht alles, was die mehr als 30 Teams am Samstag in die Waagschale warfen, um die Jury zu beeindrucken. Bewertet wurden darüber hinaus auch Geschäftspläne und Präsentation. So war im Heinz-Nixdorf-Museumsforum eine »Boxengasse« eingerichtet worden, in der sich die Mannschaften an individuell gestalteten Ständen präsentierten – natürlich in einheitlicher Teamkleidung.
Der Businessplan von »High Five Racing« hat es in sich. Mehr als 21   000 Euro umfasst die Kostenaufstellung der Elftklässler aus Schloß Neuhaus. »Das ist zumindest der Betrag, wenn wir alles hätten bezahlen müssen«, sagt Konstrukteur Leon Balz. Kugellager, CNC-gefräste Karosserie, Spoiler – alles Einzelanfertigungen von Unternehmen aus der Region. Sogar Tests im Windkanal nahmen manche Teams vor, um den Formel-1-Flitzer möglichst windschnittig zu gestalten. Ob das im jeweiligen Fall gelungen war, zeigte sich auf einer 20 Meter langen Rennstrecke, auf der die Mini-Boliden antraten. Angetrieben wurden sie vom Rückstoß einer CO2-Kartusche im Heck des Fahrzeuges.
Wie viele Stunden sie in ihr Projekt gesteckt haben, das konnte das Team »Spee GP« kaum schätzen. »Wir haben im November angefangen. Ich kann es nicht genau sagen, aber zehn bis 15 Stunden in der Woche waren es bestimmt«, sagt Yora Magid. Und das hauptsächlich in der Freizeit. Doch der Aufwand hat sich gelohnt: Als bestes der vier Paderborner Teams landete »Spee GP« bei der Landesmeisterschaft auf Platz fünf und wurde darüber hinaus als »Bester Newcomer« ausgezeichnet. Auch »High Five Racing« ergatterte einen Platz weit vorne und belegte in der Seniorenklasse Rang acht.
Irmgard Rothkirch vom Heinz-Nixdorf-Museumsforum, das die Veranstaltung im nächsten Jahr erneut ausrichten wird, ist sich sicher, dass das Projekt »Formel 1 in der Schule« den Jugendlichen viel bringt: »Es sind genau die Fähigkeiten gefordert, die auch ein Unternehmen bei seinen Auszubildenden gerne sieht.«

© Westfälisches Volksblatt, Paderborn, 18.02.2013

 

WDR Lokalzeit Bielefeld

Das Formel 1 Team der Friedrich-von-Spee-Gesamtschule wurde mit einem kurzen Spot vorgestellt, um auf die Veranstaltung im HeinzNixdorfMuseumsforum hinzuweisen.  Download 30s Video (flv)

Schach im Märchenwald

Spee-Gesamtschule interpretiert Grimm neu

Paderborn (WV). Es ist Tradition an der Friedrich-von-Spee-Gesamtschule, dass alljährlich im Februar ein Theaterstück für Grundschulen konzipiert und zur Aufführung gebracht wird. Direkt nach diesen Voraufführungen wagt man sich nun an die eigentliche Premiere für ein erwachsenes Publikum: An diesem Freitag hebt sich um 19 Uhr im Forum der Schule der Vorhang für das Theaterstück »Schach im Märchenwald«.
Passend zum Grimm-Jahr 2013 hat der »Darstellen und Gestalten«-Kurs des Jahrgangs 10 zusammen mit der Paderborner Märchenerzählerin »Die
Rabe« ein Stück entwickelt, das die schönsten Märchen der Brüder Grimm in neun Szenen zusammenfasst und auf eigenwillige Weise interpretiert.
Unter der Gesamtleitung von Diana Höke und Michael Aßmann wird ein lebendiges Bildertheater präsentiert, das die Höhepunkte der Grimmschen Geschichten überträgt auf ein wandlungsfähiges Schachbrett. Dabei wird das Entscheidende und Bestimmende der märchenhaften Geschichten herauskristallisiert in Form von denkbaren Begegnungen völlig menschlich agierender Gestalten, die sowohl die Spielfiguren eines immer wieder neu ansetzenden Schachspiels als auch die Hauptpersonen der klassischen Märchen sind.
So werden in den Szenen anhand der bekannten Märchen Bilder entwickelt von Freundschaft, Liebesglück und Liebesleid, vom Ausgestoßensein, vom Angeben und von übersteigertem Rollenverhalten, ohne dass diese Szenen sich zu weit lösen vom Original, das immer präsent bleibt durch die am Rande der Bühne erzählten Geschichten der klassischen Märchenerzählerin. So ist »Schach im Märchenwald« ein Theaterstück für Jung und Alt zum Auffrischen alter Erinnerungen und Erleben neuer Ansichten.

WV, 13.02.2013

Ansporn für junge Leser

Marcus Linnemann und die Jugendbuchbeauftragte der Buchhandlung Linnemann, Eleonore Linnemann, ehrten jetzt in der Schülerbibliothek der Friedrich-von-Spee-Gesamtschule Schülerinnen und Schüler für ihren Lesefleiß. Seit Beginn des laufenden Schuljahres besteht eine Kooperation zwischen Schule und Buchhandlung, die sich dem Ziel der Leseförderung in der Sekundarstufe I verschrieben hat. Michael Heggemann, neben Manuel Wibbeke Initiator an der Schule und selbst Mathematik- und Physiklehrer:

 „Textverständnis ist in allen Fächern wichtig. Das Projekt legt außerdem den Grundstein für lebenslanges Lesen.“ Bei der Initiative lesen alle Schüler und Klassen eines Jahrgangs um die Wette. Als Anerkennung und weiteren Ansporn gab es von der Buchhandlung 23 Jugendbücher für die Schulbibliothek. Die Jahrgänge 5 und 6 hatten gemeinsam mehr als 500 Bücher im ersten Quartal gelesen. Die Klassen 5c und 6c hatten daran jeweils den größten Anteil und durften daher die Bücher entgegen nehmen. Außerdem wurden Carolin Hebenstreit (5c) und Celina Arlt (6a) als stärkste Leseratten mit einem Büchergutschein belohnt.

© 2013 Neue Westfälische, Paderborn (Kreis), Dienstag 05. Februar 2013

 

Schüler-Umfrage am Mahnmal an der Alten Synagoge


Es gibt wieder Vorurteile gegen Juden
Schüler-Umfrage am Mahnmal an der Alten Synagoge / „Sensibilität lässt nach“

VON FREDERIK GRABBE

Paderborn. Es liegt mitten im Herzen von Paderborn: Das Mahnmal zwischen Sankt-Vinzenz-Krankenhaus und Landgericht, das an die unter der Herrschaft der Nationalsozialisten zerstörte Synagoge und an die getöteten und vertriebenen Paderborner Juden erinnern soll. Schüler der Friedrich-von-Spee-Gesamtschule führten jetzt eine Bürgerumfrage durch – und stießen dabei auf einen neuen, latenten Antisemitismus in einigen Teilen der Bevölkerung.
Der Platz „An der Alten Synagoge“ ist dieser Tage dick in einen Schneemantel eingepackt. Viele Fußspuren zeugen vom Verkehr zwischen Hotel Aspethera, Krankenhaus, Gericht und Gaststätten nahe des Platzes. Nur vereinzelt führen sie in die Nischen des Mahnmals, wo Gedenktafeln montiert sind. Sie listen die Namen der während des Nazi-Regimes getöteten Paderborner Juden auf. Spuren, die als geringes Interesse der Paderborner an dem Mahnmal interpretiert werden könnten. „Einen geringen Bezug zwischen dem Mahnmal und insbesondere jungen Menschen haben wir auch in unserer Umfrage festgestellt“, sagt Jakob Bremstella. Er ist einer von 18 Schülern, die in der Jahrgangsstufe 13 untersucht haben, wie das Mahnmal von der Bevölkerung wahrgenommen wird.
„Anlass für die Umfrage war der 27. Januar, der Holocaust-Gedenktag“, erläutert die Lehrerin Dr. Angelika Gausmann. „Das Mahnmal der Alten Synagoge sollte nach dem Willen des Künstlers einen Stein des Anstoßes darstellen. Wir wollten herausfinden, ob noch immer diese Anstößigkeit besteht oder ob mittlerweile genug gemahnt wurde“, so Gausmann.
Die Antworten auf die von den Schülern selbst entwickelten Fragen bieten ein gespaltenes Bild (siehe auch Kasten): So befürwortete eine große Mehrheit das Mahnmal, jedoch konnte nur die Hälfte die Reichspogromnacht richtig in das Jahr 1938 einordnen. Lediglich zwei Drittel wussten, dass es heute in Paderborn eine jüdische Gemeinde gibt. „Wir haben auch Ärzte und Krankenschwestern befragt, die im benachbarten Krankenhaus arbeiten. Einigen war gar nicht klar, dass es sich um ein Mahnmal handelt“, erzählt Jakob.
Das bestürzendste Ergebnis lieferte die Frage, ob Juden heute zu viel Einfluss hätten: 18 Prozent bejahten diese Frage. Immerhin vier Prozent fanden, dass Juden mit üblen Tricks arbeiten, um ihre Ziele zu erreichen, sieben Prozent sehen in Juden etwas Eigentümliches, das nicht so recht zu den Deutschen passen will. „Ein latenter Antisemitismus ist in einigen Teilen der Gesellschaft noch immer vorhanden“, ziehen die Schüler um die Pädagogin Gausmann ein Fazit. „Obwohl eher eine Art Kartelldenken in Bezug auf wirtschaftlichen Einfluss vorherrscht anstelle von rassistischen Vorurteilen“, differenziert Jakob. „Die Umfrage ist aber nicht repräsentativ“, wirft der Schüler Armin Jolemi-Weinitschke ein, „dazu müsste man mindestens ein Prozent der Bevölkerung befragen.“
150 Menschen hat man in der Umgebung des Mahnmals befragt. Antijüdische Haltungen habe man vorwiegend bei jüngeren Menschen festgestellt. „Ich glaube, bei dieser Gruppe lässt die Sensibilität gegenüber dem NS-Reich und dem Holocaust nach“, wagt Armin einen Erklärungsansatz. „Vorurteile werden häufig innerhalb der Familien weitergeleitet. Mit rationaler Aufklärung kann man diese nur langsam beseitigen“, fügt Gausmann hinzu.
„Ich fand es interessant, bei den Umfragen zu sehen, wie die Leute reagieren und welch unterschiedliche Ansichten zusammenkommen“, berichtet die Schülerin Maria Celik über ihre Arbeit mit der Empirie. So sei ein Mann einfach aufgestanden und weggegangen, als er nach dem Einfluss der Juden befragt wurde. Eine Frau habe angefangen zu weinen. Dieser persönliche Bezug zu dem Thema habe die Schüler beeindruckt, meint etwa Schahir Habib: „Die Umfrage ist ja nur eine Momentaufnahme. Mich würde interessieren, wie sich das Meinungsbild wandelt.“ Nachfolgende Kurse der Sozialwissenschaften, hofft er, könnten die Umfrage wiederholen – und somit feststellen, wie die Spuren künftig verlaufen werden.


INFO  Vorwiegend junge Leute

  • Die Schüler befragten insgesamt 150 Menschen in der Nähe der Alten Synagoge. Die große Mehrheit (64 Prozent) war zwischen 15 und 30 Jahren alt (Schüler, Studenten).
  • Davon kamen fast 80 Prozent aus Paderborn, 75 Prozent lebten seit 11 Jahren oder länger in der Domstadt.
  • Unter anderem ergab die Umfrage: 73 Prozent der Befragten waren noch nie in einer Synagoge, nur 15 Prozent hatten jüdische Verwandte oder Bekannte.
  • 25 Prozent der Befragten konnten nicht beschreiben, was das Mahnmal am Busdorf symbolisiert.

© 2013 Neue Westfälische, Paderborn (Kreis), Montag 28. Januar 2013
 

Angebrachtes Mahnmal

© Westfälisches Volksblatt, 28.01.2013 (Druckfehler in der Überschrift des Originals wurde korrigiert)

 

Schnupperkurs in der Arbeitswelt

Achtklässler der Friedrich-von-Spee-Gesamtschule absolvieren neue „integrierte Berufsorientierung“

VON DENNIS ROTHER
Paderborn. Zwei Tage theoretische Kompetenzanalyse, ein Tag Betriebsbesichtigung, zwei Tage Nachbearbeitung: Eine ganze Woche lang drehte sich bei 170 Schülern der Friedrich-von-Spee-Gesamtschule alles um die frühzeitige Berufsorientierung. Die Achtklässler schauten Mitarbeitern von Radiosendern über die Schulter, unterstützten Internetagenturen oder lernten Mediengestaltung. Die Resonanz: Positiv – bei den Jugendlichen und den Unternehmen.
„Wir haben nur gutes Feedback bekommen, von allen Seiten“, freute sich Dr. Manfred Zindel, Mitinitiator des neuen Modells zur Berufsorientierung. Erstmals folgte auf auf einen schriftlichen Test sofort der Gang in die Praxis. Selbst Großkonzerne wie Wincor Nixdorf oder Benteler hatte der Mathematiker mit ins Boot geholt, „schließlich lag der Fokus auf den so genannten MINT-Berufen: Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik“. Jede der sechs Klassen aus der achten Jahrgangsstufe teilten Zindel und Bernhard Schulte, Berufswahlkoordinator an der Spee-Gesamtschule, zunächst in drei Gruppen ein. Dann ging es mit der Kompetenzanalyse ans Eingemachte.
Soft Skills wie Teamfähigkeit und Einfühlungsvermögen testeten die Organisatoren ebenso wie Mathematik-Verständnis oder Deutschkenntnisse. Sonja, 14, berichtete von einer kleinen Geschichte, die ihre Kleingruppe nach dem Lesen schriftlich wiedergeben sollte. „Es kam auf gute Wortwahl und sichere Rechtschreibung an“, sagte sie. Klassenkamerad Timur erzählte vom ausführlichen Multiple-Choice-Test zum Fingerspitzengefühl in stressigen Situationen. „Das Verständnis für andere stand im Vordergrund.“
Auch künstlerisch wurden die Jugendlichen gefordert. Sie zeichneten ein Pferd – je exakter, desto höher der Ausschlag auf der Bewertungsskala der gestalterischen Fähigkeiten. Schließlich ging es in die Praxis. Für Laura, Hanna und Marvin bedeutete das einen Arbeitstag in der Software- und Internetagentur Padermedien. „Wir haben die Grundlagen der Mediengestaltung gelernt“, sagte Laura. Nach kurzer Einarbeitung unterstützten sie eifrig die Profis. Gemeinsam entwarfen sie ein 3D-Modell von künstlichen Beinen, das später für eine computergestützte Anpassung von Socken genutzt wurde. Für Laura völliges Neuland: „Hat aber Spaß gemacht.“Andriana und Isabell erging es bei der Marketing-Firma Code-X ähnlich. „Wir könnten uns vorstellen, später sowas beruflich zu machen.“ Auch Musikproduzenten, Verlage oder Druckereien machten beim Projekt mit – und sogar eine Blindenschule war am Start. Mit Fotos, Notizen und vielen intensiven Eindrücken aus den abwechslungsreichen Berufsfeldern kamen die Schüler schließlich zurück in ihre Klassenräume. Es folgte ein reger Informationsaustausch unter den Gruppen: Welchen Einblick habe ich gewonnen? Welche Erfahrungen hast du gemacht? Und vor allem: Welche Eindrücke bleiben? Am Computer erstellten die Schüler zum Abschluss der Projektwoche kleine Präsentationen.
Unterdessen werteten Manfred Zindel und sein Team die Kompetenzanalysen aus. Für jeden Teilnehmer schlüsselten sie Stärken und Schwächen auf. „In Einzelgesprächen wurden die Ergebnisse dann erörtert“, sagte Manfred Zindel. So bleibt neben den wertvollen Einblicken in die Berufswelt für jeden eine individuelle Bilanz. „Das Experiment ist geglückt.“

Die Organisatoren

Das neue Modell der „integrierten Berufsorientierung“ wurde vom Paderborner Zentrum des Projekts „Zukunfts durch Innovation“ (Zdi) sowie der Arbeitsgruppe PBreport unter Leitung von Manfred Zindel entworfen. In den Räumen der Fortbildungsakademie der Wirtschaft führten die Organistoren die Kompetenzanalyse sowie die abschließende Auswertung mit den Schülern durch.
Mit Nachdruck dankte Lothar Schlegel, Direktor der Spee-Gesamtschule, den finanziellen Unterstützern der Projektwoche: Zur Verfügung standen Gelder von der Arbeitsagentur Paderborn sowie Fördermittel der Familie-Osthushenrich-Stiftung aus Gütersloh. (dr)

© 2013 Neue Westfälische, Paderborn (Kreis), Samstag 12. Januar 2013

 

Wettbewerb mit Mini-Flitzern

Schüler konstruieren Rennwagen

VON FREDERIK GRABBE Paderborn. Laut knatternde Motoren und umherflitzende Mechaniker in der Boxengasse? Schwerer Benzingeruch, der in der Luft hängt? Zugegeben, beim Wettbewerb „Formel 1 in der Schule“ fehlen diese typischen Rennfahr-Attribute.
Dafür kommt es für die vier Teams aus Stadt und Kreis Paderborn auf ganz andere Sachen an. Jetzt trafen sie sich mit anderen Teams aus OWL im Technologiezentrum, um im Vorfeld zum landesweiten Rennen im Februar die besten Konstrukteure zu küren.
Der Schüler-Modus eines Formel-1-Rennens funktioniert wie folgt: Auf einer 20 Meter langen geraden Strecke treten zwei Miniatur-Rennwagen gegeneinander an. Angetrieben werden sie durch eine CO2-Patrone, die im Heck des Autos untergebracht ist. Per Auslöser muss diese von einem Schüler „gezündet“ werden, wenn das Startsignal per Mini-Ampel gegeben wird. Dabei kommt es auf die Reaktionszeit an – und eben auf die Konstruktion des Kohlendioxid-Flitzers.
Der Weg zum perfekten Rennschlitten ist lang. Aber auf diesen Weg kommt es an. „Man sieht in der Formel 1 in erster Linie das Auto. Aber all die vielen Schritte, die zum Auto führen, sieht man nicht“, erklärt Heiko Bubenik, Projektassistent von der Gesellschaft für Projektierungs- und Dienstleistungsmanagement (gpdm) aus Paderborn. Die gpdm hat den Wettbewerb in OWL ins Leben gerufen und betreut die Schülerteams. Teamchef, Ressourcenmanager, Designer oder Konstrukteure. Jeder Schüler bekommt ein Aufgabenfeld zugewiesen. „Wir möchten, dass die Schüler auch mit Unternehmen sprechen, und ihnen erklären, warum sie das Team sponsern sollen“, so Bubenik. Auch die Suche nach einer Firma mit CNC-Fräse, die das Auto aus einem Block Balsa-Holz, ein besonderes Modellbau-Holz, schneidet, sei Teil der Aufgabe.
Im Team arbeiten sie dann für ein Ziel: Den schnellsten Wagen herzustellen. Einblicke in die Produktentwicklung und Technologie bieten, um Interesse für eine berufliche Laufbahn in der Technik zu bieten, dass ist das Ziel der gpdm.
Bis jetzt existieren die Flitzer der Schüler aber nur auf dem PC. Per CAD-
onstruktionsprogramm haben sie ihr optimales Auto modelliert. „Wir haben versucht, unser Auto in Katamaran-Form zu bringen“, beschreibt Leon Balz vom Team „High Five“ von Gymnasium Schloß Neuhaus. Damit wollen sie den Luftwiderstand verringern. Viele Details will der 16-Jährige aber nicht verraten, „schließlich ist es ein Wettbewerb“, sagt er schmunzelnd.
„Unser Auto ist möglichst flach konstruiert und hat wenige gerade Flächen“, erläutert Fabian Schomberg (15) vom Team „Spee GP“ der Friedrich-von-Spee-Gesamtschule.
Ecken abrunden, wie etwa die Kapselhülle für die CO2-Patrone, und mit Teflon beschichtete Reifen, um Wind- und Reibungswiderstand zu minimieren: Das ist das Rezept der Gesamtschüler. „Vorher fand ich die Formel 1 eher langweilig“, beschreibt Yara Magid (14) von „Spee GP“. „Aber das Projekt macht Spaß, mein Interesse ist sicher gestiegen.“

Zahlen und Fakten

  • Am 15. und 16. Februar findet im Heinz-Nixdorf-Museumsforum die NRW-Landesmeisterschaft des Wettbewerbs „Formel 1 in der Schule“ statt.
  • In ganz NRW gibt es 40 Teams, in OWL sind es 16. Stadt und Kreis Paderborn sind mit vier Teams vertreten. Es machen Schüler im Alter zwischen 11 und 19 Jahren mit.
  • „Formel 1 in der Schule“ gibt es seit 2006, seit 2012 sind auch Schulen in OWL dabei.´ Der erste Platz des Konstruktionscups der Altersgruppe 14 bis 19 Jahre ging an das Team „High Five“ (Gymnasium Schloß Neuhaus). „Spee GP“ (Friedrich-von-Spee-Gesamtschule) belegte den zweiten Platz. Bei den Junioren (11 bis 14 Jahre) siegte das Mädchenteam „Skunks“ (Gymnasium St. Michael), Platz zwei belegte das Thunderbolt Racing Team (Gymnasium Steinhagen).

