„Wie können wir einen komplexen internationalen Konflikt befrieden?“ – Diese Frage könnte aktueller nicht sein. Genau damit beschäftigen sich Schülerinnen und Schüler des Sozialwissenschaften-Zusatzkurses der Q2 bei dem Planspiel „h.e.l.p“ an unserer Schule. Im Rahmen der Kampagne „Humanitäre Schule“ des Jugendrotkreuzes (JRK) setzen sich unsere Schüler*innen stärker mit humanitären Ideen auseinandersetzen. Dafür versetzten sie sich die Rolle von Delegierten verschiedener Länder und Regionen, die im Rahmen des Unterausschuss „Lufar“ - unter Anleitung der Generalversammlung der Vereinten Nationen - um die Befriedung des internationalen Konfliktes verhandelten.
„Malea ist eines der größten Länder Afrikas. In der Provinz Lufar kommt es regelmäßig zu Unruhen, die Rebellenorganisation „Freies Lufar“ kämpft gegen die Zentralregierung für mehr Unabhängigkeit in ihrer Region. Maleas Milizen gehen gegen Rebellen und Zivilisten in Lufar mit brutaler Gewalt vor. Mittlerweile wird die Zahl der Todesopfer auf 400.000 geschätzt …“
Malea und Lufar sind fiktive Regionen des Planspiels „h.e.l.p.“, doch der geschilderte Konflikt ist leider in vielen Ländern dieser Welt Realität. „h.e.l.p.“ steht für „Humanitäres Entwicklungs- und Lernprojekt“ und ist ein anspruchsvolles politisches Planspiel für 14 bis 30 Spieler ab 15 Jahren. Das Planspiel befasst sich mit vielfältigen Bereichen, unter anderem mit Ressourcenkonflikten, Handelsbeziehungen und dem Thema soziale Gerechtigkeit. Ziel ist es, dass die Schüler*innen gemeinsam eine Lösung für einen Konflikt finden, bei dem das Humanitäre Völkerrecht verletzt wird.
Die Schüler Rami Alyoussef und Aboud Koro haben beim Deutschen Jugendrotkreuz in Münster in einem zweitägigen Seminar die Ausbildung absolviert, um ihre Mitschülerinnen und Mitschüler durch das ganztägige Planspiel zu leiten. Vor allem die abwechslungsreichen Beratungsphasen, intensiven Verhandlungen und die Identifikation mit den Rollen der Delegierten machten das Planspiel zu einem bereichernden Erlebnis für die teilnehmenden Schüler*innen.
Text und Bilder: DanA
