Vom 19. bis 21. November nahmen Schüler:innen der Jahrgänge 8, 10, EF und Q1 an dem beeindruckenden Workshop „Die Stadt der toten Kinder“ teil – einem Musikdrama gegen das Vergessen. Die Idee zu diesem Projekt stammt von Dr. Sarah Kass, die Texte schrieb Thomas Auerswald, und die Musik komponierte Lars Hesse. Gefördert wird das Projekt durch die Antisemitismusbeauftragte des Landes NRW.
Zu Beginn näherten sich die Teilnehmenden der Thematik des Holocaust, der Deportationen und der Schicksale der Opfer über einen symbolischen Koffer, der stellvertretend für jene wenigen Habseligkeiten stand, die Menschen bei ihrer Deportation mitnehmen durften. Ergänzt wurde dieser Einstieg durch eindrucksvolle Aufzeichnungen aus Zeitzeugeninterviews, in denen das Leben von Kindern im Ghetto Theresienstadt geschildert wurde.
In den folgenden beiden Tagen arbeiteten die Schüler:innen mit großer Konzentration, Offenheit und emotionaler Beteiligung an fünf Liedern des Musikdramas. Dabei wurden sie intensiv unterstützt von Thomas Auerswald, der nicht nur die Texte schrieb, sondern während des Workshops auch die Regie führte, von Lars Hesse, der die Kinder am Klavier begleitete, sowie von Felix Dohrmann, einem professionellen Gesangscoach. Viele Schüler:innen sind in dieser Zeit über sich hinausgewachsen: Einige wagten sogar Soloparts – obwohl sie anfangs überzeugt waren, dies nicht zu können oder sich nicht zu trauen. Trotz der ernsten und bewegenden Thematik kam die Freude an der gemeinsamen Arbeit keineswegs zu kurz, und es entstand eine starke, unterstützende Atmosphäre.
Am Freitag präsentierten die Schüler:innen das Stück schließlich vor Publikum. Die Aufführung, die mit Standing Ovations gewürdigt wurde, zeigte eindrucksvoll nicht nur das große Engagement und Talent unserer Schüler:innen, sondern auch die besondere Bedeutung dieses Themas – gerade in der heutigen Zeit.
Text und Fotos: BetJ