© 2012 Neue Westfälische, Paderborn (Kreis), Mittwoch 12. Dezember 2012
 

 

Schule unter neuer Führung

Von-Spee öffnet am Samstag die Türen

P a d e r b o r n (WV). Wenn die Friedrich-von-Spee-Gesamtschule am morgigen Samstag den Tag der offenen Tür ausrichtet, dann stellt sich gleichzeitig auch die neue Schulleitung vor. Seit dem Sommer ist Lothar Schlegel (56) Schulleiter, seine Stellvertreterin ist Daniela Gehring.
Mit Ablauf des vergangenen Schuljahrs war Franz Hermanns als stellvertretender Schulleiter in die Freistellungsphase zum Ruhestand eingetreten. Nach dem Wechsel des Schulleiters Detlef Strauß in die Schulausicht hatte Franz Hermanns die Gesamtschule komissarisch geleitet. Jetzt ist das neue Führungsduo im Amt. Lothar Schlegel hat Theologie und Geografie studiert und war an Schulen in Detmold, Siegen, Duisburg
und Krefeld tätig. Zuletzt hat der Vater dreier Kinder am Institut für Bildungsforschung an der Universität Dortmund gearbeitet und hat dort unter anderem die Prüfungsaufgaben für das Zentralabitur im Fach evangelische Religion (entwickelt). Daniela Gehring wohnt seit 30 Jahren in Detmold und hat in Marburg und Bielefeld studiert. Die dreifache Mutter hat fünf Jahre als wissenschaftliche Mitarbeiterin im Bereich Sportmedizin an der Uni Bielefeld gearbeitet und war als Lehrerin in Detmold in Löhne tätig.
Am morgigen Samstag stellt sich das neue Führungsduo beim Tag der offenen Tür von 10.30 bis 14 Uhr vor. Für alle Eltern und Kinder der Grundschule, die bald zur weiterführenden Schule wechseln, ist der Tag konzipiert. Eltern und Schüler der zehnten Klassen sind ebenfalls eingeladen. Dort steht die Arbeit in der gymnasialen Oberstufe mit der Vorbereitung auf das Abitur im Blickpunkt. Für diese Besucher aus den zehnten Klassen gibt Abteilungsleiter Georg Blum Auskunft über Struktur und Schwerpunkte des Lernens in der gymnasialen Oberstufe der Gesamtschule.
Zu Beginn und zu jeder vollen Stunde gibt Schulleiter Lothar Schlegel im Forum eine Einführung zu den pädagogischen Schwerpunkten und zum  Unterrichtsalltag.
Die fünften und sechsten Klassen und einige Fachkurse aus den höheren Jahrgangsstufen präsentieren ein breites Spektrum von Fächern. Auch die Fachräume sind geöffnet. Dort zeigen Schüler ihre interessantesten Versuche
und Projekte aus dem Unterricht in Naturwissenschaften und Technik.
Die jungen Gäste können sich forschend, bastelnd, sportlich und musikalisch ausprobieren.
Ein Team von Schülern, Lehrern und Eltern steht für individuelle Rundgänge und zur Beantwortung aller Fragen zur Verfügung. Es werden Stundenpläne erklärt und die Laufbahn zu allen Schulabschlüssen bis zum Abitur erläutert.
Von 12.30 Uhr an gibt in der Mensa Essen – auch für Vegetarier

 

Sprachen und Sport im Mittelpunkt

Lothar Schlegel und seine Stellvertreterin Daniela Gehring leiten seit Schuljahresbeginn die Friedrich-von-Spee-Gesamtschule

VON ANNIKA FALK Paderborn. Nach der Abberufung von Detlef Strauß zur Bezirksregierung nach Detmold wurde die Friedrich-von-Spee-Gesamtschule ein Jahr lang kommissarisch von Franz Hermanns geleitet. Was der stellvertretende Schulleiter geleistet hat, merken seine Nachfolger erst jetzt. Ihre 100-Tages-Frist haben Lothar Schlegel und Daniela Gehring jedoch erfolgreich gemeistert.
„Wir haben genug Arbeit für zwei und er hat das alleine gemacht“, zollt Schlegel Hermanns, der im Sommer in den Ruhestand verabschiedet worden ist, seine Anerkennung. Franz Hermanns war seit der Gründung der Schule 1993 im Kollegium.
Schlegel und Gehring sind neu, an der Schule sowie in der Stadt.Lothar Schlegel kennt zwar OWL – er hat in Detmold sein Referendariat gemacht – studiert hat der heute 56-Jährige aber in Bochum und Siegen, war lange Jahre Oberstufenleiter einer Gesamtschule in Duisburg. Immer wieder sei er angesprochen worden, ob er nicht den Qualifikationskurs zum Schulleiter machen wolle. „Dass danach die Stelle in Paderborn frei war, war dann Zufall“, sagt der evangelische Religions- und Erdkundelehrer, der sich freut, dass neue und alte Schule den gleichen Ausbaustand haben, beide waren Anfang der 90er Jahre gegründet worden. „Damals konnte man unter richtig guten Leuten aussuchen, das macht sich jetzt auch bemerkbar, wir wurden vom Kollegium herzlich aufgenommen“, sagt Schlegel.
Daniela Gehring ist die Region vertrauter. Sie hat in Bielefeld und Marburg studiert, war an einem Detmolder Gymnasium und der Berthold-Brecht-Gesamtschule Löhne (Kreis Herford) tätig – nach einiger Zeit als wissenschaftliche Mitarbeiterin in der Abteilung Sportmedizin der Universität Bielefeld. Der Sport-Schwerpunkt der Spee-Gesamtschule liegt der Sport- und Biologielehrerin am Herzen.
Dass die Schule zwei Physik-Leistungskurse anbietet, passe zum mathematisch-naturwissenschaftlichen Schwerpunkt sowie zum Wissenschaftsstandort Paderborn. Aber auch die Sprachen beeindruckten die 51-Jährige: Die Russisch-Olympiade NRW wurde im vergangenen Jahr sogar an der Friedrich-von-Spee-Gesamtschule ausgetragen. „Wir wollen aber parallel zum Russischunterricht in der Oberstufe auch vermehrt auf Spanisch setzen“, so Gehring.Nachdem die neuen Schulleiter Schüler und Kollegen – immerhin 110 inklusive 12 Referendaren – kennen gelernt haben, wollen sie die Schule mit ihren aktuell 1.167 Schülern fit für die Zukunft machen.
Die Ausweitung des Spanisch-Unterrichts ist dabei nur eine Idee. Mit dem neuen Führungs-Duo steuert die Schule auf ihr 20-Jähriges zu. Damals war sie nach der Gesamtschule Elsen die zweite Schule dieser Art. Zum Schuljahr 2013/14 kommt eine dritte hinzu, die Gesamtschule Bad Lippspringe wird wohl einige Schüler kosten. „Unser Einzugsbereich wird zwar beschnitten, aber eine wohnortnahe Schule ist gut“, so Schlegel diplomatisch. Er vertraut auf die guten Anmeldezahlen der vergangenen Jahre.
„Der Trend geht zur Gesamtschule“, ist er sicher. „Kinder sind bei uns auf jeden Fall richtig, egal welche Begabung sie am Ende der vierten Klasse mitbringen.“ Außerdem sei der Schulalltag durch die neun Jahre bis zum Abitur kein „D-Zug“ wie an vielen Gymnasien. 30 bis 40 Prozent eines Jahrgangs machen an seiner neuen Wirkungsstätte das Abitur. Aber auch die Vorbereitung auf eine Ausbildung liegt dem Kollegium sehr am Herzen.
© 2012 Neue Westfälische, Paderborn (Kreis), Samstag 17. November 2012

 

Ein Uhu im Unterricht

An der Friedrich-von- Spee-Gesamtschule lernen die Schüler praxisnah in Projektkursen

VON ANNIKA FALK Paderborn/Bad Lippspringe. Beobachten, wie ein gepflegter Uhu in die Freiheit entlassen wird – und das während der Unterrichtszeit: Über fehlende Praxisnähe dürfen sich die Abiturienten der Friedrich-von- Spee-Gesamtschule nicht beschweren. Als Projektkurs, der an den Biologie-Unterricht angedockt ist, treffen sich neun Schüler alle zwei Wochen im Informationsbüro Nationalpark OWL in Bad Lippspringe.
Einer der Höhepunkte des Projektes folgte wenige Wochen nach Schuljahresbeginn. Die Abiturienten können miterleben, wie Wilfried Limpinsel von der Ausgewöhnungsstation für Greifvögel und Eulen einen Uhu in die Freiheit entlässt.
Das Tier war im Mai wenige Tage nach seiner Geburt gefunden und in Limpinsels Station nach Marsberg-Essentho gebracht worden. Er päppelte es auf, seine Frau Mathilde fütterte das Uhu-Weibchen anfangs mit der Pinzette. „Wichtig ist, dass sie keine Prägung auf den Menschen entwickeln“, sagt Limpinsel. Er erzählt, dass Uhus seit 1909 ausgestorben waren. Erst nachdem man Tiere in Gefangenschaft gezüchtet hatte, lebten sie 65 Jahre später wieder in freier Wildbahn. Man schätzt aktuell 160 Paare in ganz Nordrhein-Westfalen, so Limpinsel.
Dann holt er den Uhu aus dem Karton, der kurz zuvor noch neugierig von der Katze des Försters Oliver Sielhorst beäugt worden war. Zusammen mit den beiden Förstern des Infobüros und ihrem Lehrer Ralph Legenhausen nähern sich die Schüler während des gesamten Schuljahres den Themen Wald, Tiere und Pflanzen.
Limpinsel hält den Uhu auf der Hand. Voller Bewunderung halten die Schüler den Moment mit ihren Handykameras fest. „Die Augen sind geil“, sagt Laura Giesler aus Dahl. „Es ist faszinierend, ihn so nah zu sehen.“ Gemeinsam mit den Schülern bringt der Vogelexperte das Erkennungszeichen des Uhus, einen silbernen Ring an dessen Bein an. Dann soll das Tier losfliegen. Doch statt in die Freiheit zu entkommen, setzt sich der Uhu auf den Boden, erkundet dann die Wiese neben dem Forsthaus in der Steinbeke. Erst als nicht mehr alle Blicke auf ihn gerichtet sind, kann er seine neu gewonnene Freiheit genießen.
Für die Schüler ist die Praxisnähe ausschlaggebend für die Teilnehme an dem Projekt. Er ist freiwillig – 42 der 60 angehenden Abiturienten der Friedrich-von- Spee-Gesamtschule nehmen an den verschiedenen Pilotkursen teil. Die Lernatmosphäre im Forsthaus ist anders als im Klassenraum. „Es ist fokussierter und das Projekt können die Schüler sogar abiturrelevant einbringen“, sagt Ralph Legenhausen. Der Lehrer hat die Kooperation mit den Förstern angeleiert. „Wir planen als eine Art Zwischenbilanz ein wissenschaftliches Projekt“, sagt er.
Themen der kommenden Wochen werden Flora, Fauna, Pilze, aber auch Verhaltensregeln im Wald und besonders in Naturschutzgebieten sein. „Am Ende sollen die Abiturienten dann die Fünftklässler durch den Wald führen“, so Legenhausen. „Einige Schüler hatten anfangs gar keinen Bezug zum Wald, aber die Aufmerksamkeit steigt und die Berührungsängste nehmen ab.“ Auch der neue Schulleiter Lothar Schlegel hat die Uhu-Auswilderung verfolgt und ist überzeugt: „Projekte wie diese sind Orte der Freiheit, die uns durch eine etwas freiere Lehrplangestaltung an der Gesamtschule möglich sind.“

© 2012 Neue Westfälische - Paderborn (Kreis), Mittwoch 14. November 2012

 

Offene Form des Arbeitens

Projektkurse sind in der neuen Prüfungsordnung neben den Vertiefungsfächern der zweite neue Baustein der gymnasialen Oberstufe. Sie sollen selbstständiges, strukturiertes und kooperatives Arbeiten in individuellen Schwerpunkten fördern.
„Auf die Idee kamen wir, als wir keinen Kunst-Leistungskurs anbieten konnten“, sagt Georg Blum. Der Oberstufenkoordinator der Friedrich-von- Spee-Gesamtschule hat sich dann mit seinen Kollegen an die Planung gemacht. Er selbst bietet – angelehnt an den Kunstunterricht – den Kurs „Bekanntes aus Paderborn phanatasievoll umgestalten“ an. „Wir nähern uns künstlerischen Werken Paderborner Sehenswürdigkeiten, jeder setzt sich selbst damit auseinander und mit eigens geschaffenen Werken organisieren wir anschließend eine Ausstellung“, so Blum.
Der Sportkurs kümmert sich um die Organisation des Paderborner Kinder- und Schülertriathlons, dazu zählt die Koordination mit der Stadt Paderborn sowie dem Verein „Tricity“. Die Abiturienten bereiten die jüngeren Schüler mit den Lehrern sportlich vor und kümmern sich mit ums Sponsoring. Der Geschichtskurs beschäftigt sich mit der Bahn in Paderborn von 1850 bis zur Zukunft.
„Das Besondere ist die andere, offene Form des Arbeitens“, sagt Blum. „Und auch unsere ehemaligen Schüler, jetzt Studenten, haben uns als Feedback mitgegeben, dass Facharbeiten die beste Vorbereitung für die Uni ist.“ (faa)
© 2012 Neue Westfälische - Paderborn (Kreis), Mittwoch 14. November 2012    

 

Jugendliche mischen in der Politik

Paderborner Stadtjugendrat im Rathaus gegründet

Paderborn (NW). Was lange währt, wird endlich gut. Was der Volksmund so treffend beschreibt, gilt auch für den Paderborner Stadtjugendrat. Die einige Jahre umfassenden Diskussionen, wie ein solches Gremium arbeiten kann und zusammengesetzt werden soll, haben jetzt ein Ende.
Mehr als 30 Vertreter von weiterführenden Paderborner Schulen trafen sich jetzt im Beisein von Bürgermeister Heinz Paus und dem für die Jugend zuständigen Beigeordneten Wolfgang Walter im Rathaus und gründeten den Paderborner Stadtjugendrat. Zum Vorsitzenden wählten die Schülerinnen und Schüler Cüneyt Aslangiray. Dem 17-Jährigen von der Friedrich-von-Spee-Gesamtschule stehen die stellvertretende Vorsitzende Judith Friede (17) und die Schriftführerin Kathrin Krause (beide vom Gymnasium St. Michael) zur Seite. Am 5. Dezember wird die nächste Sitzung des Gremiums um 18 Uhr im Paderborner Rathaus stattfinden, bei der die Versammelten dann auch Ideen und Wünsche für Projekte behandeln wollen. Wer diese einbringen möchte, hat über die Mail-Adresse stadtjugendrat@paderborn.de die Möglichkeit dazu. Mehr Infos über den Stadtjugendrat sind im Internet unter der Adresse www.familienservicecenter.de erhältlich.
Die weiterführenden Paderborner Schulen konnten Vertreter in diesen Rat entsenden. Dabei ging es nach der Zahl ihrer Schüler. Bis 500 Schüler konnte ein Vertreter, bis 1.000 Schüler zwei und ab 1.000 Schülern drei Vertreter von den Haupt-, Real-, Gesamtschulen, den Gymnasien und Berufskollegs geschickt werden.
Es sei ein wichtiges Gremium, von der sich die Stadt einiges verspreche, betonte Bürgermeister Heinz Paus bei seiner Begrüßung. Er habe in der Vergangenheit regelmäßig Schülersprecher eingeladen, um Meinungen, Ideen und Wünsche der jungen Leute in die Kommunalpolitik zu integrieren. Mit dem Gremium sei jetzt eine feste Institution für die Einbringung der Interessen der jungen Leute geschaffen. „Sie haben das Vertrauen ihrer Mitschüler und kennen deren Wünsche und Sorgen“, so Heinz Paus. Er würde sich freuen, wenn durch diesen Rat Paderborn noch mehr von Jugendlichen mitgestaltet würde. Der Bürgermeister dankte den Anwesenden für deren Bereitschaft, im Stadtjugendrat mitzuarbeiten. „Während der eine oder andere Zeitgenosse meckert, haben Sie die Überzeugung, dass es sich lohnt für unsere Stadt zu arbeiten“, lobte Paus das Engagement der anwesenden Schülerinnen und Schüler.
© 2012 Neue Westfälische - Paderborn (Kreis), Dienstag 13. November 2012

 

Was Schülern zu den „Strukturen“ alles eingefallen ist

Am Donnerstag Finissage der Schwarz-Ausstellung in der Friedrich-von-Spee-Schule mit zahlreichen Präsentationen

Paderborn. Zur Finissage lädt die Friedrich-von-Spee-Gesamtschule am Donnerstag, 8. November, in das Forum der Gesamtschule am Weißdornweg 6 ein. In diesem Jahr wurde zu den in der Schulgalerie ausgestellten Fotografien von Florian Schwarz, Student der Fakultät der Kulturwissenschaften im Fach Kunst an der Universität Paderborn, gearbeitet.
Florian Schwarz präsentiert seit einigen Monaten eine Ausstellung seiner fotografischen Arbeiten unter dem Titel „Strukturen“, zu denen Schülergruppen aus unterschiedlichen Jahrgängen und Kursen Präsentationen und Texte erstellt haben.
Zum ersten Mal wird zu dieser Veranstaltung ein „Ausstellungsbegleiter“ als Programmheft erscheinen, der Fotos, Texte und Gedichte von Schülern der Friedrich-von-Spee-Gesamtschule vorstellt, die zu den Arbeiten von Florian Schwarz entstanden sind.
Alle für die Finissage entstandenen Präsentationen gehen von den Fotografien aus, die zum großen Teil die architektonischen und naturräumlichen Muster aufnehmen und diesen auf vielfältige Art begegnen und so zum Teil verblüffende Zusammenhänge zu den Fotografien der Ausstellung herstellen.
Die Schüler zeigen in kleinen Szenen, Videofilmen, Performances, Collagen und Texten, die sie in den vergangenen Monaten im Unterricht und in Projekten mit viel Liebe zum Detail entwickelt, gestaltet und erstellt haben, wie sie die Arbeiten des Künstlers kreativ zu ihren eigenen gemacht haben.
Traditionsgemäß stellt die Friedrich-von-Spee-Gesamtschule in der Abschlussveranstaltung der Ausstellung am 8. November um 18.30 Uhr dem Künstler und allen Interessierten die kulturelle Vielfalt vor, die an dieser Schule seit Jahren gepflegt wird.
Besucher haben vor der Finissage die Möglichkeit, in der Schulgalerie die dort ausgestellten Bilder auf sich wirken zu lassen, um sich auf die Veranstaltung einzustimmen und vielleicht mit dem Foto-Künstler ein kleines Gespräch zu führen.
© 2012 Neue Westfälische, Paderborn (Kreis), Dienstag 06. November 2012

 

 

Projektwoche 2012 - Reiten auf Englisch

Westfälisches Volksblatt 6./7.10.2012

Friedrich-von-Spee-Schule kooperiert mit der britischen Armee

P a d e r b o r n (WV). Was in einer Notlage geboren wurde, hat jetzt eine gelungene Fortsetzung gefunden. Als im Januar 2008 die Sporthalle der
Friedrich-von-Spee-Schule abbrannte, half die britische Armee aus. Der Kommandeur stellte die Turnhalle der Kaserne zur Verfügung, bis die
Schulturnhalle wieder aufgebaut war.
In dieser entbehrungsreichen Zeit haben die Gesamtschüler und die Schulleitung aber auch viele neue Kontakte in den Einrichtungen
geknüpft, in denen sie ersatzweise Sport treiben durften. So auch zur britischen Armee.
Jetzt durfte eine Gruppe Schülerinnen bei Projekttagen erste Erfahrungen
im Umgang mit Pferden im Reitstall der britischen Armee am Thuneweg in Sennelager machen. Pflegen, Misten, Füttern, Reiten, auf die Weide stellen,
Sattelzeug putzen und auch viel Knuddeln gehörte zum Programm
der Gruppe »rund ums Pferd«.
Daneben wurde noch tüchtig Englisch gelernt, denn der Reitlehrer und seine Mannschaft sind natürlich Angehörige des Regiments der Queen Dragoon Guards und die Unterrichtssprache ist Englisch.
Sicherheit wird im englischen Reitstall hoch geschrieben, ohne Sturzkappe und Sicherheitsweste geht nichts, mussten die jungen Damen sogleich feststellen. Auch die ersten Schritte im Reiterleben wurden vom Chef der Anlage CoH Daniel Evans persönlich begleitet.
Jede Schülerin bekam einen Soldaten zur Seite, der half, teils steuerte und Sicherheit gab, wenn es denn doch mal zu schnell wurde und die Gesichter etwas ängstlich waren. Kaum waren die Kinder
von den Ponys zu kriegen. Ganz nebenbei lernten die Schüler noch, ein Pony abzusatteln, die Hufe ordentlich auszukratzen und es ordentlich auf die Weide zu bringen.
Ein zweiter Projekttag begann mit einem kurzen Besuch bei der therapeutischen Reitanlage des Vereins »Sattelfest« an der Hatzfelderstraße
Mastbruch. Die Schülerinnen stellten auch dort fest, wie geduldig und vorsichtig Ponys sich bei Menschen mit den unterschiedlichsten Behinderungsgraden
verhalten.
In einer wahren Rekordzeit marschierten die Schülerinnen dann aber wieder zum englischen Reitstall: Ihre Ponys warteten doch schon. Nach Ende der Projekttage überlegen die Kinder schon, wann und wie sie wieder zu ihren
vierbeinigen Lieblingen kommen können.

