Friedrich-Spee-Gesamtschule Paderborn - Weißdornweg 6 - 33100 Paderborn - Tel.: 05251-16690 - E-Mail: ge-friedrichspee[at]paderborn.de

Friedrich Spee

Friedrich Spee ist der Namensgeber unserer Schule

In unserer durch Zukunftsunsicherheit geprägten Gesellschaft sehen wir in dem Jesuiten Friedrich Spee wegen seiner Einstellung zur Schöpfung und seines selbstlosen Einsatzes für die Menschenwürde ein Vorbild für Erziehung und Bildung.  Spee wurde 1591 in Kaiserswerth am Rhein geboren und starb 1635 an den Folgen eines Fiebers, dass er sich bei der Pflege verwundeter Soldaten zugezogen hatte.


Im Paderborn lebte und lehrte er von 1623-1624 und 1629 - 1631 und hat hier seine berühmte Schrift "Cautio Criminalis" (Vorsicht mit dem Strafrecht) verfasst, die als Vorläufer der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte gelten kann.


Das jammervolle Schicksal vieler als Hexen angeklagter Frauen hatte ihn so erschüttert, dass er ohne Rücksicht auf seine Person und Karriere dem Schreckenssystem der Hexenverfolgung klug entgegentrat.

In zahlreichen Texten und uns heute noch bekannten Liedern bezeugte er seine Liebe zum Schöpfer und zur Schöpfung. So kann Spee Hoffnung machen, dass wir angesichts der bedrohten Umwelt, Katastrophen und Kriege die Schöpfung und Menschenwürde für uns und unsere Nachkommen bewahren.

 

 

Friedrich Spee – Name und Herkunft

Seit Dezember 2014 heißen wir Friedrich-Spee-Gesamtschule. Das Schild wird bei Zeiten geändert und soll so wie in dieser Fotomontage aussehen.

Bis heute wird Friedrich Spee (1591-1635) in Veröffentlichungen mit unterschiedlichen Namen bezeichnet. So findet sich neben ‚Friedrich Spee‘ auch ‚Friedrich von Spee‘ oder ‚Friedrich Spee von Langenfeld‘. Der Zusatz des Adelsprädikats ‚von‘ lässt sich aber trotz seiner Abstammung aus einem alten niederrheinisch-holländischen Adelsgeschlecht weder mit den historischen und sprachwissenschaftlichen Gegebenheiten noch mit der Selbstsicht des Theologen ver-einbaren.
 Gegen die Ausschmückung seines Namens mit ‚von‘ spricht grundsätzlich schon, dass Friedrich Spee sich selbst nie anders als Friedrich Spee nannte (genau genommen gab er seinen Namen in der latinisierten Form ‚Fridericus Spe‘ wieder) und zu Lebzeiten nie anders genannt wurde.  Sprachhistorisch verwundert dies nicht, da sich das Adelsprädikat ‚von‘ als Kennzeichnung adeliger Familien erst nach dem Tode Friedrich Spees etwa Mitte des 17. Jahrhunderts durchsetzte. Bis dahin fand sich ein ‚von‘ nur bei sogenannten Herkunftsnamen,  der Familienname Spee ist jedoch ein Eigenschaftsname (Bedeutung: ‚Der Wachsame‘).
 Ein besonderer Fall ist der oftmals ebenfalls fälschlich verwendete Namenszusatz ‚von Langenfeld‘, welcher Friedrich Spee ebenfalls niemals führte. Bei der Bezeichnung ‚von Langenfeld‘ handelt es sich um ein an einen Besitz geknüpftes Adelsprädikat,  geführt nur von derjenigen der vier Linien der Familie Spee, welche im zeitweiligen Besitz des Rittergutes ‚Haus Langenfeld‘ war. Auch verfiel der Zusatz ‚von Langenfeld‘ bereits 1532, als der Besitz des ‚Hauses Langenfeld‘ auf eine andere Adelsfamilie überging.
Folglich ergibt sich, dass der spätere Jesuitenpater Friedrich als Zunamen weder ein ‚von‘ noch das ‚zu Langenfeld‘ im Namen trug, sondern lediglich als ‚Spee‘ zu bezeichnen ist.
Trotz dieser Sachlage finden sich bis heute immer noch Veröffentlichungen, in welchen von ‚Friedrich von Spee‘ oder ‚Friedrich Spee von Langenfeld‘ gesprochen wird. Dieser Umstand liegt hauptsächlich in der weiteren Familiengeschichte des Hauses Spee begründet, denn tatsächlich führte eine Linie des Adelsgeschlechtes ab 1668 das Adelsprädikat ‚von‘. Hierbei handelt es sich um den einzigen heute noch bestehenden Familienzweig, welcher auf dem Gut Aldenhof bei Kaldenkirchen ansässig war. Der Jesuitenpater Friedrich Spee wird mitunter fälschlicherweise diesem Familienzweig zugerechnet, denn nur allzu leicht läuft man Gefahr, die verschiedenen Linien der Spees zu verwechseln oder mit dem Namen Friedrich Spee automatisch den Namen der Grafen von Spee zu assoziieren, insbesondere da nur noch dieser Familienzweig besteht. Neben solchen auf Ungenauigkeiten basierenden Fehlern wird es auch dazu gekommen sein, dass Friedrich Spee absichtlich zur gräflichen Familie von Spee zugerechnet wurde. So wollten einige Autoren die Zugehörigkeit Spees zum Adel bereits durch den Namen offensichtlich werden lassen, da dies ihres Erachtens den Nimbus des Theologen erhöhte, andererseits bejahten auch die Grafen von Spee gerne einen familiären Zu-sammenhang mit dem als Aushängeschild nützlichen großen Barockdichter und mutigen Kämpfer gegen die Hexenverfolgung.  (RatD)

