Sekundarstufen I und II – Gesamtschule der Stadt Paderborn

Tel. 0 52 51 - 8 81 47 50 | E-Mail: ge-friedrichspee@paderborn.de
Inhalt

Nachrichten

Aktuelles aus dem Schulleben

Erasmus+  Estland 2025 – Jahrgang 9 Berufsorientierung

Auch in diesem Jahr fuhren wieder Lehrer*innen und Schüler*innen aus der Friedrich-Spee-Gesamtschule nach Kääpa in Estland, um unsere Partnerschule “Kääpa Pohikool” zu besuchen. Am 02.02.2025 ging es zunächst in Paderborn am Flughafen für vier Schüler*innen der neunten Klasse, sowie Frau Dukart und Herrn Hartung los. In Riga wurden wir von Meeli Palujoe sehr herzlich in Empfang genommen und fuhren anschließend mit dem Bus nach Estland (Võru), wo die Schüler*innen auf ihre Gastfamilien trafen und dort ihre ersten Abende verbrachten. 

Dies stellte für die Schüler*innen eine besondere Herausforderung dar, da sie ihre Gastfamilie und ihre Austauschpartner*innen nur aus einem Steckbrief und einem Onlineaustausch kannten. Dennoch verlief bei allen Schüler*innen der Sonntagabend reibungslos. Sie verbrachten den Abend bei einem reichlich gedeckten Abendbrottisch oder auch sogar ersten gemeinsamen Saunagängen. Alle waren sehr zufrieden und berichteten, dass selbst der Austausch auf Englisch kein Problem darstellte. 

Am Montag sind wir von der gesamten Kääpa-Schule begrüßt worden. Dies war möglich, weil die Kääpa-Schule im Gegensatz zur Friedrich-Spee-Gesamtschule nur c.a. 160 Schüler*innen hat und einzügig ist. Nach der sehr herzlichen Begrüßung haben wir am Unterricht der Klassen teilgenommen. In Englisch haben die Schüler*innen das freie Sprechen geübt. In Geschichte wurde ein Referat zum Thema Barock erarbeitet. Dabei interagierten sie mit ihren Austauschpartner*innen stets auf Englisch. Auch in Musik ist der kulturelle Austausch gefördert worden, indem Popsongs aus Deutschland und Estland angehört und auf deutsch gesungen worden sind. Nach der Schule erkundeten manche Schüler*innen mit ihren Gastfamilien Võru und gingen im Einkaufszentrum shoppen. Dort kauften sie einige Souvenirs.  Andere nutzten das Wetter und fuhren mit ihren Gastfamilien Schlitten. 

Am folgenden Tag ging es schon am frühen Morgen mit dem Bus nach Tallinn zur Hauptstadt von Estland. Unser erster Stopp war am Schloss Kadriorg (Katharinental), welches sich in einem wunderschönen Park befindet, der von strahlend weißem Schnee bedeckt war. Das Schloss ist von Peter dem Großen für Königin Katharina die I. als Sommerresidenz erbaut, aber leider von ihr nie genutzt worden. Dennoch ist es für die Esten ein wertvolles Wahrzeichen, in dem Kunst aus ganz Europa ausgestellt wird. Die Schüler*innen schauten sich das barocke Gebäude mit seinen auffällig verzierten Wänden und Decken sowie die hier ausgestellten Kunstwerke aufmerksam an und holten sich weitere Informationen zu den Ausstellungsstücken auf einem Audioguide. Außerdem machten sie Fotos, um ihre Eindrücke zu dokumentieren. Abschließend machten wir mit Aiki Jõgeva einen Spaziergang zum Meer, wo sich einige große Fähren befanden, mit welchen man innerhalb von zwei Stunden Helsinki erreichen kann. Wir spazierten an der Küste entlang zur Altstadt von Tallinn und kamen an einigen Botschaften vorbei, die sich in restaurierten historischen Gebäuden befanden. Am späten Nachmittag fuhren wir in das Studio “Rakett 69”, dort traten unsere Schüler*innen gegen die Schüler*innen der Klasse 8 der Kääpa-Schule an und mussten unter Zeitdruck logische Fragestellungen lösen. Diesbezüglich sollten sie u.a. einen besonders hohen Turm aus Mikadostäbchen bauen, um nachher einen Ball darauf zu positionieren. Der höchste Turm, der nicht umfiel, sollte die Runde gewinnen. Bei den Aufgaben des Wettbewerbs mussten sich die Schüler*innen in die Denkweise eines Ingenieurs hineinversetzen, um erfolgreiche Lösungen für die Problemstellungen zu finden. Alles in allem können unsere Schüler*innen stolz auf sich sein, denn sie machten den zweiten Platz. 

Der Mittwoch startete um 9:50 Uhr. Die ganze Schule befand sich in der Schulaula und wir schauten uns gemeinsam ein ETNO-Schulkonzert an. Bei dem Konzert trat eine Gruppe mit Musiker*innen aus der ganzen Welt auf. Manche kamen aus Finnland und andere aus der Ukraine, England, Estland oder Spanien. Sie sagen Volkslieder ihrer Herkunftsländer, welche von ihnen mit Instrumenten begleitet worden sind. Dabei bezogen sie auch das Publikum mit ein und forderten es zum Mitsingen und Klatschen auf. Im Anschluss folgte ein Workshop mit den Austauschpartner*innen, in welchem die Schüler*innen sich mit ihren Jobvorstellungen und Zukunftswünschen auseinandersetzten. Die Schüler*innen erstellten außerdem zu ausgewählten Berufen eine Präsentation, ein Poster oder ein Rätselspiel und machten ein Video von einem Jobinterview. Leider konnten sie ihre Ergebnisse nicht mehr vorstellen, denn wir fuhren direkt zu unserem nächsten Ziel, dem „Vocational Centre EWERS“. Dies ist eine Berufsschule, die von den Esten nach der 9ten Klasse besucht wird. Hier kann man sich in unterschiedlichen Bereichen weiterbilden, wenn man nicht das Abitur an einem örtlichen Gymnasium anstrebt. Nach einem kurzen Einführungsvortrag sahen wir uns die Holz- und Metallwerkstätten sowie einen Großteil des Schulgeländes an. Abschließend hörten wir einen Vortrag zum Thema Robotik. Den Abend verbrachten die Schüler*innen mit ihren Austauschfamilien. 