Paderborn am Sonntag 13./14.10.2012

 

 

 

Sklave des Alkohols

Ungewöhnliches Suchtpräventionsprojekt an der Friedrich-von-Spee-Gesamtschule


P a d e r b o r n (WV). Auf ungewöhnliche Weise ist den Achtklässlern der Friedrich-von-Spee-Gesamtschule das Thema Alkoholmissbrauch näher gebracht worden. Zu den Präventionstagen war Schauspieler Dirk Wittke aus Bielefeld gekommen.
Dirk Wittke spielt David Aschinger, einen alkoholabhängigen Schauspieler. »Das schaff' ich locker, das ist doch kein Problem!«, beteuerte Aschinger in dem Einpersonen-Theaterstück »Flasche leer«.
Aschinger erzählt von der Rolle, die er spielen wird: Knut, ein Alkoholiker. Aschinger verspricht, gleich mit dem Stück anzufangen, verliert sich stattdessen jedoch in Erzählungen über seine eigenen Erfahrungen mit dem Alkohol. Es entwickelt sich die rasanten Trinkerkarriere. Und mit zunehmendem Alkoholkonsum springt Aschinger zwischen den Personen hin und her – kein ganz leichter Stoff für die Jugendlichen.
Die Schüler lauschen gebannt und ahnen langsam, dass sie sich bereits mitten im Theaterstück »Flasche leer« befinden. Dirk Wittke spielte das Theaterstück in
allen achten Klassen und diskutierte anschließend mit den Schülern über das Thema »Alkohol«.
Ermöglicht wurden die Aufführungen durch das Jugendamt Paderborn, das sich für nachhaltige Suchtprävention an Schulen einsetzt. Die Organisatoren Marco de Luca vom erzieherischen Kinder- und Jugendschutz des Jugendamtes der Stadt Paderborn und Christiane Nordmeyer, Beratungslehrerin an der Schule, freuen sich, dass sich die Schüler durch diese Aufführungen in anderer Form mit der Sucht-Problematik auseinandersetzen konnten.
Gäste aus den Suchtkliniken Marsberg und Paderborn beantworteten bereitwillig die Fragen der Schüler und erzeugten Betroffenheit. Philip Krüger stellte die »Lobby« vor, eine Anlaufstelle für Kinder und Jugendliche in Notsituationen.
WV 18.09.2012

Paderborner Kinder und Schultriathlon

Spee-Gesamtschule bei „Kinder zum Olymp“

Mit drei Beiträgen in der Endrunde

Paderborn. Auch in diesem Jahr konnte die Friedrich-von Spee-Gesamtschule ihrem Ruf als Kulturschule wieder gerecht werden. Drei Schülergruppen mit ihren Spielleitern Diana Höke und Michael Aßmann ist es gelungen, sich mit ihren Beiträgen für die Endrunde des Kulturwettbewerbs der Stiftung der Länder „Kinder zum Olymp“ zu qualifizieren.
In der Sparte „Neue Medien“ ist der „Darstellen und Gestalten“-Kurs des Jahrgangs 7 mit einem Beitrag zur Festveranstaltung „10 Jahre Lernstatt“, die im Heinz-Nixdorf-Museumsforum in Zusammenarbeit mit der Stadt ausgerichtet wurde, vertreten. Dort führte Ende letzten Jahres die Gruppe zwei Performances vor, die zum einen im Unterricht entstandene Computeranimationen begleitete und in Form einer Tanzperformance interpretierte.
In der Sparte „Theater“ gelang es, gleich zwei Beiträge in der Endrunde zu platzieren. Der „Darstellen und Gestalten“-Kurs des Jahrgangs 9 konnte wieder einmal mit dem jährlichen Schultheaterstück, dieses Mal unterstützt vom „Kultur und Schule“-Partner, der Paderborner Künstlerin Christina Strunz, punkten. Unter dem Titel „Nemos phantastische Reise“ gelang dem Ensemble ein packendes und überraschendes Bildertheater.
Auch die jüngsten Teilnehmer des „Darstellen und Gestalten“-Kurses aus dem Jahrgang 6, die erst seit einem halben Jahr diesen Kurs besuchen, konnten bereits mit ihrem ersten öffentlichen Auftritt viel Resonanz erfahren. Die Schüler haben in Zusammenarbeit mit Kunststudentinnen der Universität Masken entworfen und gebaut, mit denen sie sich in Tanztheaterszenen mit dem Titel „Ein kleiner Maskenball“ im Rahmen der „Siloausstellung“ mit den dort präsentierten Werken des Fachbereichs Kunst, Musik, Gestalten auseinandersetzten.
Seit Beginn des Wettbewerbes „Kinder zum Olymp“ konnte die Friedrich-von-Spee-Gesamtschule schon 13 Mal das Finale erreichen. 2008 wurde mit dem Stück „Das Cabinet des Dr. Caligari“ im Bereich Theater den Wettbewerb gewonnen.

© 2012 Neue Westfälische, Paderborn (Kreis), Donnerstag 19. April 2012
 

Packendes Bildertheater

Kurs „Darstellen und Gestalten“ der Friedrich-von-Spee-Schule inszeniert „Nemos phantastische Reise“

Paderborn (NW). Schon vor Beginn des Theaterstücks „Nemos phantastische Reise“ begannen vier Schüler des Kurses „Darstellen und Gestalten“ (Jahrgang 9) der Friedrich-von-Spee-Gesamtschule, zu einem Quadrat aufgestapelte Keilrahmen immer wieder zu neuen Formationen zu ordnen. Lichteffekte und farbige Schatten huschten über die weißen Flächen.
Der ungewöhnliche Auftakt hatte für das nachfolgende Stück eine besondere Bedeutung. Das wurde dem Publikum, das im Forum der Schule diese Aktion gespannt verfolgte, schnell klar.
Immer wieder waren in den Szenen des Stückes, das auf der Hauptperson der schon vor mehr als 100 Jahren erschienenen Comics von Winsor McCay beruht, Variationen dieses Grundelements – die weiße, quadratische Leinwand als Requisite und Kulissenteil – zu sehen. Ob es nun als Drachen, Geist oder Eisscholle auftauchte, immer verknüpfte das Objekt geschickt die Szenen der Handlung, die in dem Kinderzimmer des kleinen Nemo ihren Anfang nimmt.
Hingebungsvoll spielt der kleine Junge mit seinen Kuscheltieren und baut mit seinen quadratischen Bauklötzen kleine Landschaften, bis ihn seine Mutter zu Bett ruft. Und von da an verirrt sich die Hauptperson, virtuos und ausdrucksvoll gespielt von Ricardo Engelhardt, in den unterschiedlichsten Traumwelten, stets auf der Suche nach der ihm vertrauten Bezugsperson und den von ihm geliebten Dingen, seiner Mutter und seinen Kuscheltieren.
Seine Traumreise führt Nemo über die Wolken hinaus ins Gebirge und in einen Geisterwald, ins Meer und ins ewige Eis. Stets sucht er nach den vertrauten Freunden und erlebt, wie sie ihm hilfreich zur Seite stehen. So befreit ihn das geliebte Knuddelschaf durch beherztes Eingreifen aus dem Netz der bösen Spinnen.
Das eindrucksvolle pantomimische Spiel der jungen Akteure findet besonders in der abwechslungsreichen Szene „In der Tiefsee“ seinen Höhepunkt. Nemo, angetan mit Schwimmflossen und Taucherbrille, versucht dem Meeresgott Poseidon einen ganzen Eimer silbrig glänzender Fische zu entreißen, so dass dieser sich mit einem einzigen Hummer begnügen muss, um die sich auf dem Flügel räkelnde Meerjungfau zu freien.
Fast ohne Umbaupausen gelang dem Ensemble ein packendes und überraschendes Bildertheater, das den eigentlichen Hauptdarsteller des Stückes, den Bilderrahmen als Projektionsfläche und sich stetig veränderndes Baukastenelement, in immer wieder neuen Variationen einzusetzen verstand.
Die weißen Flächen der Leinwände erhielten durch das Spiel der Schüler so viel Farbe, dass sich die Phantasien der Zuschauer stets aufs Neue entwickeln konnten.
Der verdiente Schlussbeifall zeigte deutlich das Vergnügen und die Verzauberung des begeisterten Publikums, so dass man dem „Darstellen und Gestalten“-Kurs unter der Leitung von Diana Höke und Michael Aßmann die Daumen drücken kann bei der erneuten Bewerbung um den Kulturpreis der Stiftung der Länder „Kinder zum Olymp“.

© 2012 Neue Westfälische, Paderborn (Kreis), Mittwoch 29. Februar 2012

 

Förderung statt Nachhilfe

Dr. Carsten Linnemann Gast beim „BISS-Projekt“

Paderborn (NW). Schülerinnen und Schüler aus benachteiligten Familien stehen im Fokus des Diakonie-Projektes „B.I.S.S.“. Ein maßgeschneiderter Förderunterricht hilft ihnen auf dem Weg in ein Ausbildung und Beruf.
Die „Bildungs-Initiative SchülerInnen und Studierende“ entstand 2009 und damit vor der Einführung des Bildungs-und Teilhabepaketes durch den Bund. Nun trafen sich die Projekt-Beteiligten von B.I.S.S. und der Bundestagsabgeordnete Dr. Carsten Linnemann (CDU) zum offenen Gedankenaustausch in der Friedrich-von-Spee-Gesamtschule. Auch interessierte Schüler hatten sich eingefunden. „Bis jetzt hatten wir 127 Kinder und Jugendliche in unserem Projekt. Nicht einer davon hätte den Kriterien für die Lernförderung durch das Teilhabepaket erfüllt“, umriss B.I.S.S.-Initiatorin Susanne Bornefeld einleitend die Dimensionen des Projektes. Zwar stehen fast alle Familien im Bezug von Sozialleistungen. Aber um Lernförderung durch das Teilhabepaket zu erhalten, müsse die Versetzung nachweislich gefährdet sein. „Wir helfen aber schon, bevor das Kind in den Brunnen gefallen ist,“ so Bornefeld.
Brigitte Köhler-Tewes, didaktische Leiterin der Friedrich-von Spee-Gesamtschule, betonte: „Die enge Zusammenarbeit mit der Schule garantiert viele Erfolge des Projektes. Wir kennen die Schüler. Wir können Lerngruppen zusammenstellen, in denen Schüler und Förderkraft gut zusammenpassen. Wir können uns mit den B.I.S.S.-Lehrkräften über Lernfortschritte, Motivation und Förderbedarf jedes Schülers intensiv austauschen.“ Sie regte an, diese Erfahrungen auch für die Vorgaben des Teilhabepaketes zu berücksichtigen.
Über die Erfahrungen mit dem BISS-Projekt an Grundschulen berichtete Constanze Glaese de Metivier, Rektorin der Mariengrundschule. „In der Grundschule gibt es in den ersten beiden Schuljahren keine Versetzung und folglich auch keine Versetzungsgefährdung“, so Glaese. Daher könnten die Kinder auch keinen Förderunterricht über das Teilhabepaket beantragen. „Aber wenn wir hier beginnen, Sprachfähigkeit oder strukturiertes Arbeiten zu fördern, so ist den Kindern nachhaltig geholfen.“ Mit großem Interesse und gezielten Nachfragen diskutierte Linnemann mit den Pädagoginnen und Pädagogen. Er war begeistert von dem Projekt, das Schülern Leistungsverbesserungen von bis zu drei Noten und mehr Zuversicht für den Übergang in die Berufslaufbahn gegeben hat. „Man muss Ziele haben im Leben“, zeigte sich der Bundestagsabgeordnete beeindruckt von den Kindern. Er versprach, die Infos und Anregungen der Runde mit nach Berlin zu nehmen. „Beim Teilhabepaket muss in punkto Lernförderung nachgebessert werden“, so Linnemann.

© 2012 Neue Westfälische, Paderborn (Kreis), Mittwoch 15. Februar 2012
 

Sprachkünstler im Wettstreit

Russisch-Olympiade an Friedrich-von- Spee-Gesamtschule mit Teilnehmerrekord

VON SILKE GENSICKE

Paderborn. Bunt bemalte Matroschkas aus Pappmachee, kleine weiß, blau und rot geflaggte Wimpel und die russische Sprache waren gestern an der Paderborner Friedrich-von- Spee-Gesamtschule allgegenwärtig. Die 34. Russisch-Olympiade Nordrhein-Westfalens, ein Sprach- und Kreativwettbewerb, wurde in diesem Jahr von der Paderborner Schule ausgerichtet.
Insgesamt 30 Schulen aus ganz NRW und über 400 Schüler waren zusammengekommen, um in verschiedenen schriftlichen und mündlichen Sprachprüfungen ihre Russisch- Kenntnisse zu messen. „Ein echter Teilnehmerrekord, darüber freuen wir uns sehr“, sagt Franz Hermanns, stellvertretender Leiter der Gesamtschule.
„Sowohl Muttersprachler als auch Oberstufenschüler, die erst seit einem oder zwei Jahren die russische Sprache lernen, treten in unterschiedlichen Niveaugruppen gegeneinander an. In erster Linie ist es zwar ein Wettkampf, aber auch ein großes Fest. Auf diese Weise bietet sich für alle Schüler und Lehrer die Möglichkeit zum Austausch und zum Kennenlernen“, erklärt Klaus Dropmann, Vorsitzender des Russischlehrerverbandes in Nordrhein-Westfalen. Und die olympischen Bedingungen haben es in sich. In der mündlichen Prüfung analysieren die Schüler anhand einer Karikatur, einen speziellen Bereich ihres eigenen Lebens. „Die Schüler erhalten so die Chance offen, spontan und originell mit den Mitteln der russischen Sprache zu agieren“, erklärt Dropmann.
20 Schüler der Friedrich-von-  Spee-Gesamtschule nehmen an den Prüfungen teil. Insgesamt haben fast 80 Schüler der Gesamtschule, neben Englisch, Russisch, als Fremdsprache mit Blick auf das Abitur gewählt. „Wir haben auch schon im letzten Jahr an der Olympiade teilgenommen und unsere Jungs haben den zweiten Platz belegt. Seitdem nenne ich sie die Silverboys (Silberjungen)“, sagt Krystyn Gillner, Oberstudienrätin für das Fach Russisch, stolz.
„Wir haben bisher immer gut abgeschnitten und deswegen sind wir auch in diesem Jahr optimistisch gestimmt, dass unsere Schüler wieder vordere Plätze belegen werden“, sagt Hermanns. Neben den offiziellen Sprachprüfungen konnten die Schüler sich auch für einen Kreativwettbewerb anmelden. Sketche und kleine Theaterstücke wurden dem Publikum in der Aula in russischer Sprache präsentiert. „Wir haben auch schon die letzten drei Jahre an diesem kreativen Wettbewerb teilgenommen. Es macht uns einfach Spaß“, erklärt Celine Munsch, vom Gymnasium Beverungen, die seit der neunten Klasse das kyrillische Alphabet paukt. „Im nächsten Jahr machen wir unser Abitur und so ist es das letzte Mal, dass wir teilnehmen können. Es ist schon ein bisschen traurig“, sagt Hadi Soltamaleowa. „Ich will auf jeden Fall später auch Russisch studieren. Ob in Deutschland oder Russland weiß ich aber noch nicht genau“, sagt die 19-jährige Diana Isrealyan.

Russische Sprache und Schrift

Zwischen 12.500 und 13.000 Schülerinnen und Schüler haben sich bundesweit für die russische Sprache, als zweite Fremdsprache, entschieden. Überwiegend an Waldorfschulen, können Schüler dieser Sprach-Leidenschaft nachkommen. Das kyrillische Alphabet hat sich aus der griechischen Schrift entwickelt und umfasst 33 Buchstaben. Besondere Schwierigkeit bei der Aussprache ist die gewissenhafte Betonung einzelner Laute. Seit dem Beitritt Bulgariens zur Europäischen Union 2007 ist die kyrillische neben der lateinischen und der griechischen eine der drei offiziell verwendeten Schriften in der Europäischen Union. (sig)

© 2011 Neue Westfälische, Paderborn (Kreis), Freitag 25. November 2011
 

Abtauchen in fremde Welten

Bundesweiter Vorlesetag an der Friedrich-von-Spee-Gesamtschule mit über 20 Aktionen


Paderborn (sd). „Der Samstagmorgen war gekommen, und die ganze sommerliche Welt war mit überströmendem Leben erfüllt. In jedem Herzen war ein Lied; in jedem Gesicht stand Fröhlichkeit und jeder Schritt war wie eine Feder“ – als Willi Hagemeier gestern Nachmittag die ersten Zeilen des zweiten Kapitels aus „Tom Sawyers Abenteuer“ las, wurde es plötzlich mucksmäuschenstill in der Bibliothek der Friedrich-von-Spee-Gesamtschule. 55 Sechstklässler hangen an seinen Lippen und wollten mehr über den Lausbuben erfahren, der die Hauptrolle in Mark Twains Jugendbuchklassiker spielt.

