Zum zweiten Mal ist es der Friedrich-Spee Gesamtschule nach 2019 gelungen, den
MISSIO-Flucht-Truck des Erzbischöflichen Generalvikariats für eine erneute Begehung zu
gewinnen. Unter strengen Corona-Hygienebedingungen konnten die sechs Klassen der
Jahrgangsstufe 9 am 10. und 11. Mai die Ausstellung im Truck besichtigen.
Neugierde und Motivation für die Thematik des MISSIO-Trucks erfuhren die
SchülerInnen aus den momentan sehr aktuellen Berichterstattungen in den Medien
bzgl. erneuter Fluchtbewegungen von Menschen auf dem Mittelmeer. Dabei geht es
den Organisatoren des Projekts nicht allein darum, den SchülerInnen die letzten
Beweggründe der Entscheidung für eine lebensgefährlichen Flucht über das Mittelmeer
aufzuzeigen. In einem vorbereitenden Workshop wurden die Fluchtursachen offen
gelegt und die SchülerInnen erkannten, warum es weltweit Millionen von Menschen
gibt, die vor Krieg, Hunger, Verfolgung und Perspektivlosigkeit auf der Flucht sind.
Exemplarisch wurden die SchülerInnen für die Situation der im Osten der
Demokratischen Republik Kongo lebenden Menschen sensibilisiert, wo durch
menschenverachtende Kinderarbeit der Rohstoff Coltan abgebaut wird, um u.a. teure
Handys für den europäischen Markt zu produzieren.
Dafür standen den Mädchen und Jungen neben der Begleitung ihrer Lehrkräfte zwei
pädagogisch geschulte Mitarbeiter des Aktionsforums für Fragen sowie für
Hintergrundinformationen zur Seite. Durch die Authentizität der beiden Protagonisten
erhielten die SchülerInnen am Ende nachhaltige Einblicke in ihr Tun und Handeln. Sie
erkannten z.B. durch ihren Handykonsum, wie verflochten sie in dieser Flucht-Thematik
leben und wie wenig es sie doch im eigentlich Sinn betrifft. Als Aktion für das neue
Schuljahr waren sich die 9-KlässlerInnen jedoch einig: „Wir sammeln jetzt alte Handys
an unserer Schule und schicken sie zum Recyclen ans katholische Hilfswerk MISSIO!“ (RieA)
Bilder von RieA
