Am 18.01.2022 hatte unser Q1 Bio-Kurs eine Exkursion zur Universität Bielefeld in das dortige „Teutolab“. Dort angekommen konnte nach einer Sicherheitseinweisung das Experimentieren beginnen.
Unser Ziel war es, durch Experimente und mithilfe von PCR und Gelelektrophorese herauszufinden, ob das uns vorliegende Fleisch durch andere, nicht angegebene, Fleischarten verunreinigt wurde. Dieses Verfahren wird in der Lebensmittelkontrolle angewendet. Mit Hilfe dieser Verfahren wurde unter anderem auch der Pferdefleisch-Skandal vor einigen Jahren aufgedeckt. Nachdem uns gezeigt worden war, wie wir die uns zur Verfügung gestellten Materialien, z. B. Pipetten zum Einsatz im Mikroliterbereich, nutzen konnten, ging es auch schon los. Begonnen haben wir mit der PCR, die vereinfacht gesagt dazu da ist, ein bestimmtes DNA-Stück stark zu vervielfältigen, um es anschließend untersuchen zu können. Durch Zugabe von Tsp509l (Restriktionsenzym) konnten wir als nächstes die Restriktion durchführen, um die so entstehenden, spezifischen DNA-Fragmente auf kleinste Unterschiede in der Basenabfolge der DNA untersuchen zu können.
In einer wohlverdienten Pause schnupperten wir Uni-Luft und aßen wie die Studierenden in der dortigen Mensa.
Abgeschlossen wurde unser Experiment mit der Gelelektrophorese. Bei dieser mussten wir unsere einzelnen DNA-Proben unterschiedlicher Tierfleischarten in ein Gelbett pipettieren, welches in einer Elektrophoresekammer lag. Das war gar nicht so einfach, aber nachdem das Gelbett befüllt worden war, wurde der Strom angemacht, und die Proben wanderten entsprechend ihrer Ladung zum entgegengesetzt geladenen Pol. Unsere Arbeit war damit getan. Die DANN-Stücke mussten zwar noch sichtbar gemacht werden, aber diesen Vorgang übernahmen die sehr netten Mitarbeiter des CeBiTec für uns, so dass wir unsere Ergebnisse nur noch online abrufen und auswerten mussten.
Zwei Tage später fuhren die Leistungskurse zum Zentrum für Biotechnologie, um diesen Kurs zur Tierartendifferenzierung durchzuführen. Das Besondere an dieser Exkursion war, dass im Rahmen des Europaschulkonzeptes der Friedrich-Spee-Gesamtschule die gesamte Laborarbeit in englischer Sprache durchgeführt wurde. So erlangten die Schülerinnen und Schüler einen Einblick in wissenschaftliche Arbeitsweisen an der Universität.
Die Exkursion hat uns allen viel Spaß gemacht. „Gerade die Abwechslung und Praxisarbeit war das Aufregende an der Sache!“, so eine Schülerin des Kurses. „Solche Testverfahren auch mal selber zu machen, nicht nur theoretisch davon zu hören, war das Coole daran.“ Auf die nächste Exkursion freuen sich die Biologie-Kurse schon sehr!