Mehr als 20 Vorleseaktionen dieser Art hatte die Schule zum gestrigen bundesweiten Vorlesetag in Zusammenarbeit mit einigen Paderborner Größen organisiert. Autor Erwin Grosche stellte den Schülern seinen Kinderkrimi „Anna und die Bankräuber“ vor, WDR-Moderatorin Lissy Ishag las aus ihrem Lieblingsbuch „Die geheimen Tagebücher des Adrian Mole“ und engagierte Eltern hatten sich unter anderem die Harry Potter- und die Percy-Jackson-Reihen vorgenommen. Etwa 20 Minuten dauerten die Lesungen, danach hatten die Kinder Gelegenheit, über die Bücher zu sprechen. Die Idee zu den ersten Aktionen dieser Art kam von der Schülermutter Elisabeth Nowak. Viele Paderborner Einrichtungen, wie die Kinderbibliothek, beteiligten sich am Vorlesetag. Die neue Bürgerbücherei in Dahl nutzte die Gelegenheit, sich ihren Lesern vorzustellen. Dort präsentierten Mitglieder und Freunde ihre Lieblingsbücher für Kinder und Erwachsene.
Spannend: Schauspieler Willi Hagemeier vom Theater Paderborn brachte den Schülern den Jugendbuchklassiker „Tom Sawyers Abenteuer“ von Mark Twain näher.
© 2011 Neue Westfälische, Paderborn (Kreis), Samstag 19. November 2011
 

Platz zwei beim Russisch-Cup

Paderborn. Es war ein spannendes Finale „auf Schalke“: Simon Hanna und Dimitrij Hess von der Gesamtschule Friedrich-von-Spee (Foto, v.l.) haben beim Finale des Bundescups 2011 „Spielend Russisch lernen“ in Gelsenkirchen unter 16 Zweier-Teams den zweiten Platz erreicht. Die beiden 20-Jährigen dürfen nun gemeinsam mit einer Begleitperson die russische Metropole St. Petersburg erkunden. Die Gazprom Germania, Hauptsponsor des Sprach-Wettbewerbs, lud alle Finalisten zum jüngsten Heimspiel von Schalke 04 ins Gelsenkirchener Stadion ein. Insgesamt 5.400 Schüler haben beim diesjährigen Russisch-Cup mitgespielt. FOTO: KARSTEN RABAS

© 2011 Neue Westfälische, Paderborn (Kreis), Dienstag 01. November 2011

Gesamtschüler gewinnen

Spielend Russisch: Von-Spee-Team im Bundesfinale

Paderborn/Bochum. Simon Hanna und Dimitrij Hess von der Gesamtschule Friedrich von Spee haben die Regionalrunde des Bundescups „Spielend Russisch lernen“ in Bochum gewonnen. Die beiden 20-jährigen Abiturienten setzten sich gegen 15 andere Mannschaften aus Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz durch.
Die Paderborner Sieger sind zwei von bundesweit insgesamt 5.400 Schülern an 240 Schulen, die beim Bundescup mitgemacht haben. Noch bis Mitte Oktober laufen die regionalen Runden. Am Landesspracheninstitut in Bochum spielten jetzt Elf- bis 20-Jährige um den Regionalsieg – in der Schlussrunde des Achtelfinales siegten die Paderborner Jungs gegen ein starkes Mädchen-Team aus Marsberg.
Als nächstes geht’s für die beiden sprach- und fußballbegeisterten Paderborner Abiturienten nun nach Gelsenkirchen zu Schalke 04: Am letzten Oktoberwochenende bestreiten Dimitrij und Simon im Anschluss an ein Heimspiel der königsblauen Kicker das Finale des Bundescups „Spielend Russisch lernen“. Und mit Sicherheit werden sie diesmal pünktlich sein – denn in Bochum wäre für Simon und Dimitrij das Spiel nämlich fast vorbei gewesen, bevor es überhaupt begonnen hatte: Die beiden waren vormittags zur spät zur Eröffnung eingetroffen – aber gerade noch rechtzeitig zum Spielbeginn. Was für ein Glück.

Weitere Informationen: www.spielendrussisch.de

© 2011 Neue Westfälische, Paderborn (Kreis), Donnerstag 06. Oktober 2011

 

 

 

Schulleiter wechselt die Seiten

Detlef Strauß ist jetzt in Detmold tätig

Paderborn (au). Detlef Strauß (56), seit 2006 Leiter der Friedrich-von-Spee-Gesamtschule, ist gegen Ende der Sommerferien zu neuen Ufern aufgebrochen. Er hat seinen Arbeitsplatz am Kaukenberg gegen eine Stelle in der Schulaufsicht der Bezirksregierung in Detmold eingetauscht.
„Herr Strauß ist bereits von der Bezirksregierung abgeordnet worden und hier in der Schulaufsicht tätig“, bestätigt Antje Leßmann aus der Pressestelle der Bezirksregierung. Die Leitung der Gesamtschule soll „so schnell wie möglich“ ausgeschrieben werden. Mit einer Nachbesetzung rechne man im kommenden Frühjahr.
Bis dahin übernimmt der stellvertretende Leiter Franz Hermanns kommissarisch die Leitung der Gesamtschule mit mehr als 1.000 Schülerinnen und Schülern. Die Schule hatte 1993 die ersten Fünftklässler aufgenommen und drei Jahre später den Neubau am Kaukenberg bezogen. Detlef Strauß war bereits von 1994 bis 1996 als Lehrer an der Friedrich-von-Spee-Schule tätig gewesen. Zehn Jahre, 2006, später legte er die Leitung des Studienseminars Paderborn in neue Hände und trat die Nachfolger von Gesamtschulleiter Heinz Wagner an.

© 2011 Neue Westfälische, Paderborn (Kreis), Mittwoch 21. September 2011

 

Bahnunterführung verschönert

Der Dom am Kaukenberg
Schüler der Gesamtschule verschönern Bahnunterführung

Paderborn. Der Dom und das Rathaus sind dabei, der Flughafen auch und die Paderhalle ist ebenfalls nicht weit. Was im wirklichen Leben in einiger Entfernung voneinander steht, vereint die imposante Wandmalerei in der Bahnunterführung am Kaukenberg auf einigen Quadratmetern.

Zu verdanken ist dieses Kunstwerk und damit die Verschönerung der einst tristen Unterführung am Springbach dem Grundkurs Kunst der Jahrgangsstufe 12 der Friedrich-von-Spee-Gesamtschule. Wie das Stadtpresseamt mitteilt, war Kunstlehrerin Bettina Artmann mit ihren Schülern auf Bitten von Bürgermeister Heinz Paus tätig geworden. In einer Bürgerversammlung auf dem Kaukenberg hatte Heinz Paus das entsprechende Anliegen der Kaukenberg-Bewohner mitgenommen und auf die Kreativität der Schule gehofft. Und er wurde nicht enttäuscht.

Mit Unterstützung der Paderborner Künstlerin Christina Strunz vom Atelier 3210 im Riemekeviertel ging es ans Werk. Auf die Suche machten sich die jungen Künstler gemeinsam mit ihren Betreuern nach den passenden Motiven. „Das Paderborner Land und die Stadt, natürlich auch die Schule und ihr Namensgeber sollten vorkommen“, so Bettina Artmann. Entwickelt wurden die Entwürfe am Computer. Dann wurden die Motive an die Wände skizziert und die Malerei konnte beginnen. Nach mehr als 70 Stunden war das Kunstwerk endlich fertig. „Einige Schüler haben insgesamt 50 bis 60 Stunden gemalt und private Unternehmungen dafür zurückgestellt“, lobt die Kunstlehrerin ihre Schützlinge. Lob bekamen die Schülerinnen und Schüler auch von vielen Passanten, die ihnen bei der Arbeit zusahen. „Wir alle hoffen, dass unsere Malerei noch viel Freude bereiten und nicht durch Schmierereien verschandelt wird“, so Bettina Artmann.

„Mir würde auf Anhieb die eine oder andere Stelle in der Stadt noch einfallen, die dringend Hilfe in dieser Richtung benötigt“, freute sich Bürgermeister Heinz Paus über das Werk der Schüler: „Ich würde deshalb vielleicht noch einmal auf Euch zurückkommen.“

© 2011 Neue Westfälische Paderborn (Kreis), Donnerstag 21. Juli 2011
Fotos von der Projektarbeit (Kulturprojekte, Kunstprojekte)
 

Mehr Respekt vor „Frauenberufen“

Aufklärung zum Boy’s Day / In sozialen und erzieherischen Berufen sind Männer deutlich in der Minderheit

Paderborn. Jungen als Erzieher oder als Sozialpädagoge oder Krankenpfleger? Diese Frage stellten sich am ersten bundesweiten Boys’ Day – Jungen-Zukunftstag am 14. April, Schüler der 8. Klassen der Friedrich-von-Spee Gesamtschule.

Auf Initiative der Gleichstellungsstelle der Stadt bot sich den Schülern dabei eine besondere Gelegenheit der Berufsorientierung. So schilderten Erzieher Bernd Zink, Sozialpädagoge Marco de Luca (beide vom Jugendamt der Stadt Paderborn) sowie Frank Weritz, Pflegedienstleiter beim Caritas-Verband, ihre Erfahrungen. Aus erster Hand wurden die Jugendlichen über den Alltag eines Erziehers und dessen Verdienstaussichten informiert. Sven Möhlmann und Astrid Knipping (bei von pro familia), diskutierten zudem die Rollenverteilung zwischen den Geschlechtern und Rollenbilder mit den Jungen.

Die Lehrkräfte Elisabeth Roth-Rings und Klaus Ferlemann sowie die Schulsozialarbeiterin Luzia Ostendorf organisierten den Ablauf des Pilotprojektes. „Wenn wir mit diesen Angeboten dazu beitragen, dass Jungs nicht nur mehr Respekt und Anerkennung vor den bislang frauentypischen Berufen haben, sondern auch Interesse dafür zeigen, dann sind wir auf dem richtigen Weg“, so Dietrich Honervogt, stellvertretender Bürgermeister.

Es sei gerade das persönliche Beispiel der Personen aus der Praxis, das bei unseren Jugendlichen sehr gut ankomme, sieht Detlef Strauß, Schulleiter der Friedrich-von-Spee-Gesamtschule, die Vorteile dieser Aktion. „Mit diesem Pilotprojekt möchte ich auch andere Paderborner Schulen ermutigen, den Boys‘ Day aktiv für die Berufsorientierung der Schüler zu nutzen, sei es durch Praktika oder wie im Rahmen des Pilotprojektes durch ein konkretes Programm vor Ort“, so Dagmar Drüke, Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Paderborn.

In den vergangenen Jahren habe die Gleichstellungsstelle festgestellt, dass Jungen diesen Tag noch nicht so gut nutzen wie Mädchen den Girls‘ Day, so Drüke. Es zeige sich aber bereits ein Aufwärtstrend: Im vergangenen Jahr hatten die Unternehmen und Institutionen nur 42 Praktikumsplätze über die Homepage des Boys‘ Day angeboten. In diesem Jahr waren es bereits 169 Plätze.

Jungen haben vielfältige Interessen und Kompetenzen. Ihre Berufswahl und Lebensplanung ist dennoch häufig sehr traditionell ausgerichtet. Mehr als die Hälfte der männlichen Auszubildenden entscheidet sich für einen von zwanzig jungentypischen Ausbildungsberufen im dualen System – kein einziger aus dem sozialen, erzieherischen oder pflegerischen Bereich ist darunter. Gerade in diesen Bereichen sind Männer deutlich unterrepräsentiert.

Gleichzeitig sind in diesen Berufsfeldern aber mehr männliche Fachkräfte und Bezugspersonen in hohem Maße gesellschaftlich erwünscht, und aufgrund der demografischen Entwicklung herrscht dort deutlicher Bedarf an Nachwuchskräften. „Grund genug, um mit möglichst vielen auch in den nächsten Jahren an einem Strang zu ziehen und die Schüler auf diese Weise möglichst breitgefächert zu informieren“, meint Dagmar Drüke.
Diskussion in der Friedrich-von-Spee-Gesamtschule: (v. l.) Dagmar Drüke, Gleichstellungsbeauftragte der Stadt, Sven Möhlmann und Astrid Knipping (pro familia), Schulsozialarbeiterin Luzia Ostendorf, Vize-Bürgermeister Dietrich Honervogt, Projektbetreuerin Elisabeth Roth-Rings, Schulleiter Detlef Strauß sowie die Schüler Stefan Kettler, Ricardo Engelhardt und Ungurjann Wilhelm.

© 2011 Neue Westfälische - Paderborn (Kreis), Dienstag 19. April 2011

 

 

Frisur geplättet, aber Leben gerettet

Damit Lebensträume nicht platzen: Polizei startet Aufklärungskampagne

VON HANS-HERMANN IGGES
Paderborn. Bei Grundschülern scheint die Welt fast in Ordnung: Mindestens jeder zweite trägt einen Helm, wenn er (oder sie) aufs Fahrrad steigt. Doch irgendwann wird die Sache uncool: Bei Jugendlichen sinkt die Helm-Quote schon nahe 20 Prozent. Wer noch älter ist, gehört wahrscheinlich erst recht zu den Helm-Muffeln. Dabei ist jeder fünfte Verunglückte im Straßenverkehr ein Radler. Zahlen, gegen die die Kreispolizeibehörde in dieser Fahrrad-Saison systematisch aktiv wird.
Der Paderborner Mirko Gramsch baute vor sieben Jahren als Jugendlicher einen schweren Radunfall. Drei Tage lag er im Koma, konnte ein Jahr nicht zur Schule gehen. Um ein Haar hätte ihn die schwere Kopfverletzung auf einem Auge erblinden lassen. Das Schicksal ereilte Mirko an der Driburger Straße – auf dem Weg also, den auch viele der Schüler der Friedrich-von-Spee-Gesamtschule nehmen. Einen Helm trug er nicht.
Rund 100 Neuntklässler der Gesamtschule waren gestern die Zielgruppe für die Auftaktveranstaltung der Polizei-Kampagne „Helle Köpfe tragen Helm“, bei der Mirko erzählte, wie gefährlich Radfahren ohne Helm sein kann. Dabei erfuhren die Schülerinnen und Schüler auch von Leuten, denen der Helm das Schlimmste ersparte – wie dem Paderborner Dr. Helge Wulsdorf, der in ein Schlagloch geraten war. Aber auch von den ganz grausamen Schicksalen: Einer 15-jährigen Gütersloherin etwa, die nach siebeneinhalb Jahren im Koma an ihrem Schädelhirntrauma starb. Andere müssen lebenslag gepflegt werden.
Lauter geplatzte Lebensträume – so wie die von den Schülern selbst formulierten und auf einen großen Ballon geklebten Lebensentwürfe. Ein kleiner, überraschender Pieks von Polizei-Verkehrssicherheitsberater Norbert Meier mit der Nadel, und die Träume lagen verunfallt am Boden. Drastisch auch die Schilderungen von Dr. Lutz Mahlke, Leiter der Unfallchirurgie am Paderborner St. Vincenz Krankenhaus: „Eine Kopfverletzung heilt eben nicht wie ein Armbruch. Sie kann sehr, sehr gefährlich werden.“
Eine eindrucksvolle Schulstunde, die bei den Schülern wohl etwas bewirkt haben dürften: „Doch, ich schau’ mich jetzt mal nach einem Helm um“, war einer der vielen betroffenen Kommentare. Dazu, dass Helm-Tragen bei Jugendlichen vielleicht doch irgendwann „in“ ist, soll aber auch ein Foto-Projekt beitragen: Die Videogruppe aus Schülern, deren Bilder im Foyer der Schule zu sehen sind, hatte jedenfalls durchaus coole Ideen zum Thema.

© 2011 Neue Westfälische, Paderborner Kreiszeitung, Donnerstag 14. April 2011
 

Gurt für den Kopf

Kreispolizeibehörde appelliert an Schüler: Fahrradhelme auch benutzen

Von Marius Thöne
Paderborn (WV). Eine lange Narbe zieht sich durch Mirko Gramschs linke Gesichtshälfte. Sie wird ihn sein ganzes Leben lang an einen schlimmen Unfall erinnern. Auf einem Radweg an der Driburger Straße wurde er vor sieben Jahren von einem Auto erfasst und schwer verletzt.
Gramsch trug damals keinen Helm. Damit es nicht noch mehr jungen Menschen so geht wie ihm, unterstützt er die Kampagne der Polizei »Helle Köpfe tragen Helm«. Damit möchten die Verkehrssicherheitsberater der Paderborner Behörde vor allem Jugendliche dazu animieren, Fahrradhelme zu tragen. Gestern war Auftakt in der Friedrich-von-Spee-Gesamtschule auf dem Kaukenberg. Vor allem die älteren Schüler benutzten häufig keinen Helm, weiß Reinhard Schnitz, Verkehrserzieher der Polizei. »Offenbar hat das etwas mit Erwachsenwerden zu tun und der Helm wirkt uncool«, vermutet er. Eltern und Lehrer sollten sich darum ihrer Vorbildfunktion bewusst sein. »Wir müssen dafür sorgen, dass der Fahrradhelm gesellschaftsfähig wird«, sagt Landrat Manfred Müller, selbst begeisterter Radler.
Mirko Gramsch hat sich bei seinem Sturz schwere Verletzungen im Gesicht zugezogen. Eineinhalb Jahre konnte er nicht arbeiten gehen, seine Ausbildung zum Heilerziehungspfleger abschreiben. Sein rechtes Auge ist bis heute blind.
Dr. Helge Wulsdorf hatte mehr Glück. Als er vor einem Jahr in der Florianstraße mit dem Fahrrad in ein Schlagloch geriet, stürzte er auf den Kopf. »Es ging alles so schnell, dass ich keine Möglichkeit hatte, mich mit den Händen abzufangen«, erinnerte sich Wulsdorf. Der Theologe und Mitarbeiter der Bank für Kirche und Caritas trug allerdings einen Helm. »Er hat Schlimmeres verhindert«, glaubt das Unfallopfer rückblickend.
Bei den Gesamtschülern scheinen die Schilderungen der beiden verunfallten Radfahrer angekommen zu sein. »Ich habe zwar einen Helm, habe ihn bislang aber nicht getragen«, sagt Denice Ronsdorf (15) aus der zehnten Klasse. Manchmal fährt sie auch mit dem Rad zur Schule. »Demnächst werde ich den Helm aufsetzen«, sagt die Jugendliche. Und sie will auch bei ihren Mitschülern dafür werben. »Ich möchte nicht eines Tages mit schweren Verletzungen im Krankenhaus liegen«, fürchtet sie die Konsequenzen.
© 2011 Westfälisches Volksblatt, Artikel vom 14.04.2011

 

Zweiter Kinder- und Schultriathlon

Beim neunten Paderborner City-Triathlon am Samstag, 28. Mai, macht erneut der Nachwuchs den Anfang. Um 15 Uhr fällt der Startschuss für den zweiten Paderborner Kinder- und Schultriathlon. Organisiert wird der Wettbewerb vom Triathlonverein »Tricity 2001« und der Jahrgangsstufe 12 der Friedrich-von-Spee-Gesamtschule. Gestartet wird in drei Wertungsklassen. Grundschüler vom 2. bis 4. Schuljahr können sich auf der Distanz 50 Meter Schwimmen, 1 Kilometer Radfahren und 400 Meter Laufen messen. Für die 5. bis 7. Klasse geht es nonstop über 100 Meter Schwimmen, 2 Kilometer Radfahren und 800 Meter Laufen.
Die dritte Startklasse (8. bis 10. Schuljahr) hat die Distanzen 150 Meter Schwimmen, 3 Kilometer Radfahren und 1200 Meter Laufen zu bewältigen. Geschwommen wird in der Schwimmoper, auf dem Rad und laufend führen die Strecken rund um den Paderborner Maspernplatz. Angesprochen werden sollen mit dem Triathlon echte Anfänger. Darum sind auch keine Rennräder, schmale Reifen oder Klickpedalen erlaubt. Für alle Teilnehmer besteht allerdings Helmpflicht.
Die Startgebühr beträgt einen Euro. Für jede Platzierung im gibt es Punkte, die in eine Schulwertung einfließen. 45 Schüler (teilweise auf dem Foto) der Gesamtschule übernehmen die Organisation.
Anmeldungen: www.schultriathlonpaderborn.de  

Triathlon macht Schule

TRICITY PADERBORN 2001: Erneut Startzeit für Kinder und Schüler

Paderborn (NW). 150 Kinder nahmen 2010 beim City-Triathlon in der Paderborner Innenstadt teil. „Damit waren wir beim Debüt schon zufrieden“, sagte jetzt der 1. Vorsitzende von Veranstalter Tricity 2001, Ralf Pahlsmeier. Auch bei der 9. Auflage des Paderborner City-Triathlons am 28. Mai und 29. Mai soll wieder der Nachwuchs den Anfang machen. „Dann dürfen es aber durchaus ein paar mehr sein“, hofft der Cheforganisator dieses Ausdauer-Spektakels.
Um 15 Uhr fällt am Samstag, 28. Mai, der Startschuss für den 2. Paderborner Kinder- und Schultriathlon. Das Angebot richtet sich aber nicht nur an den Nachwuchs aus der Domstadt. „Schließlich wollen wir Kinder bewegen und nicht reglementieren“, stellt Pahlsmeier klar. Egal, woher die Kinder beziehungsweise Schulkinder kommen, mitmachen dürfen alle.
„Wir planen mit fünf Startgruppe mit je 80 Kindern“, verrät der Vorsitzende. Maximal können es also 400 sein. „Sollte bei der Teilnehmerzahl dann vorne eine Zwei stehen, sind wir schon zufrieden“, so Pahlsmeier. Organisiert wird der Nachwuchstriathlon als Gemeinschaftsprojekt des Vereins Tricity und der Jahrgangsstufe 12 der Friedrich-von-Spee-Gesamtschule Paderborn. „So ein Projekt schweißt die Schülerinnen und Schüler auf dem Weg zum Abitur zusammen und bereits im letzten Jahr haben unsere Schüler bewiesen, dass sie Verantwortung übernehmen können“, freut sich Schulleiter Detlev Strauß auf die zweite Auflage.
Gestartet wird ab 15 Uhr in drei Wertungsklassen. Grundschüler vom 2. bis 4. Schuljahr können sich auf der Distanz 50 Meter Schwimmen, ein Kilometer Radfahren und 400 Meter Laufen messen. Für die 5. bis 7. Klasse geht’s nonstop über 100 Meter Schwimmen, zwei Kilometer Radfahren und 800 Meter Laufen. Die dritte Startklasse (8. bis 10. Schuljahr) hat die Distanzen 150 Meter Schwimmen, drei Kilometer Radfahren und 1.200 Meter Laufen zu bewältigen.
Angesprochen werden sollen mit dem Triathlon echte Anfänger. Darum sind auch keine Rennräder erlaubt. Für alle Teilnehmer besteht allerdings Helmpflicht. Die Startgebühr beträgt einen Euro. Für jede Platzierung gibt es Punkte, die addiert werden und in eine Schulwertung einfließen. Schirmherr des 1. Paderborner Kinder- und Schultriathlons ist erneut Landrat Manfred Müller, der vor allem das Engagement der Friedrich-von-Spee-Gesamtschule lobt.
Ab sofort sind Anmeldungsformulare und Informationen rund um den 1. Paderborner Kinder- und Schultriathlon auf der Veranstaltungs-Homepage unter www.schultriathlon-paderborn.de zu finden.

