Bereits zum dritten Mal besuchte der Ingenieur und Autor („Der Mann ohne Muttersprache“) Rahman Jamal in der ersten Februarwoche des Jahres unsere Schule, um im Rahmen eines Projekttages zum Thema „Haltung in Zeiten von Spaltung und KI“ mit Schüler:innen der EF in Austausch zu aktuellen Themen zu treten.
Rahman Jamal beeindruckte die Zuhörer:innen mit sehr persönlichen Einblicken in seine Lebensgeschichte und mit seiner authentischen, offenen Art, mit der er den Fragen der Schüler:innen begegnete. Die Verbindung der thematischen Schwerpunkte des Tages, Haltung - Spaltung und KI, gelang dem Autoren über seine Lebensgeschichte: Dass das Thema Künstliche Intelligenz bereits in den 80er-Jahren ein Thema für Jamal und eng verbunden mit seinem beruflichen Werdegang war, war überraschend für die Schüler:innen. Bei aller fachlichen Expertise als Ingenieur war es dem Autoren besonders wichtig, auf die zunehmend gängige Art der „Vermenschlichung von KI“ und die damit einhergehenden Gefahren hinzuweisen. Zum Beispiel darauf, dass die KI schon lange bevor Schüler:innen Programme wie ChatGPT entdeckt haben, z.B. in Social-Media-Apps in der eigenen Tasche die eigene Wahrnehmung beeinflusst und somit die eigene Vorstellung von Welt geformt wird.
Nach dem eindrucksvollen Einstiegsvortrag und -gespräch wurde ausgehend von Teilkapiteln des Buches „Der Mann ohne Muttersprache“ in verschiedenen Workshops kreativ zu unterschiedlichen Themen weitergearbeitet. Es entstanden beachtliche Ergebnisse: ein KI-generierter Song über Jamals Lebensweg, ein selbst geschriebener Rap-Text, Dialoge und Instagram-Posts zu gesellschaftlichen Themen, die abschließend dem sichtlich beeindruckten Jamal präsentiert wurden.
Herzlichen Dank an Rahman Jamal für die Einblicke, Ausführungen und die Botschaft, dass wir uns in jedem (!) Moment entscheiden können, menschlich und tolerant miteinander umzugehen!
Text und Fotos: HeuC