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Öffnet externen Link in neuem FensterFriedrich Spee www.rheinische-geschichte.lvr.de

Berühmter Streiter gegen die Hexenjagd

Vor 425 Jahren geboren: Der Jesuit und Moraltheologe Friedrich Spee lehrte von 1623 bis 1624 und 1629 bis 1631 in Paderborn. Hier entstand auch seine wichtigste Schrift "Cautio Criminalis", mit der er sich gegen kirchliche Inquisition und Folter wandte
VON CHRISTIAN FELDMANN

Paderborn. Für Richter und Inquisitoren, aber auch für die verantwortlichen Bischöfe und Landesfürsten ist das Buch eine unerhörte Provokation. Das Werk eines anonymen Verfassers kommt auf dem Höhepunkt der Hexenverfolgungen heraus, argumentiert streng juristisch, aber in einem sarkastischen Ton: "Was suchen wir so mühsam nach Zauberern? Hört auf mich, ihr Richter, ich will euch gleich zeigen, wo sie stecken! Auf, greift Kapuziner, Jesuiten, alle möglichen Ordensleute und foltert sie, sie werden gestehen. Wollt ihr dann noch mehr, dann will ich euch selbst foltern lassen und ihr dann mich. So sind wir schließlich alle Zauberer."

Die Spitzel der Inquisition bringen bald heraus, wer der Autor der Streitschrift ist: der Paderborner Jesuit und Moraltheologe Friedrich von Spee (1591-1635), geboren vor 425 Jahren am 25. Februar 1591. Er ist als Verfasser frommer Betrachtungen und eingängiger Kirchenlieder geschätzt und als Querdenker gefürchtet. Seinen Lehrstuhl hat er ein Jahr zuvor bereits verloren, das Pamphlet gegen die Hexenverfolgung wird ihm nun wohl endgültig den Hals brechen. Denn schließlich ist die Jagd auf vermeintliche "Hexen" und "Zauberer" von den höchsten Autoritäten in Staat und Kirche abgesegnet.

Erstaunlicherweise steht der Jesuitenorden zu seinem rebellischen Mitglied, wenn auch halbherzig: Spee wird nach Trier versetzt und nicht zu den letzten Gelübden zugelassen, aber auch nicht ausgestoßen. Bei der Pflege der Opfer des Dreißigjährigen Krieges steckt er sich an einer Seuche an und stirbt am 7. August 1635 im Alter von 44 Jahren.

Friedrich von Spee stammte aus altem Adel: Er kam als Sohn eines Burgvogts in Kaiserswerth bei Düsseldorf zur Welt, trat in Köln in den Jesuitenorden ein und träumte von einem abenteuerlichen Leben in den indischen Missionen. Doch die Jesuiten sahen den Schwerpunkt ihrer Arbeit in Deutschland, das von Glaubenskämpfen zerrissen war: Spee sollte als Moraltheologe in Köln die geistige Auseinandersetzung mit der Reformation führen.

Heute kennt keiner mehr Spees Vorlesungen, wohl aber seine Kirchenlieder. "Zu Bethlehem geboren", "Als ich bei meinen Schafen wacht", "Bei stiller Nacht zur ersten Wacht", "Lasst uns erfreuen herzlich sehr", "Ihr Freunde Gottes allzu gleich" - alles sind Werke des Barockpoeten Spee.

Die Not der unschuldig Inhaftierten und Gefolterten der Hexenjagd hat Spee als Seelsorger und Beichtvater kennengelernt. Denn anders als die Theoretiker der Verfolgungen, denen er vorwarf, in ihren Studierstuben merkwürdige Gedanken zu spinnen, ist er in die Gefängnisse gegangen. Das Ergebnis seiner Gespräche ist eindeutig und steht in seiner Streitschrift "Cautio Criminalis", zu deutsch etwa "Vorsicht beim Prozess": "Persönlich kann ich unter Eid bezeugen, dass ich jedenfalls bis jetzt keine verurteilte Hexe zum Scheiterhaufen geleitet habe, von der ich unter Berücksichtigung aller Gesichtspunkte aus Überzeugung hätte sagen können, sie sei wirklich schuldig gewesen."

Tatsächlich ebbten die Verfolgungen nach der Veröffentlichung der Streitschrift ab. Doch erst 1775 wurde in Deutschland das letzte Todesurteil gegen eine Frau verhängt, die der "Hexerei" bezichtigt wurde.

© 2016 Neue Westfälische, 15 - Paderborn (Kreis), Donnerstag 25. Februar 2016
 
Anmerkung des Webmasters: Unsere Schule heißt Friedrich-Spee-Gesamtschule und Friedrich Spee heißt ebenso, das "von" muss weg.

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