© 2011 Neue Westfälische, Paderborner Kreiszeitung, Donnerstag 10. März 2011

 

Schutzlos wie die Barbiepuppe

Theaterprojekt der Spee-Gesamtschule

Paderborn (WV). »Aus Kindern werden Leute oder Das wahre
Leben der Pippi L.« ist der Titel eines Theaterstücks, das jetzt im
Forum der Friedrich-von-Spee-Gesamtschule Premiere hatte. 35
Darsteller des 8. Jahrgangs zeigten in 13 Szenen die Entwicklung eines Menschen von der Geburt bis zum Erwachsenwerden. Das von den Spielleitern Diana Höke und Michael Aßmann entwickelte Bildertheater verzauberte das Publikum durch mitreißende Darstellung und die Verspieltheit im Detail.
Selbst Barbiepuppen konnten so zu einem Sinnbild für Schutzlosigkeit werden. Die Vieldeutigkeit der Bilder griff den Assoziationsspielraum der Zuschauer auf, drängte den aufmerksamen Zuschauer über eindeutig identifizierbare Ikonen der Bildgeschichte in eine Erlebniswelt, die Erinnerungen und Geschichten zu einem großen Ganzen verwob: Die Pippi, wie man sie aus der Welt Astrid Lindgrens kennt, tauchte in diesem Theaterstück eigentlich gar nicht auf.
Vielmehr konzentrierten sich die jungen Darsteller auf Episoden aus dem Leben der von ihnen Pippi L. genannten Hauptperson, die uns die Autorin des beliebten Kinderbuchs verschwiegen hat.
So erlebten die Zuschauer die frühe Kindheit, die geprägt ist von Einsamkeit und Isoliertheit eines angedeuteten Kinderheims. Neugierig beobachtet Pippi L. gleichaltrige Kinder beim Spielen und Lernen. Immer wieder sucht die Hauptfigur den Kontakt zum Publikum und kann sich trotz Zaubertricks, ersten Schminkversuchen und modischen Diktierungen doch nicht selbst verwirklichen.
Bedrohliche und erfreuliche Episoden gehen ineinander über, düstere Szenarien und farbenfrohe Ausbruchsversuche aus dem Alltag wechseln sich ab. Besonders eindrucksvoll waren die mithilfe von Schattenprojektionen dargestellten Traumsequenzen.
Mit dieser Inszenierung nimmt die Gesamtschule wieder am großen Wettbewerb der Kulturstiftung der Länder »Kinder zum Olymp« teil. Kulturpartner ist in diesem Jahr die Tanzschule Möllmann.

©  Westfälisches Volksblatt, 02.03.2011

 

Viel Beifall für unterhaltsames Schülertheater

Paderborn (IK). Ein Jahr lang haben die Lehrer und Schüler auf diesen Tag hingearbeitet. Am Samstag war es dann endlich soweit: Die Aufführung des Stücks „Aus Kindern werden Leute oder Das wahre Leben der Pippi L.“ vom achten Jahrgang der Friedrich-von-Spee-Gesamtschule. Die rund 30 Schülerinnen und Schüler aus dem Kurs „Darstellen und Gestalten“ hatten das 50minütige Stück bereits zuvor fünf mal für die Schulklassen aufgeführt. Jetzt waren erstmals Freunde und Eltern in das Forum der Schule geladen. Doch von Nervosität war unter den jungen Schauspielerinnen und Schauspielern nichts zu spüren. Vor allem „Pippi Langstrumpf“ überzeugte in dem Stück und stellte mit ihren bunten Farben einen tollen Kontrast zu den ansonsten überwiegend in schwarz gekleideten Charakteren dar. Für Abwechslung sorgten nicht zuletzt die verschiedenen Tanzaufführungen der Schülerinnen und Schüler. Die Zuschauer lauschten der Aufführung, die aus insgesamt 13 Szenen bestand, aufmerksam und belohnten die jungen Darsteller der Gesamtschule am Ende mit langanhaltendem Applaus.

© 2011 Neue Westfälische, Paderborner Kreiszeitung, Dienstag 01. März 2011
 

Das wahre Leben der Pippi L.

Heute Premiere an der Friedrich-von-Spee-Gesamtschule/ Überraschende Wendungen und Erlebnisse

Paderborn. An der Friedrich-von-Spee-Gesamtschule führt der „Darstellen und Gestalten“-Kurs des Jahrgangs 8 das Stück „Aus Kindern werden Leute oder Das wahre Leben der Pippi L.“ auf. Premiere ist am Freitag, 25. Februar, um 19 Uhr. Das Stück wurde zusammen mit der Tanzschule Möllmann entwickelt. Die Leitung haben Diana Höke und Michael Aßmann.
Überraschende Wendungen und Erlebnisse unterhalten das Publikum, kleine Zauberkunststücke und Verwandlungen steigern die Spannung des abwechslungsreich inszenierten Bildertheaters.
Dazwischen gestreut sind kurze Tanzszenen, die von der Tanzlehrerin der Tanzschule Möllmann, Natalia Dierksen, mit den Schülern eingeübt wurden.
Die Hauptperson Pippi L. trifft auf Puppen, Ballerinen, Modeschöpfer und Gestalten aus der klassischen Kinderliteratur, um mit ihnen zu lernen und sich zu entwickeln: Ruhe und Hektik, Glück haben und etwas Können sind Voraussetzungen für ein selbstbestimmtes Leben. Irgendwann, manchmal ganz unverhofft, beginnt der heranwachsende Mensch sich zu verwandeln und entdeckt sich plötzlich völlig neu.
Erste Entdeckungen des anderen Geschlechts, Wahrnehmung des eigenen Körpers und Einblicke in die Arbeitswelt führen zu Irritation und Ungewissheit. Auch wenn sich am Ende ein Paar findet, bleibt Pippi L. zunächst allein und erwartet ihre Zukunft.

© 2011 Neue Westfälische, Paderborner Kreiszeitung, Freitag 25. Februar 2011
 

Bilder hängen – Rahmen tanzen

Vorführung von Spee-Gesamtschülern bei Ausstellungseröffnung des Kunstvereins

Paderborn (WV). Zum zweiten Mal hat die Friedrich-von-Spee-Gesamtschule zu einer Ausstellungseröffnung des Paderborner Kunstvereins eine die Kunstwerke
begleitende Performance präsentiert. Dieses über ein ganzes Schuljahr stattfindende Langzeit-Projekt der »Darstellen & Gestalten «-Kurse der Paderborner Gesamtschule ist unter dem Titel »Ausstellungsbegleiter« Bestandteil des »Kinder zum Olymp«-Wettbewerbs der Kulturstiftung der
Länder.
Zur Ausstellung »Räumliche Zeichnungen und Lichtskulpturen « von Zipora Rafaelov (das WV berichtete) traten die jungen Performance-Künstler des sechsten Schuljahrs unter der Leitung ihrer Lehrer Diana Höke und Michael
Aßmann mit schwerem Gerät an: Große, leere Holzrahmen wurden rhythmisch und tänzerisch in Bewegung gebracht, bildeten neue Raumzusammenhänge und Überlappungen und fügten sich – passend zu den Raumzeichnungen
von Zipora Rafaelov – ständig verändernd neu zusammen.
In den folgenden Darbietungen wurde aus vielfach gespannten Linien von Seilen und Schnüren das starre Element des Rechtecks aufgelöst und in Schwüngen und Verdrehungen eine Illusion komplexer Raumkörper erzeugt. Immer wieder wurden so neue Konstellationen von Fläche und Raum passend zur eingespielten Musik erreicht: Ein ständig sich aufs Neue veränderndes Gespinst aus Linien und Flächen mäandrierte im Foyer der Städtischen
Galerie. In wenigen Minuten entwickelten die kleinen Performer ihre Gerätschaften zu einer überdimensionalen, räumlichen Harfe, aus der heraus sechs Schüler imaginäre Klänge erzeugten. Zum Abschluss wurden die Rahmen
noch einmal kombiniert mit Reifen, die sich, ebenfalls mit Schnüren verspannt, hüpfend und drehend zwischen der Rahmenlandschaft bewegten.

©  Westfälisches Volksblatt, 12./13.02.2011

 

Mittagessen in drei Schichten

Friedrich-von-Spee-Gesamtschule: Zahl der Mensa-Nutzer hat sich in den letzten drei Jahren verzehnfacht

VON SABINE KAUKE
Paderborn. An der Friedrich-von-Spee-Gesamtschule wird’s immer enger. Die Schülerzahl steigt, die Oberstufe wächst, viele nutzen die Mensa: Die Raumprobleme haben sich zusehends verschärft.
Der dringendste Bedarf besteht aktuell im Mensabereich, schildert Schulleiter Detlef Strauß dieser Zeitung. So hat sich die Zahl der Schüler, die in der Mensa essen, in den letzten drei Jahren verzehnfacht: Täglich werden 650 Mittagessen ausgegeben. Tendenz steigend. Das hat mehrere Gründe: Das Essen ist qualitativ gut, der Landesfond „Kein Kind ohne Mahlzeit“ bezuschusst das Menü, wenn die Eltern wenig Geld haben, und nicht zuletzt greift das pädagogische Konzept der Schule. So essen die Fünftklässler beispielsweise im Klassenverbund. Zur Wahl stehen an vier Tagen pro Woche je zwei Menüs, eins davon immer vegetarisch, mit Suppe und Dessert.
„Diese Entwicklung ist ja gewollt“, freut sich Strauß. Weniger schön sei, dass die Schüler bei rund 200 Sitzplätzen bereits jetzt im Drei-Schicht-Betrieb essen müssten. Entspanntes Mittagessen sieht anders aus. Wenn um 12.30 Uhr die mittleren Jahrgänge dran sind, ist die Schlange vor der Ausgabe 30 Meter lang.
Strauß rechnet nach 41 Ablehnungen (2010) mit weiterhin sechszügigen Jahrgängen. „Der Zuspruch steigt und damit wird unsere gute pädagogische Arbeit honoriert. Das macht uns stolz“. Doch wenn im Sommer 100 neue Esser kommen, dann „geht nichts mehr“. Strauß schließt sogar nicht aus, dass Jahrgänge ausgeschlossen werden müssen: „Bei dem Gedanken blutet mir das Herz.“ Bereits 2009 und 2010 hatte er bei der Stadt eine Erweiterung beantragt. „Jetzt muss etwas passieren“, wird Strauß deutlich. Er denkt an einen zweiten Ausgaberaum für die Unterstufenschüler. Die „politische Crux“ sei jedoch, dass momentan vom Land nur Mittel für Mensen neuer Ganztagsschulen fließen, so dass die Stadt für 2011 nur kleinere Baumaßnahmen in Aussicht stellt.
Gestern Abend skizzierte Strauß seine Situation im Schulausschuss des Rates. Das Gremium will bei seiner Sitzung am 10. März in der Spee-Gesamtschule tagen, um sich ein Bild zu verschaffen. Denn über die Mensa hinaus besteht Bedarf. „Es fehlen allein 18 Differenzierungsräume“, rechnet Strauß vor. Im Sommer müsse wohl aus Platzgründen ein Projekt gestrichen werden. Außerdem fehlten Oberstufenräume und Aufenthaltsbereiche für den Ganztag und Aula sowie Bibliothek seien inzwischen zu klein geworden.

© 2011 Neue Westfälische, Paderborner Kreiszeitung, Freitag 04. Februar 2011

 

Neue Ordnung aus dem Chaos

Zwiebelfische im eindrucksvollen Zwiegespräch mit Offenen Systemen

VON ANN-BRITTA DOHLE
Paderborn. Ein Tanzprojekt an ungewöhnlichem Ort, Bildende Kunst im plötzlichen Dialog mit Tanz, ein einsetzender Reigen zwischen Tänzerinnen und schwingenden Kunstobjekten, belebten Stillleben, Musik, phantastischen schwarz-weiß Kostümen und Lichtkunst. „Zwiebelfisch“ lautet die Performance der Choreographin Birgit Aßhoff, die mit elf Schülerinnen der Friedrich-von-Spee- Gesamtschule assoziative Tanzmomente zu der Werksammlung „Offene Systeme“ von Prof. Dorothea Reese-Heim geschaffen hat. So fand in der Städtischen Galerie am Abdinghof die Geburt einer unkonventionellen Tanzveranstaltung statt.
Bereits das Gesamtkonzept der Tanzaufführung ist bei Birgit Aßhoff als „offenes System“ angelegt. Parallel getanzt auf verschiedenen Ausstellungsflächen, konnte sich der Zuschauer seinen eigenen Rundgang zusammenstellen. Soli, Duetts und Quintett bestanden nebeneinander. Zu Beginn der Holztreppe gleitet und greift eine kleine Formation ahnungslos wirkender „Zwiebelfischler“ synchron in den Raum: schwebende Aufwärtsbewegungen. Im Hintergrund schweben die umwundenen transparenten „Körper“ von Dorothea Reese-Heim. Assoziative Bewegungen, mal melancholisch, meist witzig, bestimmen den Einstieg.
Dann auf oberer Etage bestechend: Die Frau als Solistin. Zu melancholisch fernöstlichen Klängen scheint die Geschichte der Frau in knapper Bildsprache, in anmutigen Bewegungen und ästhetischen Tanzmomenten wiedergespiegelt. Es ist, als lege sich später das Wandobjekt (ein „Dornennest“) auf das Haupt der Tänzerin, die mal als verschleierte Frau dann wieder als Amazone, dann als Hüterin präsent in Erscheinung tritt.
Wenn zwei Körper ihre Hüllen abstreifen
Parallel dazu findet im Schwarzlichtraum ein Duett statt, in der zwei Körper ihre weiß leuchtenden, versteiften Hüllen abstreifen, sich für kurz in „körperlose“ Drehungen hineinfühlen, um erneut in ihre Häute zu schlüpfen, in denen sie schließlich am Boden reglos verharren. Schön, wenngleich der Tanz hier ein wenig eng und bezugslos wirkt zu den magischen Rauminstallationen.
Der zweite Teil der Performance führt alle Tänzerinnen zusammen. Auf großer Steintreppe winden sie sich zu Sturm und schwerem Seegang die Stufen hinab. Ein dynamisch choreographiertes Hin- und Hergeworfensein beginnt, schwungvoll schrauben sich Tänzerinnen hinab, finden einen gemeinsamen Takt, hämmern diesen dem Geländer ein. Der erste Landgang: eine systematisch-rhythmische Begehung im Auf und Ab der Stufen (Rhythmustraining: Dietlind-Maria Strophal). Die Tänzerinnen wirken wie nach unten trudelnde Schatten der grell leuchtenden Acrylringe über ihnen. Schatten, die sich loslösen, um gemeinsam mit dem Publikum aufzubrechen – in das graphische Kabinett.
Dort verlieren die „Zwiebelfische“ allmählich ihre „Schalen“ im dynamischen Rückwärtsgang. Im ästhetischen Wechsel der Antriebe, mal sinnlich-allmählich, dann wieder plötzlich-explosiv, finden die Tänzer aus dem Chaos zur neuen Ordnung, zu einem Schlussbild in Reihungen. Bei dem individuellen Museumsrundgang erweisen sich die Stationen mal als kürzere Hingucker, mal als fesselnde, sinnliche Mittler innerer Bilder, die den Betrachter zum „Wiederholungstäter“ avancieren lassen. Birgit Aßhoff ist mit den jungen, konzentriert auftretenden Tänzerinnen nicht nur ein eindrucksvolles Zwiegespräch mit den phantastischen Objekten von Dorothea Reese-Heim geglückt. Sie hat einmal mehr ihre eigene künstlerische Handschrift bewiesen.

© 2011 Neue Westfälische, Paderborner Kreiszeitung, Dienstag 01. Februar 2011
 

Hoch gelobtes Tanztheater

»Zwiebelfisch« ist ein im HNF exemplarisch gelobtes Tanz-Projekt, das die Choreographin Birgit Aßhoff gemeinsam mit Schülern der Friedrich-von-Spee Schule inszeniert hat. Das Projekt ist ein humorvoller Kommentar zu den Exponaten der Künstlerin Dorothea Reese-Heim, die in der Städtischen Galerie am Abdinghof zu sehen sind. Inspirieren ließen sich die jungen Tänzerinnen und die Choreographin von den skurrilen Formen der Ausstellung. Heute, Donnerstag, und morgen, Freitag, finden die Aufführungen jeweils um 19 Uhr statt. Der Eintritt kostet neun Euro. Erstmals gibt es nicht nur gemeinsame Darbietungen in der Gruppe, sondern auch Soli und kleine Ensembles.