Auch der Donnerstag war ein ereignisreicher Tag. Zu Beginn des Schultages ist die Projektarbeit zu den Berufen beendet und vorgestellt worden. Anschließend schnitzten die Schüler*innen in der Technikstunde einen Löffel aus Holz. Dies ging manchen sehr leicht von der Hand und andere hatten kleinere Schwierigkeiten, welche jedoch durch die Hilfe der Lehrkraft überwunden werden konnten. Am Ende der Einheit hatten jedoch alle Schüler*innen einen hölzernen Löffel. Nach dem Mittagessen traten wir den nächsten großen Ausflug an. Wir fuhren gemeinsam mit den Schüler*innen zur Universitätsstadt Tartu. Dieser Ausflug sollte ihnen den Beruf des Wissenschaftlers näher bringen, weshalb unser erstes Ziel in Tartu das „Ülikool Oecologicum“ (ein biologisches Forschungsinstitut) war. Dort erhielten wir eine Führung durch das gesamte Institut, sahen uns die einzelnen Räumlichkeiten, verschiedene Insekten- und Fischarten an und durften sogar durch ein Mikroskop tote Insekten beobachten. Für unseren zweiten Programmpunkt gingen wir zum „Ahhaa Science Centre“. Dies ist ein naturwissenschaftliches Museum für Kinder und Jugendliche mit einer großen biologischen Ausstellung. Zudem können zahlreiche physikalische Experimente ausprobiert werden. Beispielsweise konnten die Schüler*innen unendliche Reflektionen eines Spiegels betrachten, Experimente zur Schwerkraft durchführen, die Dezibelzahl ihrer eigenen Stimme messen oder die biologische Sammlung anschauen. Am Ende des Tages kamen die Schüler*innen am späten Abend glücklich bei ihren Gastfamilien an. 

Der letzte Schultag startete für die Schüler*innen vergleichsweise ruhig. Sie begleiteten zunächst in den ersten Stunden ihre Austauschpartner*innen. Hiernach formulierten sie gemeinsam einen Reisebericht zu unserem Schüleraustausch auf der Lernplattform „padlet“, welche unten verlinkt wird. Der krönende Abschluss war der Besuch auf dem Bauernhof des Techniklehrers der Schule. Dort erhielten wir zunächst eine Führung über den gesamten Hof und die Schmiedewerkstatt. Danach aßen wir gemeinsam zu Abend, denn die Lehrer*innen der Kääpa-Schule brachten Softdrinks, Pizza und Salate zum Verzehr mit. Die Atmosphäre war sehr familiär und gemütlich, denn wir aßen gemeinsam in dem Wohnzimmer des Techniklehrers, das mit einem Kamin beheizt wurde. Anschließend schmiedeten die Schüler*innen einen Haken aus Eisen. Hierfür ist das Eisen mit Feuer erhitzt und mit Hammer und Amboss in Form gebracht worden. Das war ein tolles und unvergessliches Erlebnis. 

Den Samstag vor der Abfahrt verbrachten die Schüler*innen in ihren Gastfamilien. Sie konnten ausschlafen und gingen mit ihren Familien am Nachmittag zum „Suur Munamägi“. Dies ist der höchste Aussichtspunkt im Baltikum. Von dort aus hatte man einen sehr weiten Blick über die Landschaft von Estland. Es lohnt sich danach einen Abstecher in das Restaurant am Fuße des „Suur Munamägi“ zu machen und bei der gemütlichen Atmosphäre ein Eis oder Kuchen zu essen. Man sollte sich nur nicht von der außergewöhnlichen Toilette erschrecken lassen.

Am Sonntag traten wir gemeinsam um 11:00 Uhr die Heimreise an und erreichten Paderborn planmäßig um 21:40 Uhr. 

 

Link zum padlet:

https://padlet.com/alexa_dukart/erasmus-timeline-our-amazing-journey-to-estonia-6bheeehi7xzgur6o
  

 

Text: DukA

 

Gesamtschule Friedrich Spee – eine Schule für alle Talente!

Gesamtschule Sekundarstufe I und II

  • Hauptschulabschluss nach Jahrgang 9
  • Realschulabschluss nach Jahrgang 10
  • Fachhochschulreife (schulischer Teil) nach Jahrgang 12
  • Allgemeine Hochschulreife nach Jahrgang 13
  • Englisch, Französisch, Spanisch, Russisch
  • Förderprojekte | Inklusion
  • Begabtenförderung

Das sind wir:

  • Umfangreiches AG-Angebot
  • Bio-Essen, Buffet
  • Schüleraustausch
  • Schul-Projekte
  • Wettbewerbe

Kontakt:

Friedrich-Spee-Gesamtschule Paderborn
Weißdornweg 6
33100 Paderborn

Tel.: 05251-8814750
E-Mail: ge-friedrichspee@paderborn.de

Datenschutz Impressum