Westfälisches Volksblatt, Artikel vom 27.01.2011,  Foto: Geschke

 

 

 

 

Tanzender Zwiebelfisch

Ein humorvoller Kommentar zu Dorothea Reese-Heims Offenen Systemen

Paderborn. Tanztheater und Bildende Kunst finden zusammen, wenn am Donnerstag und Freitag, 27. und 28. Januar, jeweils um 19 Uhr in der Städtischen Galerie Am Abdinghof das Tanztheaterprojekt „Zwiebelfisch“ aufgeführt wird.
„Unser Zwiebelfisch ist inspiriert von den skurrilen Formen, den Materialien und den sinnlichen Gebilden, die Dorothea Reese-Heim daraus entwickelt hat. Das Stück ist ein humorvoller Kommentar zu ihrer Ausstellung ’Offene Systeme’, in der es aufgeführt wird und zu der es gehört“, sagt die Choreographin Birgit Aßhoff.
Es ist bereits das dritte Tanztheater, das die Berlinerin, die lange in Paderborn gelebt hat, mit Schülerinnen und Schülern der Friedrich-von-Spee-Gesamtschule erarbeitet. „Jedes Mal haben wir einen besonderen Ort gewählt, auf den wir Bezug nehmen konnten. Nach der Abdinghofkirche 2009 und dem Schloss und Schlossgarten in Schloß Neuhaus 2010 sind wir diesmal in einer der städtischen Kunstgalerien. So sind die Produktionen neben dem Tanz-Erlebnis für die Jugendlichen auch jedes Mal eine Entdeckungsreise an besondere Orte der Stadt, die sie oft noch gar nicht kannten.“
Seit Dezember wird täglich geprobt. Erstmals setzt Birgit Aßhoff im „Zwiebelfisch“ nicht nur auf gemeinsame Darbietungen der Gruppe, sondern auch auf Soli oder kleine Ensembles. Sie erläutert ihr Konzept: „Das Stück trägt der Ausstellung im Raum Rechnung. Manchmal wird gleichzeitig an verschiedenen Orten der Galerie getanzt. Die Darbietungen werden Teil der Ausstellung und können vom Publikum ‚erwandelt’ werden.“ Schwungvoll oder in verhaltener Stille, einer abstrakten Linienführung folgend oder auf fast alltäglich anmutende Handlungen verweisend, werde der Tanz die Fantasie der Zuschauer beflügeln, versichert sie. Wichtig sei dafür auch die Lichtgestaltung von Maximilian Stelzl, der ebenfalls aus Berlin kommt.
„Zwiebelfisch“ ist übrigens ein Wort aus der Druckersprache für eine Drucktype, die sich in einen Schriftsatz verirrt hat, zu dem sie nicht gehört. Hier aber bezeichnet das Wort künstlerische Ausdrucksformen, die frei assoziierend zueinander gesetzt werden.
Veranstalter ist das Kulturamt der Stadt Paderborn, gefördert wird die Veranstaltung vom Kultursekretariat NRW Gütersloh. Die Eintrittskarten für das Tanztheater kosten 9 Euro (ermäßigt 6 Euro) und sind an der Abendkasse in der Galerie Am Abdinghof erhältlich.

© 2011 Neue Westfälische, Paderborner Kreiszeitung, Mittwoch 26. Januar 2011
 

Die Sinne für das Recht schärfen

Rechtskunde-Schüler der Friedrich-von-Spee-Gesamtschule besuchen Prozess am Amtsgericht Paderborn 

Von Patrick Kleibold

Paderborn (WV). Als der Angeklagte Mohammed Z. vor den Augen der Jugendlichen in Tränen ausbricht und verzweifelt anfängt zu schreien, zucken Schüler der Friedrich von Spee-Gesamtschule zusammen. »Das ist anders als im Fernsehen«, tuscheln sie untereinander. Gestern haben die Schüler mit ihrer Rechtskunde-AG reale Prozesse am Amtsgericht Paderborn verfolgt.
Für Mohammed Z. (Name geändert) ist es nicht die erste Verhandlung. Der unter Bewährung stehende Paderborner muss sich dieses Mal dem Vorwurf der Mordandrohung stellen. Er habe seinem Sohn vor der Schule aufgelauert und ihn heftig angeschrien, weil dieser die Verwandten seiner Mutter in der Türkei besucht hätte. Dabei habe er gesagt, dass er die Verwandten erschießen werde. Die Schüler der 10. Klasse der Friedrich von Spee- Gesamtschule verfolgen das Geschehen interessiert und aufmerksam. Im Zuge des Rechtskundeunterrichts sollen die Schüler einen Einblick in das deutsche Rechtssystem erlangen. In den vergangenen Jahren klären Richter die Jugendlichen in zusätzlichen Unterrichtseinheiten auf.
Über Mohammed Z. soll Oliver Wieczorek richten. Von dem Angeklagten und dem Zeugen lässt er sich genau erklären, wie der Tag ablief und welche Drohungen der Angeklagte ausgesprochen habe. Zweimal bricht der Angeklagte in Tränen aus, die Verhandlung muss für fünf Minuten unterbrochen werden. Dieses Bild hinterlässt einen bleibenden Eindruck – mit offenen Mündern verfolgen die Schüler gebannt, was passiert.  Ein typischer Fall von Aussage gegen Aussage, der keine Klarheit bringt. Der Angeklagte wird freigesprochen, da keine konkreten Beweise für eine Morddrohung vorliegen.
Mit dem Ergebnis des Tages ist Richterin Ines Münker aus Paderborn sehr zufrieden. Sie leitet die Rechtskunde-AG der Schüler. Nach zehn Doppelstunden Theorie bildet der Besuch einer Verhandlung den praktischen Abschluss des Kurses.»Es ging darum, die Sinne der Schüler für das Recht zuschärfen«, erklärt Münker. »Einige der Jugendlichenhaben bereits einen guten Blick dafür. «Die 15- bis 17-Jäh-rigen hätten an dem Projekt begeistert mit gearbeitet, sagt die Richterin. Auch Jürgen Gärtner, Abteilungsleiter der Gesamtschule, zeigte sich zufrieden mit der Einsatzbereitschaft und dem Wissensdurst der Schüler. »Alle haben sehr viel Freude am Unterricht. Unsere Erfahrung zeigt, dass besonders der Tag im Gericht ein sehr spannendes Ereignis für die Jugendlichen darstellt. Dies ist für sie eine Möglichkeit, etwas zu erfahren, dass ihnen die Schule nicht bieten kann«, sagt Gärtner. Wichtig sei, dass die Schüler einen Einblick in das wahre Leben bekommen.
Richterin Münker schilderte ähnliche Erfahrungen: »Die Schüler zeigen sich sehr interessiert, wenn es um das Thema Recht geht. Häufig wird die Frage gestellt, was erlaubt ist und was nicht.« Daher habe sie versucht, einen Einblick in viele Bereiche des Rechtsstaates zu geben. Auf dem Stundenplan standen unter anderem Straf- und Zivilrecht. Außerdem wurden die Schüler über das deutsche Wahlrecht aufgeklärt. »Sehr häufig musste ich die Feststellung machen, dass die Schüler, auch wenn sie schon 18Jahre alt sind, kein Vorwissen auf diesem Gebiet haben. Oftmals sind die Schüler bereits volljährig, sind aber gänzlich unerfahren und wissen nicht, wie eine Wahl abläuft. Daher leisten wir Basisarbeit und klären die Schüler rechtzeitig auf.«
Auch den Schülern war die Begeisterung, einen Tag das Klassenzimmer verlassen zu dürfen, anzusehen. »Für mich war es der erste Besuch bei Gericht. Ich fand es sehr interessant, einen Prozess hautnah mitzuerleben. Das ist wirklich eine tolle Abwechslung zum Schulalltag. Zudem habe ich sehr viel Neues erfahren«, sagte Schüler Nico Spies. Laura Giesler schilderte ähnliche Erfahrungen:»Hier war alles echt und nichts gespielt, anders als in den Fernsehshows, wo alle streiten. Der Tag im Gericht war wirklich sehr interessant.
Westfälisches Volksblatt, 13.01.2011

 

Entdeckungstour im Hause Justitias

Rechtskundekurs der Friedrich-von- Spee-Gesamtschule besucht Amtsgericht

VON JUTTA STEINMETZ

Paderborn. Fast ist es mit Händen zu greifen, das Leid des Angeklagten, der in Saal 100 des Paderborner Amtsgerichts in lautes Weinen ausbricht, als er von seiner zerbrochenen Familie erzählt. Im Zuschauerraum herrscht eine bedrückende Stille.
Hier haben sieben Schülerinnen und Schüler der Friedrich-von- Spee-Gesamtschule Platz genommen. Die Teilnehmer der Rechtskunde-Arbeitsgemeinschaft sind auf einmal dicht dran am Leben und stellen fest, dass es in den Sälen Justitias ganz anders zugeht als in Fernseh-Gerichtsshows.
Denn hier liefert sich Verteidiger Dieter Cramer keine hitzigen Wortduelle mit Anklagevertreterin Kira Dulige, sondern einen gepflegten Austausch. Richter Oliver Wieczorek gönnt dem weinenden Angeklagten, der unter dem Verdacht steht, Todesdrohungen gegen die Verwandtschaft seiner Ex-Frau ausgestoßen zu haben, eine Auszeit zur Beruhigung und hört dem Verzweifelten geduldig zu. Ein 15-jähriger Zeuge macht zwar hörbar bewegt, aber sachlich und ohne jede Übertreibung seine Aussage.
„In den Gerichtsshows sieht man zu viele schlechte Schauspieler“, schmunzelt Johannes Sehrbrock nach den Verhandlungen. Er und seine Mitschüler müssen es wissen, schließlich sind sie dank ihres Rechtskunde-Unterrichts bestens vorbereitet.
„Wir wollen wissen, was wir dürfen und was nicht“, bekommt Amtsrichterin Münker immer wieder zu hören, wenn sie mit dem Unterricht in der Jahrgangsstufe 10 der Friedrich-von- Spee-Gesamtschule beginnt. Aber das sei nicht im Sinne des Erfinders, schmunzelt sie. „Ich mache doch keine Rechtsberatung.“ Vielmehr geht es um den Rechtsstaat an sich.
Ob Gewaltenteilung oder Kaufvertrag, Todesstrafe oder Testament, den Teilnehmern an der Rechtskunde-AG ist nach den zehn Doppelstunden mit Richterin Münker kaum noch ein rechtliches Thema fremd. „Das sind alles Dinge, die den jungen Leuten heute nicht mehr vermittelt werden“, weiß Amtgerichtsdirektor Günter Köhne. Zu wenig Zeit sei dafür im Politik- oder Sozialkundeunterricht. Und das sei fatal, findet er. Schließlich gerieten heutzutage immer mehr sehr junge Leute in die Schuldenfalle. Da tue eben Aufklärung über Kauf- und Strafrecht gleichermaßen Not.
Und tatsächlich stößt Richterin Münker, die seit sechs Jahren an der Friedrich- Spee-Gesamtschule das Fach Rechtskunde bestreitet, bei den Jugendlichen auf offene Ohren. „Das meiste wusste ich gar nicht“, lobt Ludmilla Savicher die Inhalte des Unterrichts, in dem Rollenspiele, die Beschäftigung mit realen Fällen, aber auch das Studium von Gesetzestexten den Facettenreichtum des deutschen Rechtsstaats deutlich werden lassen. Der Besuch im Gericht ist der Abschluss der Rechtskunde-AG. Und genau passend, wie die Schüler meinen. „Es ist interessant, das in der Theorie Gelernte mit der Realität zu vergleichen“, findet Laura Giesler.
Den Familienvater hat der Amtsrichter nach einer emotionalen Beweisführung übrigens freigesprochen. Er hielt den Anklagevorwurf für nicht erwiesen. Vergessen dürften die Schüler den Fall trotzdem nicht. „Von manchen Dingen meint man, dass sie eigentlich nur im Fernsehen passieren können“, sagt Ludmilla Savicher und denkt an die Tränen des erwachsenen Mannes auf der Anklagebank.

© 2011 Neue Westfälische, Paderborner Kreiszeitung, Donnerstag 13. Januar 2011
 

 

 

Hervorragende Leistung bei Russisch-Olympiade

Friedrich-von-Spee-Schüler erfolgreich

Paderborn. Wie bereits in den vergangenen Jahren erreichten die Schülerinnen und Schüler der Friedrich-von-Spee-Gesamtschule auch bei der diesjährigen, landesweiten Russischolympiade in Düsseldorf in allen Kompetenzstufen hervorragende Plätze.

Sie findet jährlich auf Landes- und Bundes- sowie alle zwei Jahre auf internationaler Ebene statt. Die Olympiade umfasst einen Sprachwettbewerb in unterschiedlichen Schwierigkeitsstufen und einen Kreativwettbewerb auf Landesebene. Am Wettbewerb nahmen etwa 400 Schüler und ihre Lehrer aus 24 nordrhein-westfälischen Städten teil.

Während die Akteure auf der Bühne ihre kreativen Stücke vorführen, sitzen die Teilnehmer am Sprachwettbewerb in verschiedenen Klassenräumen des Schulgebäudes und machen hier ihre schriftliche und mündliche Prüfung. Geprüft werden sie von Russischlehrern, die ihre Schüler zur Olympiade begleiten. Auch in diesem Jahr nahmen Schüler aus verschiedenen Russischkursen der Friedrich-von-Spee Gesamtschule teil. Sie wetteiferten um Platzierungen in 4 von 6 Niveaustufen, die sich am Europäischen Referenzrahmen orientieren. Alle 21 Olympioniken nahmen an einer schriftlichen (ein Leseverstehenstext auf dem Anfängerniveau sowie ein Test des Sprachkönnens in den Bereichen Grammatik, Rechtschreibung und Syntax auf dem muttersprachlichen Niveau) und mündlichen Prüfung (Test von Argumentationsfähigkeit und differenziertem Ausdrucksvermögen) teil. Besonders erfolgreich in ihren Sprachgruppen waren: Martin Klassen ( 1. Platz ), Aurika Sept ( 2. Platz ), Viktoria Sept ( 3. Platz ), Vladimir Spedt ( 3. Platz ).

© 2010 Neue Westfälische
Paderborner Kreiszeitung, Dienstag 30. November 2010

Mit dem Solar-Mobil zur Endausscheidung nach Berlin

Großer Erfolg für vier Friedrich-von-Spee-Schülerinnen
Paderborn/Berlin. Nach erfolgreicher Teilnahme am lokalen Wettbewerb wurde eine Gruppe von vier Schülerinnen der Friedrich-von-Spee-Gesamtschule zur Teilnahme an der Endausscheidung im „Solar-Mobil Deutschland – Wettbewerb“ nach Berlin eingeladen. Auch wenn der erste Platz nicht erreicht werden konnte, sparten Besucher und Juroren am Potsdamer Platz nicht mit Anerkennung für das in Kooperation mit der Paderborner Fahrzeuginstandhaltungs GmbH der Deutschen Bahn entwickelte „Bobby-Car-Solarmobil“.
Besonders stolz zeigte sich Schulleiter Detlef Strauß darüber, dass eine reine Mädchengruppe in diesem Technikprojekt die Einladung zur bundesweiten Endausscheidung errungen hatte. Insgesamt vier Schülerinnen, Caroline Keiter, Ronja Koch, Silvia Langenhorst und Jennifer Nitschke erhielten die Einladung, an der Endausscheidung des Wettbewerbs in Berlin teilzunehmen. Begleitet wurden sie von ihren Physiklehrern Benjamin Eke und Volker Winzenick.
In zwei Klassen – „Ultraleicht“ und „Kreativ“ – traten die Gruppen gegeneinander an, die in den lokalen Vorentscheidungswettbewerben die ersten Plätze belegt hatten. Die Schülerinnen aus Paderborn hatten in Kooperation mit der Fahrzeuginstandhaltungs GmbH der Deutschen Bahn ein Bobby Car mit Motor, Solarmodul und Ladeelektronik ausgerüstet und am „Bobby Car Solar Cup“ in Bielefeld teilgenommen.
Die konzeptionellen Anforderungen wurden von den Schülerinnen selbst erfüllt, die technische Umsetzung erforderte die Mithilfe des Kooperationspartners. Selbst ein Motorschaden kurz vor dem Wettkampf bot kein langes Hindernis. Stattdessen wurde noch kurz vor der Teilnahme ein neuer Motor eingebaut und begeistert dieser Erfolg gefeiert. Gemeinsam mit zwei weiteren Gewinnern des regionalen Wettbewerbs folgte dann die Reise nach Berlin. Im Rahmen des Tags der Energie, ausgerichtet vom Bundesministerium für Bildung und Forschung und dem VDE, stellten sich die Schülerinnen der Konkurrenz in der Kreativ-Klasse. Aussehen und Leistung der Solarmobile brachten viele Besucher zum Staunen und ließen die Schülerinnen mit viel Motivation für den nächsten Wettbewerb nach Paderborn zurückkehren.
© 2010 Neue WestfälischePaderborner Kreiszeitung, Mittwoch 06. Oktober 2010  

 

Westfälisches Volksblatt 29.10.2010

Theaterspiel verbindet

Schüler aus Debrecen und Paderborn wollen „Brücken bauen“

Paderborn (NW). Seit acht Jahren besteht eine lebendige Partnerschaft zwischen der Arpad-Vezer Schule in Debrecen und der Friedrich-von-Spee-Gesamtschule Paderborn. Die von Altbürgermeister Lüke angeregte und von der Stadt unterstützte Kooperation ermöglicht jedes Jahr den Austausch von Schülern und Lehrern. Bei den regelmäßigen, gegenseitigen Besuchen werden verschiedene Projekte in Angriff genommen.
In diesem Schuljahr wird ein gemeinsames Theaterstück entwickelt und geprobt. 22 Schülerinnen und Schüler zwischen 12 und 14 Jahren verbringen täglich drei Stunden mit Theaterproben. Das Besondere dabei ist, dass elf von ihnen aus Debrecen in Ungarn kommen. gemeinsam entwickeln sie Szenen zum Thema „Brücken bauen“. Es geht darum, über Sprach- und vielleicht auch Kulturgrenzen hinweg unterschiedliche Möglichkeiten der Kommunikation zu erproben und mit verschiedenen theatralen Mitteln darzustellen.
Mit großem Engagement und viel Spielfreude haben die Schülerinnen und Schüler Präsentationen erarbeitet, die beispielsweise den Klang der beiden Sprachen, Anschauungen über das jeweilig andere Land und gemeinsame Interessen und Hobbys veranschaulichen.
Auch die gemeinsam verbrachte Arbeits- und Freizeit wird thematisiert in einem abwechslungsreichen Bilderreigen mit einem Sprachcluster, Pantomime, Szenen in Zeitlupe, einem rhythmischen Sprachlernprogramm und einer Fotoshow aus Standbildern.
Die Präsentation markiert ein Zwischenergebnis auf dem Weg zu einer größeren Aufführung im nächsten Jahr. Dann reisen die deutschen Schüler nach Ungarn, um weiter zu proben und das fertige Stück aufzuführen. 
© 2010 Neue WestfälischePaderborner Kreiszeitung, Freitag 24. September 2010

Auszeichnung für excellente Leistungen

Hier sind unsere Preisträger!

Beste Neunt- und Zehntklässler aller Gymnasien und Gesamtschulen der Kreise Paderborn und Höxter geehrt

VON INGO KALISCHEK

Paderborn. Knapp 300 Schülerinnen und Schüler wurden gestern im Audimax der Universität für ihre besonderen Leistungen in naturwissenschaftlichen Fächern geehrt. Die Schülerinnen und Schüler aus der neunten und zehnten Klasse erhielten für ihre herausragenden Leistungen in den Fächern Biologie, Chemie, Physik und Mathematik eine Urkunde sowie ein Preisgeld von 75 Euro. Der Förderpreis der Wirtschaft wurde von den Sponsoren „Deutsche Bank“ und „dSpace“ aus Paderborn, der „Claas Stiftung“ aus Harsewinkel, sowie „Brauns Heitmann“ aus Warburg finanziert. „Mit diesem Preisgeld wollen wir deutlich machen, dass sich die Anstrengungen lohnen und diese auch gewürdigt werden“, erklärte Uni-Präsident Nikolaus Risch und hofft, dass die Jugendlichen ihren Weg fortsetzen, um später einmal die Gesellschaft mit ihren Ideen und ihrem Einsatz voranzubringen.
Höxters Landrat Friedhelm Spieker blickt optimistisch in die Zukunft: „Voraussichtlich wird es schon im Jahre 2012 mehr freie Ausbildungsstelle als Auszubildende geben. Wenn ich jedoch die vielen stolzen Gesichter hier im Audimax sehe, habe ich keine Angst vor den nächsten Jahren.“ Spieker fügte hinzu, dass vor allem in der Technik viele schlaue Köpfe nötig seien, um diese auch weiterhin voranzubringen. Deshalb sei es sehr wichtig, die Jugendlichen zu fördern und ihnen Perspektiven zu schaffen.
Die Schülerinnen und Schüler folgender Schulen aus dem Kreis Paderborn wurden geehrt: Gesamtschule Paderborn-Elsen (24), Goerdeler-Gymnasium (13), Friedrich-von-Spee-Gesamtschule (10), Privates Mädchengymnasium St. Michael (10), Reismann Gymnasium (20), Gymnasium Theodorianum (13), Pelizaeus-Gymnasium (25), Gymnasium Schloß Neuhaus (23), Städtisches Gymnasium Delbrück (14). Die Schülerinnen und Schüler aus dem Kreis Höxter kamen von folgenden Schulen: Hüffertgymnasium Warburg (18), Städtisches Gymnasium Marianum Warburg (10), König-Wilhelm-Gymnasium Höxter (19), Gymnasium Brede Brakel (14), Städtisches Gymnasium Beverungen (5), Gymnasium Steinheim (14), Gymnasium St. Kaspar Bad Driburg (8), Gymnasium St. Xaver Bad Driburg (12), Städtisches Gymnasium Bad Driburg (8), Privates Mauritius-Gymnasium Büren (13), und das Städtische Petrus-Legge-Gymnasium Brakel (7).
Uni-Präsident Risch drückt den Schülerinnen und Schülern für die Zukunft fest die Daumen: „Wenn die Jugendlichen weiterhin bereit sind, ihren Ehrgeiz zu investieren und zudem eine gute Mischung aus Spaß und Disziplin finden, dann sind sie auf einem sehr guten Weg.“
© 2010 Neue Westfälische Paderborner Kreiszeitung, Dienstag 14. September 2010

Mehr als nur eine Sportnote

Wie 51 Schüler der Friedrich-von-Spee-Gesamtschule den Kinder-Triathlon auf die Beine stellen

VON SIGURD GRINGEL

Paderborn. „Sollen wir nicht lieber mit den Mädchen anfangen?“, kennt Inga Kaplan keine Scheu und fällt während der Siegerehrung ihrer erfahrenen Kollegin Susanne Stork ins Wort. Die Radiomoderatorin ist nicht pikiert. Im Gegenteil. Sie lobt ihre Co-Moderatorin ausdrücklich für die gute Zusammenarbeit.
Knapp drei Stunden stehen Susanne Stork von Radio Hochstift und die 18-jährige Schülerin auf dem Podest an der Zielgeraden und führen die Zuschauer durch den ersten Paderborner Kinder- und Schultriathlon. Dafür hat sich Inga Kaplan im Vorfeld Expertentipps in der Radio-Redaktion geben lassen. So hat sie ihr gelegentliches Nuscheln eingestellt und sich mit Hilfe von Stichwortkarten auf das Interview mit Olympiasieger Jan Frodeno vorbereitet. „Ein bisschen nervös war ich schon, geübt habe ich aber nicht“, verrät die Schülerin.
Die Moderation ist jedoch nur ein Teil ihrer Aufgabe. Seit 10 Uhr morgens sorgt die Jahrgangsstufe zwölf der Friedrich-von-Spee-Gesamtschule für einen reibungslosen Ablauf des Ereignisses. Lehrer Klaus Ferlemann ist begeistert. Zusammen mit seinem Kollegen Michael Auffenberg und City-Triathlon-Organisator Ralf Pahlsmeier betreut er das Schulprojekt, bei dem sich die komplette Jahrgangsstufe – insgesamt 51 Schülerinnen und Schüler – um die Organisation einer Sportveranstaltung kümmern. „Die Schüler lernen, Verantwortung zu übernehmen“, ist Klaus Ferlemann stolz auf die Jugendlichen, die das Projekt federführend geleitet haben. „Daraus ist ein ganz anderer Zusammenhalt zwischen den Schülern erwachsen“, erwähnt der Lehrer einen positiven Nebeneffekt.
Nach den Weihnachtsferien haben die Schüler ihre Arbeit aufgenommen und wöchentlich eine Stunde in die Planung investiert. Schnell hat sich herauskristallisiert, dass man sich in verschiedene Gruppen aufteilen und dann eine jeweils maßgeschneiderte Vorbereitung auf die speziellen Anforderungen aufnehmen müsse. Denn in der Wechselzone sind andere Aufgaben zu erledigen als zum Beispiel beim Schwimmen.
Die psychologische Betreuung der Nachwuchsathleten ist für alle Schüler Neuland. „Man muss den Kindern ansehen, ob sie nervös sind und dann auf sie zugehen“, beschreibt der Pädagoge Klaus Ferlemann. Auch das haben die kommenden Abiturienten an diesem Nachmittag gelernt. „Das Engagement fließt in die Sportnote mit ein“, verrät er. Überdies will er ins Zeugnis eine Bemerkung über zusätzlich erworbene Kompetenz aufnehmen.
Inga Kaplan hat sich zusammen mit Vanessa Wimble und Madgalena Kaufmann für die Gruppe Öffentlichkeitsarbeit entschieden. Die drei jungen Frauen haben Faltblätter in den Schulen verteilt und auf den Triathlon aufmerksam gemacht. „Das ist eine großartige Aktion“, zieht Magdalena Kaufmann ein positives Fazit und spricht sich ebenso wie Schulleiter Detlef Strauß für eine Fortsetzung im nächsten Jahr aus, obwohl sie nicht mehr dabei sein wird. Dann sind nämlich die heutigen Elfer dran, die am Sonntag schon mal als Streckenposten bei den Erwachsenen aushelfen.
© 2010 Neue Westfälische, Paderborner Kreiszeitung, Montag 31. Mai 2010  
  

Die Letzte wird die Erste sein

Lokalsport: Benita  Renger trotzt dem Stress und siegt überlegen

Paderborn (FB). Das samstägliche Sportprogramm von Benita  Renger hatte es in sich. Am frühen Nachmittag absolvierte die 13-Jährige mit den U15-Fußballerinnen des SV Blau-Weiß Benhausen ein Kreisliga-Meisterschaftsspiel gegen den FC Hövelriege.  Renger feierte einen 4:2-Sieg und machte sich flugs auf den Weg nach Paderborn. Denn um 16.30 Uhr stand ihr Start beim 1. Kinder- und Schultriathlon auf dem Programm.
Auf dem letzten Drücker hetzte Benita in die Schwimmoper – ein paar Minuten später schoss die Siebtklässlerin der Paderborner Friedrich-von-Spee-Gesamtschule im Bayern-Trikot über die Ziellinie. Benita  Renger hatte mit riesigem Vorsprung das Mädchen-Rennen der Klassen 5 bis 7 gewonnen. Die Letzte am Start war die Erste im Ziel.
„Dabei hatte ich eigentlich gar nicht für den Triathlon trainiert“, erklärte die sportliche Paderbornerin und nahm die Glückwünsche von Klaus Ferlemann entgegen. Der Sportkoordinator der Friedrich-von-Spee-Gesamtschule hatte mit dem Sieg seiner Schülerin eine Wette gewonnen. „Ich hatte vorher gesagt: Wenn jemand aus unserer Schule gewinnt, dann Benita. Denn sie hat einfach eine Bomben-Kondition“, so Klaus Ferlemann. Der Tricity-Vorsitzende Ralf Pahlsmeier, der angesichts der verspäteten Anreise der passionierten Fußballerin äußerst skeptisch war, hielt dagegen – und verlor eine Kiste „Sport aktiv“.
© 2010 Neue Westfälische, Paderborner Kreiszeitung, Montag 31. Mai 2010 
  

Nachhaltiges Chopin-Erlebnis

Frédériks Garten: Tanzprojekt der Friedrich-von-Spee-Schule

Paderborn-Schloß Neuhaus (urm). Chopin und Tanz? Es gibt wohl kaum eine Musik, die mehr im klassischen Ballett-Training zum Einsatz kommt, als die Walzer, Mazurken und Polonaisen aus der Feder Frédéric Chopins. Doch wer das Tanzprojekt „Frédérics Garten“ der Friedrich-von-Spee-Schule erlebte, musste seine Erfahrungen mit bekannten Chopin-Balletten wie „Le Sylphides“ erst mal vergessen und neu hinsehen – und ganz besonders – neu hinhören.
Unter Leitung der Tanzpädagogin Birgit Aßhoff gestalteten 20 junge Tänzerinnen und zwei Tänzer „Frédérics Garten“, bewegten sich in den Räumen des Neuhäuser Schlosses und integrierten Tanz und Musik in den Barockgarten.
Viereinhalb Wochen wurde professionell trainiert. Das Ergebnis war eine handlungsreiche und symbolträchtige einstündige Inszenierung, die die Zuschauer und Tänzer nicht nur durch die Räume des Schlosses, sondern auch durch den Park führte. Das alles zu Chopins Musik.
Allerdings nur im weitesten Sinne, denn Eckhard Wiemann und Timo Buczka haben ausgewählte Werke des Meisters gekonnt den aktuellen Hörgewohnheiten angepasst. Wie auf den Easy-Listening-Compilation des recht erfolgreichen Labels „Buddha-Bar Classic Lounge“ wurden einzelne Themen Chopins nur als Anregung und Zitat aufgenommen, um sie dann in einen groovigen House- oder Technorhythmus zu überführen. Man musste sich schon anstrengen, um Chopins berühmte Motive wie das Regentropfenprélude (Raindrops I und II) oder den Marche Funèbre eindeutig auszumachen. Wer das schaffte, entdeckte so manchen witzigen Einfall in den üppigen Arrangements, zum Beispiel das Regenmotiv über fetzigen Dancefloor-Rhythmen im Banjo-Klang. Der Sound wurde live gespielt und abgemischt und begleitete die Tänzer und Tänzerinnen.
Der tänzerisch, musikalische Reise begann im Porzellan- und Speisezimmer zu Fantasie-Impromptu und Nocturne. Den Erwartungen des Raumes entsprechend wurden hier natürlich Speiseszenen getanzt: Man servierte sich gegenseitig roten, glibberigen Wackelpudding, der dann am Tisch symbolisch mit Drumsticks verspeist wurde. Das Essen endet in einem virtuellen Kampf, in dem die Sticks natürlich wieder eine entscheidende Rolle spielen.
Weiter ging’s durch den Audienzsaal (My Study/Raindrops I) über den Schlosshof (Marche Funèbre) zu den Rabatten im Schlossgarten, die die Tanzenden zunächst als Teil der Gartenlandschaft aufnahm.
Das feuchte Finale (Raindrops II) am Brunnen im Schlossgarten, zeigte noch mal deutlich, wie ernst es den Schülern und Schülerinnen mit „Frédérics Garten“ war: Trotz eisiger Temperaturen wateten sie im kalten Wasser des Brunnens und ließen sich mit noch mehr Wasser aus Gießkannen nass regnen, das alles mit stoischen Pokergesichtern als Teil der Inszenierung. Ein nachhaltiges Chopin-Erlebnis!
Es wirkten mit: Rana Ahmad, Vanessa Brandt, Rumeysa Cil, Josefine Dauenhauer, Alena Drobner, Ricardo Engelhardt, Alexa Fofie, Alina Hense, Fatima Jaber, Andrea Jasiulek, Victoria Lückehe, Marius Meschede, Julia Nachtigall, Katrin Neufeld, Teiba Norestani, Juliane Pfeifer, Katharina Rempel, Sara-Jane Ritter, Valeria Schrepp, Anja Schröder, Angelina Seilbel und Elis Zeleke.
© 2010 Neue Westfälische, Paderborner Kreiszeitung, Montag 17. Mai 2010

 

Auf dem Weg zum Olymp

Friedrich-von-Spee-Gesamtschule wieder in der Endrunde des Bundeswettbewerbs

Paderborn (NW). Die Friedrich-von-Spee-Gesamtschule hat erneut Post aus Berlin erhalten. Gleich drei Wettbewerbsbeiträge wurden für die Endrunde im großen deutschen Wettbewerb der Kulturstiftung der Länder „Kinder zum Olymp“ ausgewählt und werden nun von der Jury noch genauer in Augenschein genommen. Bundesweit haben sich rund 700 Schulen beworben.
In der Sparte Literatur hat die Spee-Schule den Beitrag „Gedichte in der Galerie“ platziert. Der Paderborner Autor und Kabarettist Erwin Grosche hatte der Schule eine Reihe unveröffentlichter Gedichte für die Schulgalerie zur Verfügung gestellt, mit denen die Schüler ein Schulhalbjahr umgehen und arbeiten konnten.
Die sehr abwechslungsreichen Ergebnisse (Bildcollagen und Texte, gespielte Szenen auf der Bühne, sowie Videofilme und Computeranimationen) wurden in einer Finissage dem Autor und der Öffentlichkeit präsentiert.
In der Sparte Theater erreichte das im Heinz Nixdorf Museumsforum uraufgeführte Stück „Über Lebenswelten – Gewinnen und Verlieren auf der Computerbühne des Lebens“ ebenfalls die Endrunde.
Ausgegangen wurde dabei von kleinen Spielen, die Schüler auf ihren Handys haben und den klassischen Helden der Computerspiele: Mario, der einfache Handwerker und Weltenretter, Lara, die bewaffnete Powerfrau mit archäologischen Grundkenntnissen und Pac-Man, der drogensüchtige Hyperaktive, die in zehn sehr unterschiedlichen Spielszenen aufeinander treffen und am Leben selbst reifen. Darüber hinaus bewarb sich die Schule um den erstmalig ausgeschriebenen Sonderpreis „Schule mit dem überzeugendsten Kulturprofil“ und erreichte dort ebenfalls die Endrunde.
Schulleiter Detlef Strauß: „Der sensible, aber bewusste Umgang mit Kultur ist in der Schule ständiger Bestandteil des alltäglichen Lernens und Arbeitens. Das Aufeinanderstoßen vieler Kulturen verlangt Offenheit gegenüber allem Fremden, aber auch eine klare Bestimmtheit im Umgang mit den eigenen Traditionen und Werten.“

© 2010 Neue Westfälische, Paderborner Kreiszeitung, Samstag 15. Mai 2010

 

Arbeiten an Kriegsgräbern

Deutsche und englische Jugendliche pflegen Dörenkamp-Friedhof in Sennelager

VON ANDREAS GÖTTE

Paderborn-Sennelager. Grabsteine säubern, Unkraut beseitigen und auch das Denkmal in der Mitte wird wieder richtig auf Vordermann gebracht: Fleißige Hände auf dem Friedhof.
Über 40 Kinder und Jugendliche aus Deutschland und England legten an den Dörenkamp-Friedhof in der Nähe von Sennelager jetzt Hand an.
Mit dabei waren Mitglieder der Hövelhofer Jugendfeuerwehr, des Jugend- und Kinderzentrums (JuKiz), Schüler der Friedrich-von-Spee-Gesamtschule und britische Jugendliche. Sandy Seaton, bei den britischen Streitkräften für die Jugendarbeit zuständig, hatte zusammen mit dem deutschen Verbindungsoffizier Wolfgang Mann die Idee zu der Aktion, die nachhaltig angelegt ist und künftig drei Mal im Jahr stattfinden soll. Die Kooperation zwischen deutschen und britischen Jugendlichen soll nach Angaben von Mann möglichst auch überregional ausgeweitet werden.
Für den Schirmherrn sind die 663 begrabenen Menschen auf dem Friedhof so etwas wie Kameraden. „Mit Angehörigen fast aller Nationalitäten der Toten war ich bereits in Afghanistan im Einsatz“, sagte er. Unter den Toten befinden sich nur frühere Kriegsgefangene, sondern auch ein- bis dreijährige Kinder. Sie waren nach ihrer Vertreibung aus dem Osten im Salzkottener Krankenhaus gestorben.

Verantwortung für den Frieden

Mit der gemeinsamen Arbeit soll vor allem die Verantwortung für den Frieden transportiert werden.
Kräftig an den Grabplatten schruppte Daniel Wördemann von der Hövelhofer Jugendfeuerwehr. „Ich liebe die Natur und so einen schönen Platz wiederherzurichten, ist eine gute Sache“, sagt der Zwölfjährige. Das findet auch Dr. Rudolf Wansleben vom Landesverband des Volksbundes Deutscher Kriegsgräberfürsorge (Vdk). „So ein Ort wie der Dörenkamp-Friedhof zeigt, wie wir Menschen zu denen stehen, die ihr Leben für die Gemeinschaft und unter staatlicher Vorgabe hingegeben haben.“ Ein zufriedenes Gesicht machte auch Sören Pauli, erster deutscher Jugendbetreuer bei der britische Armee. „Für uns ist es wichtig, dass die britischen Kinder sehen, dass es auch außerhalb ihrer Gemeinschaft viel zum Kennenlernen und Erleben gibt.“ Unterstützt wurde die mehrstündige Aktion vom Vdk, von der Fleischerei Mersch und dem britischen Kaufladen.
Die Stadt Paderborn – beim Treffen am Samstag vertreten durch Vizebürgermeister Dieter Honervogt – mäht den Friedhof ein bis zwei Mal im Jahr. Jetzt hat sie nationenübergreifend ehrgeizige Unterstützung bekommen.

© 2010 Neue Westfälische, Paderborner Kreiszeitung, Dienstag 11. Mai 2010

 

Vom Tanzvirus befallen

„Frédérics Garten“: Projekt mit der Friedrich-von-Spee-Gesamtschule

Paderborn-Schloß Neuhaus(NW). Von Christi Himmelfahrt,13. Mai, bis Sonntag,16. Mai, findet jeweils um 16 Uhr in Schloß Neuhaus dasTanz- und Musikprojekt „FrédéricsGarten“ statt.

Ein Projekt, an dem alles ungewöhnlich ist. Das beginnt mit dem Schauplatz: Das etwa einstündigeTanztheater zieht sich durch allehistorischen Räume im Schloss herunter in den Innenhof bis zuletzt in den Barockgarten. Es tanzen keine Balletteleven,  sondern neugierige Siebt-, Acht- und Zehntklässler der Friedrich-von-Spee-Gesamtschule,  die sich unter Birgit Aßhoffs Leitung intensiv auf das Abenteuer Tanz einlassen.
Das Ambiente des Schlosses ist ebenso weit weg von ihrer Alltagswelt  wie die Gedankenwelt und die Musik des Namensgebers: „Frédéric“ ist niemand anderer als Frédéric Chopin,  der Garten ist der Ort von Sehnsuch tund Träumen. Auch die Musik ist ungewöhnlich, denn nur zu einem kleinen Teil gibt es Originalmusik von Chopin, das meiste aber klingt und ist elektronisch. Manchmal erkennt man Chopin dahinter nicht mehr, doch die Musik ist von Stimmungen inspiriert, die auch den romantischen Komponisten bewegten. Manche Passagen werden leibhaftig am Flügel gespielt, anderes wird live elektronisch geschaffen, wieder anderes im Studio vorproduziert. Eckhard Wiemann und Timo Buczka von der Uni Paderborn haben diese Musik zusammengestellt, komponiert und produziert und führen sie auch auf.
Eingebettet ist das ganze Projekt in die vom Land geförderte Reihe „Tanz OWL“ und in das Paderborner Chopin-Jahr zum 200. Geburtstag des Komponisten. Das Kultursekretariat NRW Gütersloh fördert das Projekt als Teil der Community-Dance-Förderung. Das städtische Kulturamt ist Veranstalter, die Universität Kooperationspartner.
Aßhoff und ihre Assistentinnen sind nicht zum ersten Mal mit einem „Community Dance Projekt“ an der Spee-Schule. 2009 entstand dort ein Projekt für das Festival „Musica sacra“. „Die Anzahl der Jugendlichen hat sich jetzt verdoppelt. Es hat sich offenbar herumgesprochen, dass Tanz nicht nur anstrengt, sondern auch Spaß macht und spannend ist“, so Aßhoff. „Das Projekt wird in den Unterricht eingebunden. Man fühlt sich willkommen.“ Dennoch ist es eine Herausforderung, es im Schulalltag in viereinhalb Wochen mit nur sechs Probestunden pro Woche zu realisieren. Das Maß einer 45 Minuten langen Schulstunde bringt die Choreographin schon mal zur Verzweiflung: Kaum sei man aufgewärmt und in eine Tanzsequenz eingetaucht, eilten die Jugendlichen wieder in den Physiksaal oder lernten Englisch-Vokabeln, so Aßhoff. Das liege auch daran, dass einige der Jugendlichen schon zum zweiten Mal dabe isind. Mittlerweile seien alle, auch die Neuen, vom Tanzvirus befallen.
An der Musik wird durch die Zusammenarbeit zwischen Musikern und Choreographinnen noch gefeilt. Eckhard Wiemann grinst: „Bei Mozarts „Don Giovanni“ soll bei der Uraufführung die Tinte auf dem Notenpapier noch nass gewesen sein.“ Es bleibt spannend.

Schüler tanzen durchs Barockschloss

Musikprojekt »Frédérics Garten« beginnt an Christi Himmelfahrt Paderborn

Paderborn (WV).Ein Tanz- und Musikprojekt mit dem Titel »Frédérics Garten« wird von Christi Himmelfahrt, 13. Mai, bis Sonntag, 16. Mai, jeweils um 16 Uhr in Schloß Neuhaus aufgeführt. Alles daran ist nach Meinung der Veranstalter ungewöhnlich.

Das beginnt mit dem Schauplatz: Das etwa einstündige Tanztheater zieht sich durch alle historischen Räume im Schloss herunter in den Innenhof bis zuletzt in den Barockgarten. Es tanzen keine Ballett-Eleven, sondern neugierige Siebt-, Acht- und Zehntklässler der Friedrich-von-Spee-Gesamtschule, die sich unter der Leitung von Birgit Aßhoff intensiv auf das Abenteuer Tanz einlassen. Das Ambiente des Schlosses ist ebenso weit weg von der Alltagswelt der Jugendlichen wie die Musik des Namensgebers: »Frédéric« ist niemand anderer als Frédéric Chopin.Auch die Musik ist ungewöhnlich, denn nur zu einem kleinen Teil gibt es Original von Chopin, das meiste aber klingt nicht nur elektronisch, sondern ist es auch. Manchmal erkennt man Chopin dahinter nicht mehr. Eckhard Wiemann und Timo Buczka von der Uni Paderborn haben diese Musik zusammengestellt, komponiert und produziert und führen sie auch auf.Eingebettet ist das ganze Projekt in die vom Land geförderte Reihe »Tanz OWL« und in das Chopin-Jahr zum 200. Geburtstag des Komponisten. Das Kultursekretariat NRW Gütersloh fördert das Projekt im Rahmen seiner Community Dance Förderung. Das Kulturamt der Stadt Paderborn ist der Veranstalter, die Universität ist Kooperationspartner.Karten für neun Euro (ermäßigt sechs Euro) gibt es im Vorverkauf im Paderborner Ticket-Center am Marienplatz, 05251/299750 und im Sekretariat der Friedrich-von-Spee-Schule. Wegen der begrenzten Sichtmöglichkeiten beim Tanz durch die historischen Räume im Schloss gibt es pro Vorstellung nur wenige Karten.

Westfälisches Volksblatt Artikel vom 07.05.2010

Jahrgang 12 aktiv im City Triathlon

Echte Anfänger sind am Start

Schwimmen, Laufen und Radeln beim ersten Kinder- und Schultriathlon
Paderborn (WV)

Erstmalig wird der Paderborner City-Triathlon auf zwei Tage ausgedehnt. Bereits am Samstag, 29. Mai, wird rund um den Maspernplatz der 1. Paderborner Kinder- und Schultriathlon im Rahmen der bundesweiten Asics-Triathlon-Schülertour 2010 ausgetragen. Am Sonntag, 30. Mai, folgt dann der City-Triathlon.
Organisiert wird der Nachwuchstriathlon als Gemeinschaftsprojekt des Triathlonvereins »tricity 2001« und der Jahrgangsstufe zwölf der Friedrich-von-Spee-Gesamtschule Paderborn. Mit diesem außerordentlichen Engagement setzt sich die sportlich engagierte Gesamtschule - nach tatkräftiger Unterstützung des Osterlaufes und des City-Triathlons in 2009 - mittelfristig das Ziel, die Organisation von Sportveranstaltungen und damit auch das Ehrenamt im Sport zu einem Eckpfeiler ihrer sportpädagogischen Ausbildung zu entwickeln.
Gestartet wird von 15 Uhr an in drei Klassen. Grundschüler vom zweiten bis vierten Schuljahr können sich auf der Distanz 50 Meter Schwimmen, ein Kilometer Radfahren und 400 Meter Laufen messen. Für die fünften bis siebten Klassen gehtÕs nonstop über 100 Meter Schwimmen, zwei Kilometer Radfahren und 800 Meter Laufen. Die dritte Startklasse (achtes bis zehntes Schuljahr) hat die Distanzen 150 Meter Schwimmen, drei Kilometer Radfahren und 1200 Meter Laufen zu bewältigen. Geschwommen wird in der Schwimmoper, auf dem Rad und laufend führen die Strecken durch die Innenstadt mit Ziel auf dem Maspernplatz, sofern die politischen Gremien zustimmen.
Angesprochen werden sollen mit dem neuen Triathlon echte Anfänger. Darum sind auch keine Rennräder, schmale Reifen oder Klickpedalen erlaubt. Für alle Teilnehmer besteht allerdings Helmpflicht. Die Startgebühr beträgt einen Euro. Für jede Platzierung gibt es Punkte, die aufaddiert werden und in eine Schulwertung einfließen.
Schirmherr des 1. Paderborner Kinder- und Schultriathlons ist Landrat Manfred Müller, der die Kooperation zwischen Verein und der sportlichen Friedrich-von-Spee Gesamtschule bei der Organisation als beispielhaft herausstellte. Sport und Bewegung seien im Zeitalter des Internet von besonderer Bedeutung. Als Gesundheitsbehörde wolle er den City-Triathlon für Kinder und Jugendliche gerne fördern.
Im Rahmen des Sportunterrichts, begleitet von Sportlehrern der Schule und Tricity-Verantwortlichen, übernehmen rund 50 Schüler der Gesamtschule die Organisation. Viele von ihnen hatten bereits vor einem Jahr bei der Neuauflage des Paderborner City-Triathlons als Helfer an der Strecke erste Organisationserfahrungen gesammelt.
Von sofort an sind Anmeldeformulare und Informationen rund um den 1. Paderborner Kinder- und Schultriathlon auf der Veranstaltungshomepage abrufbar. www.city-tri.de

© 2010  Westfälisches Volksblatt, Artikel vom 22.03.2010

 

Schüler gestalten Groschegedichte

Finissage in der Friedrich-von-Spee-Gesamtschule


Paderborn. In der diesjährigen Finissage der Friedrich-von-Spee-Gesamtschule wurde erstmals nicht zu Bildern gearbeitet, sondern zu Texten und Gedichten von Erwin Grosche. Der Paderborner Autor und Kabarettist stellte unveröffentlichte Arbeiten zur Verfügung, zu denen Schüler aus unterschiedlichen Jahrgängen und Kursen Präsentationen erstellt haben. Gezeigt werden sie am Dienstag, 23. März um 19 Uhr.
Man kann gespannt sein auf Schnecken, die ihr Gehäuse suchen, auf durch die Lüfte segelnde Flieger mit und ohne Propeller und Waschanlagen, die zum Selbstzweck werden.
Die Schüler zeigen in kleinen Szenen, Videofilmen, Animationen, Collagen und Texten, die sie in den vergangenen Monaten im Unterricht und in Projekten entwickelt, gestaltet und erstellt haben, alltägliche Begebenheiten und die kleinen Verzauberungen der Poesie, die Grosche in seinen Werken andeutet und uns damit den Spiegel vorhält.
Traditionsgemäß stellt die Schule in der Abschlussveranstaltung dem Künstler und allen Interessierten die kulturelle Vielfalt vor, die hier seit vielen Jahren gepflegt wird. Selbstverständlich haben alle Besucher vorher die Möglichkeit, in der Schulgalerie die ausgestellten Texte auf sich wirken zu lassen, um sich auf die Veranstaltung einzustimmen und auch mit dem Autor zu sprechen.

© 2010 Neue Westfälische, Paderborner Kreiszeitung, Samstag 20. März 2010

Nachwuchs im Rampenlicht

So farbig ist das Licht einer Energiesparlampe: Konstantin Kroschewski (Friedrich-von-Spee-Gesamtschule) zeigt das Ergebnis auf einem Blatt Papier. Er ist wie Leonie Lücking (Pelizaeus-Gymnasium) und Judith Breuer (Theodorianum/ v. r.) im gemeinsamen Physik-Leistungskurs der Schulen. FOTOS: REINHARD ROHLF

Wie sich Paderborner Schüler beim Zukunftskongress präsentieren

VON HOLGER KOSBAB
Paderborn. Weshalb empfinden Menschen das Licht einer Glühbirne als warm und das einer Energiesparlampe als kalt? Diese Frage haben sich interessierte Paderborner Schüler gestellt und beantwortet. Es liegt am unterschiedlichen Farbspektrum des Lichts. Genauso spannend ist die Zusammensetzung der Schülerlabor-Gruppe. Sie kommt von den Gymnasien Reismann, Pelizaeus, Theodorianum und der Friedrich-von-Spee-Gesamtschule und besucht einen gemeinsamen Physik-Leistungskurs.
„Wir sind 350 Schüler in der Oberstufe der vier Schulen“, sagt Judith Breuer, „aber nur 22 haben Physik gewählt.“ Damit ist es ein gutes Beispiel für den oft bemängelten Nachwuchsbedarf im MINT-Bereich (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik).
Um dies zu ändern, gibt es an vielen Orten in Nordrhein-Westfalen sogenannte ZDI-Zentren (Zukunft durch Innovation. Mehr als 60 Stände präsentierten sich beim 3. ZDI-Jahreskongress am Freitag war im Heinz-Nixdorf-Museumsforum (HNF).
Stefan Sauer koordiniert das Paderborner ZDI-Zentrum mit dem Schwerpunkt „Intelligente technische Systeme“ und das Schülerlabor, die Anfang Juli bei den Paderborner Wissenschaftstagen offiziell an den Start gehen wollen.
Federführend sind die Uni Paderborn, das HNF und die Wirtschaftsförderung. Das zentrale Labor wird im HNF eingerichtet, weitere gibt es an der Uni. „Damit die Schüler auch echte Campusluft schnuppern“, sagt Sauer. Mit den Bereichen Modellfabrik, Licht und Farbe, Daten und Datenübertragung, experimentelles Programmieren sowie Messen, Steuern, Regeln gibt es bisher fünf Themenbereiche. „Alle interessierten Schulklassen können Laborkapazitäten buchen“, erklärt Sauer. Daneben gebe es unter anderem auch Ferien-Schnupperkurse und Unterstützung für Wettbewerbe wie „Jugend forscht“.
Ein solcher Kongress biete die Chance, Bilanz zu ziehen, sagte Dr. Michael Stückradt (Staatssekretär im Innovationsministerium). Er sähe, dass es seit dem ZDI-Auftakt 2006 in großen Schritten vorangehe. Bisher hätten 17.500 Schüler an den Kursen mitgemacht. Im Vorjahr haben sie 270 Unternehmen an den ZDI-Angeboten beteiligt und 3,1 Millionen Euro an Fördergeldern bereit gestellt. Eine positive Entwicklung sieht Stückradt bei den Einschreibezahlen der MINT-Studiengänge. Diese seien in den vergangenen beiden Jahren angestiegen. Und der Bedarf für die Absolventen sei da. Selbst auf dem Höhepunkt der Wirtschaftskrise hätte es für 6.000 Ingenieure Jobs gegeben, so Stückradt, der mit Zuversicht in die Zukunft blicke.
Die Fortsetzung des ZDI-Projekts sei wichtig, erklärte Luidger Wolterhoff von der Regionaldirektion NRW der Agentur für Arbeit.
„Junge, gut ausgebildete und intelligente Köpfe“ seien ein wichtiges Gut. Es gelte, Strukturen weiter zu entwickeln und Schwerpunkte zu setzen beim Brückenbau zu den naturwissenschaftlich-technischen Berufen. Daher werde das finanzielle Engagement wenn möglich bis zum Jahr 2013 weiterlaufen.
Davon profitiere dann auch die Roboter-AG des Gymnasiums Schloß Neuhaus als ein Teil des Schülerlabors. Bis zum Vorentscheid im HNF zur World Robot Olympiad müssen die Schüler noch etwas tüfteln. Schließlich soll ein selbst gebauter und programmierter Lego-Roboter eine Stange hochklettern – und von oben einen Ball holen.
© 2010 Neue Westfälische, Paderborner Kreiszeitung, Samstag 13. März 2010

Comenius: Internationales Bildungsprojekt

Pantkes Premiere: Stellvertretender Bürgermeister gab ersten Empfang Paderborn

Genau 33 Minuten dauerten seine Ausführungen und die Anwesenden dankten für die vielfältigen Informationen über Paderborn mit Beifall. Martin Pantke, stellvertretender Paderborner Bürgermeister, hatte eine Gruppe junger Leute aus insgesamt vier Ländern im Rathaus begrüßt.
Für den 58-Jährigen, der seit Ende Oktober 2009 Mitglied des Paderborner Rates ist und seit diesem Zeitpunkt auch als stellvertretender Bürgermeister fungiert, war dies sein Premieren-Empfang.
Fast 30 Schülerinnen und Schülern brachte er Paderborn als Stadt mit langer Geschichte und einer großen Entwicklung in den letzten Jahrzehnten näher.
Im Rahmen des Comenius-Projektes „Migration und Identität in Europa“ weilen auf Einladung der Friedrich-von-Spee-Gesamtschule Schüler aus Nordirland, Frankreich und Dänemark in Paderborn.
Gemeinsam arbeiten die jungen Leute insgesamt zwei Jahre lang an diesem Projekt, wobei sie sich alle halbe Jahre in einem anderen Land zu Arbeitstreffen verabreden. Die 16- bis 20-Jährigen sind jetzt in Paderborn zur zweiten Tagung zusammengekommen. Eine Woche lang werden sie beispielsweise über die in ihrer Heimat gemachten Interviews mit Einwanderern sprechen und sich über Paderborner Migrationsprojekte informieren.

© 2010 Neue WestfälischePaderborner Kreiszeitung,
Freitag 12. März 2010  

 

Ein ratloses Gefühl von Öde

Schüler der Friedrich-von-Spee-Gesamtschule über Fluch und Segen von Computerspielen

VON ANN-BRITTA DOHLE

Paderborn. Computerspiele – Fluch oder Segen für die Menschheit? Im Heinz-Nixdorf Forum präsentierten Schülerinnen und Schüler der Friedrich von Spee-Gesamtschule eine außergewöhnliche Darbietung zu diesem Thema. „Über Lebenswelten“ heißt das selbst entwickelte Theaterstück, dass die Jugendlichen aus dem Bereich „Darstellen und Gestalten“ (Jahrgangsstufe 10) am Wochenende im Computermuseum präsentierten.  ... weiter

© 2010 Neue Westfälische
Paderborner Kreiszeitung, Montag 22. Februar 2010

Fotogalerie

Auf den Spuren der Energie

Drei Schüler aus dem Kreis Paderborn nahmen jetzt am dreitägigen Energy Camp von Eon Westfalen Weser (EWW) teil. Paul Rebant (Friedrich von Spee Gesamtschule) und Viviane Seidel (Gymnasium Schloß Neuhaus) sowie der Altenbekener Martin Bruns (Gymnasium St. Xaver Bad Driburg) waren drei von 15 naturwissenschaftlich und technisch interessierten Oberstufenschülern aus dem gesamten Netzgebiet von EWW, darunter neun Mädchen. Stationen waren das Institut für Solarenergieforschung in Emmertal bei Hameln, die Biogasanlage in Kirchlengern, die Netzleitstelle im Energie-Forum-Innovation in Bad Oeynhausen, das Gemeinschaftskernkraftwerk Grohnde und „Smart Home – Das intelligent vernetzte Haus“ in Paderborn. Die theoretischen Vorträge wurden durch praktische Experimente und Workshops aufgelockert.
Vor Kabeltrommeln: Martin Bruns, Viviane Seidel und Paul Rebant (v.l.), Teilnehmer am Energy Camp.

© 2010 Neue Westfälische
Paderborner Kreiszeitung, Freitag 19. Februar 2010

Wieso bin ich so geworden, wie ich bin?

Theaterstück an der Friedrich-von-Spee-Gesamtschule macht Sucht zum Thema

 Paderborn (NW). Max Drögel geht es nicht gut. Er ist von der Schule geflogen; seine Eltern sind nicht gut auf ihn zu sprechen; seine Freundin will nichts mehr mit ihm zu tun haben. Da hilft nur eins: Drogen als Trost. . . Das sind die banalen Versatzstücke für ein typisches Anti-Drogen-Stück für Jugendliche, das an der Friedrich-Von-Spee-Gesamtschule vom D.a.S.-Theater Köln vor 130 Schülern gezeigte wurde. Titel des Stücks: „Wilder Panther, Keks“. ... mehr

Erste Schritte in einer globalisierten Welt

Friedrich-von-Spee-Schüler absolvieren Praktikum in Estland

Paderborn (NW). Betriebspraktika werden an vielen Paderborner Schulen durchgeführt – zumeist in heimischen Betrieben im Umfeld des Wohnortes. Nicht so zwei Mädchen und sechs Jungen der Friedrich-von-Spee-Gesamtschule in Paderborn.
Sie reisten nach Vöru im Südosten Estlands, um die Wirtschaftswelt ihres Gastgeberlandes zu erkunden. Die Kääpa Pohikool, eine der europäischen Partnerschulen der Gesamtschule, half bei der Vermittlung von Praktikumsplätzen in dem baltischen Staat und estnische Familien nahmen die deutschen Schüler herzlich auf. Arbeitsplätze in einem Krankenhaus, in einem Hotel oder auch in der Stadtverwaltung wurden erkundet, und natürlich auch die Lebensweise und Kultur der estnischen Gastgeber. „Mit meinem Englisch kam ich ganz gut zurecht“ meint Eugen Olenborger, der gemeinsam mit Agassi Ratnasingam im Zentralkrankenhaus in Voru arbeitete und ergänzt, „mit einigen Schwestern und Ärzten konnte ich auch russisch sprechen“. Laura und Carina, die im Hotel Kubilay arbeiteten, mussten sich ganz auf ihre englischen Sprachkenntnisse verlassen. Ob sie jemals einen Arbeitsplatz im europäischen Ausland annehmen werden, wissen die Neuntklässler noch nicht, aber sie können es sich gut vorstellen.
Unterstützt wurden die Schüler der Friedrich-von-Spee-Gesamtschule durch Fördermittel aus dem Innovationsprojekt „Zukunft fördern. Vertiefte Berufsorientierung gestalten“ der Regionaldirektion Nordrhein-Westfalen der Bundesagentur für Arbeit, des nordrhein-westfälischen Ministeriums für Schule und Weiterbildung sowie der Stiftung Partner für Schule NRW. Detlef Strauß, Schulleiter der Friedrich-von-Spee-Gesamtschule, ist von dem pädagogischen Nutzen der Auslandspraktika überzeugt: „Berufsorientierung mit einem spannenden Auslandsaufenthalt zu verbinden und Schülern die Erfahrung zu ermöglichen, in einer fremden Arbeitswelt zu bestehen, sind doch erste Schritte, sich in einer globalisierten Welt zurechtfinden. Deshalb sind Auslandspraktika fester Bestandteil des Schulprogramms.“

© 2009 Neue Westfälische
Paderborner Kreiszeitung, Mittwoch 30. Dezember 2009

Hier sind Artikel und Berichte der letzten 12 Monate über die Friedrich-von-Spee-Gesamtschule.

4. November 2009<br />(Westfälisches Volksblatt)
4.November 2009<br />(Neue Westfälische)
2.Oktober 2009<br />(Neue Westfälische)
21.September 2009<br />(Westfälisches Volksblatt)
21.September 2009<br />(Neue Westfälische)
 

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